Die Entscheider in RheinBerg warten mit Spannung auf die Ergebnisse einer Wohnraumbedarfsanalyse für den Kreis, als Basis für politische Weichenstellungen. Diese Analyse liegt jetzt vor. 

Die Kreissparkasse Köln und der Stadtsparkasse Wermelskirchen hatten die „Regionale Wohnraumbedarfsanalyse“ für den Rheinisch-Bergischen Kreis beim unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitut empirica AG in Auftrag gegeben, weil sie „die Entwicklung des Wohnstandortes weiter voranzutreiben und zukunftsorientiert unterstützen” wollen, sagte KSK-Vorstand Udo Buschmann bei der Vorstellung. 

Thomas Abraham (Empirica), Marcus Mombauer (Rösrath), Stephan Santelmann (Kreis), Udo Buschmann (KSK), Thorsten Thomas (Stadtsparkasse Wermelskirchen), Oliver Engelbertz (KSK)

Empirica führte empirische Untersuchungen und Modellrechnungen zum Thema Wohn- und Wirtschaftsraum Rheinisch-Bergischer Kreis durch und die Ergebnisse in einem umfassenden Bericht zusammen. Die Studie „soll als Fundament für eine intensive Betrachtung dienen“, so Buschmann.

Aktualisierung:  Inzwischen liegt die gesamte Analyse vor, einen detaillierten Bericht zu den Inhalten (und die Dokumentation) finden Sie hier. 

Die Kernaussage der Studie: Die Kommunen in RheinBerg haben einen „sehr hohen” Neubaubedarf. Bei einer „für durchaus realistisch betrachteten starken Nachfrage”, so der Empirica-Mitarbeiter Thomas Abraham, gebe es bis zum Jahr 2031 eine Nachfrage für bis zu 8.600 Neubau-Wohnungen.

Diese Nachfrage verteile sich gleichmäßig auf den gesamten Zeitraum – was einem Bedarf von gut 600 Neubau-Wohnungen pro Jahr bedeuten, im gesamten Kreis.

Zum Vergleich: In der zweiten Hälfte 2017 hatte die Stadt Bergisch Gladbach Baugenehmigungen für 138 Wohneinheiten erteilt

Laut Empirica werden zu gleichen Teilen Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern wie in Mehrfamilienhäusern benötigt. Dazu gehörten auch altengerechte Wohnungen und Mietwohnungen für Jüngere. Wohnbauland würde schnell und in ausreichender Menge benötigt. 

Landrat Stephan Santelmann stellte fest, dass mit der Studie nun fundierte Daten für die Planung in den Kommunen vorliegen. Zum Beispiel, in welchem Umfang mehr senioren- und behindertengerechte Wohnungen benötigt werden oder wie die Altbausanierung stärker unterstützt werden müsse. „Die Städte und Gemeinden wissen jetzt, wo sie mit ihren wohnungspolitischen Entscheidungen ansetzen können“, sagte Santelmann.

Bürgermeister Lutz Urbach hatte nach der Entscheidung, zunächst keine eigene Wohnungsbaugesellschaft zu gründen, auf die Studie hingewiesen. Die Stadt wolle die Ergebnisse prüfen, bevor sie weitere Schritte in Sachen Wohnungsbau unternimmt. 

Die Studie gliedert den Rheinisch-Bergischen Kreis in drei Teilräume: Nord mit Wermelskirchen, Leichlingen, Burscheid, Kürten und Odenthal; Süd mit Overath und Rösrath; Mitte ist identisch mit dem Stadtgebiet Bergisch Gladbach.

Zu allen drei Teilräumen plant der Kreis Konferenzen, die erste Weichen für das weitere Vorgehen stellen sollen. „Die sich daraus ergebenden Maßnahmen müssen dann im Einzelnen bewertet und gemeinsam mit den Kommunen weiterentwickelt werden“, sagte Santelmann. 

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Redaktion

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2 Kommentare

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  1. Der Wohnungsbau Skandal ist schon voll da…Altenpflegerin seit 2014 keine Wohnung .! Bäckerei Verkäuferin hat neuen job angefangen. sucht auch seit Monaten. möglichst schnell wegen Arbeitsplätze..