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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de. Twitter: @gwatzlawek

5 Kommentare zu “Stadt plädiert vorerst gegen Wohnungsbaugesellschaft”

  1. Ich habe 1972 gebaut. Vermiete zwei Wohnungen. Erst kürzlich habe ich mal in den Mietspiegel geschaut und festgestellt, dass ich seit Jahren auf nicht wenig Geld verzichte.Aber was soll`s, ich bin nicht verhungert und ich habe zufriedene Menschen im Hause die mich freundlich grüßen. Es gibt Möglichkeiten die extreme Wohnraumsituation zu lindern. Aber hierzu müssen die Kommunen und die Lobby von der Bauwirtschaft bereit sein. “Nachdem Motto” Wenn alle Menschen ” Menschen “wären, wär das Paradies auf Erden.

  2. Der Artikel erwähnt im letzten Drittel, dass die Stadt im vergangenen Jahr mehrfach bestritten hat, eine Reserve mit 20 Baugrundstücken zu besitzen. Nun hat sie es eingeräumt.

    Da fragt man sich, warum die Bergisch Gladbacher Bürger angelogen werden. Dieses Verhalten stellt die Sinnhaftigkeit des FNP-E mit den Neuausweisungen auf dem Nußbaumer Feld erneut in Frage. Es sind ja Grundstücke da und auch auf dem Zanders – Gelände und auf dem Areal der eh. Fabrik Köttgen werden sich Optionen für die gewünschte Wohnbebauung im Zentrum ergeben.

    Eine Reduzierung der im Flächennutzungsplan – Entwurf geplanten Wohnflächen muss nun erfolgen – und zwar nach ehrlicher Kalkulation aller vorhandenen und in Aussicht stehenden Grundstücke, Brachflächen, Abrissgrundstücke und Baulücken. Keine Ausreden mehr!

    Die Bedarfsermittlung muss v.a. auch die zur Zeit extrem rege Bautätigkeit miteinberechnen. Bis die B-Pläne fertig sind, brauchen wir vermutlich gar keine Neuausweisung von Flächen mehr. Der demographische Wandel wird langfristig für Leerstände sorgen.

    Eine Stadt braucht Freiflächen für die gute Luft, für Artenvielfalt, Freizeitgestaltung und vor allem für die Naherholung ihrer Bürger. Nur 1 Prozent aller Flächen in Bergisch Gladbach sind Friedhöfe und Parks. Die Bergischer Gladbacher Bürger fordern Volksgärten und Parks ein, da es zu wenige davon hier gibt.

    Täglich verliert NRW 15 Hektar landwirtschaftliche Flächen wegen Siedlungsbau. 118.000 Hektar wurden in 20 Jahren betoniert. Man darf aber nicht alle Felder zubauen, sondern muss Wiesen freihalten für landwirtschaftliche Optionen, die zwar nicht heute, aber in der Zukunft notwendig sein werden.

  3. Passt nicht zusammen, günstigen Wohnraum schaffen wollen, Flächen zurückhalten, und dann die Grundsteuer anheben, welche Eigentümer und Mieter gleichen Maße trifft, da diese umlagefähig ist.

    Die ganze Flächenausweisung ist wohl nur zur Sanierung der Stadtkasse. Jahrelange Misswirtschaft auf Kosten der Natur und Bürger, anders ist es nicht zu erklären was hier vor sich geht.

  4. Dass es eine Liste mit 20 kurzfristig bebaubaren Grundstücken gibt hatte die Stadtverwaltung in einer Sachstandsinformation für den Haupt- und Finanzausschuss Mitte Oktober offen gelegt. Das lässt sich hier nachlesen: in-gl.de/2017/10/11/wohnungsbaugesellschaft-nicht-in-sicht/

  5. So so, die Verwaltung hat 20 Grundstücke vorgehalten, deren Existenz als Eigentum sie nie offenlegte. Was sollte mit diesen Flächen geschehen? Drauf sitzen bleiben, bis potente Entwickler im boomenden Immobiliengeschäft noch bessere Preise zahlen als heute? Welche Größenordnung mögen diese Grundstücke besitzen? Da lässt sich vermutlich vom FNP-E. noch einiges korrigieren, d.h. an Wohn-Potentialgebieten verringern, weil diese Grundstücke ja noch nicht im Plan berücksichtigt sind.

    Die vollmundig ausgesprochenen Überzeugungen von Bürgermeister Urbach, die man auch in Verbindung mit anderen Baustellen kennt, werden nun von seinem Adlatus missachtet. Der hat die ehemals riesigen neuen Wohnflächen im FNP-E. auch hinsichtlich “bezahlbaren Wohnraums” stets verteidigt und eine geplante, stadteigene Wohnbaugesellschaft in der Vordergrund geschoben. Das erweist sich jetzt als zu teuer und Fachleute, dieses Projekt zu stemmen, sind auch nicht angestellt.

    Dies alles wurde scheinbar erst jetzt in Vorbereitung der Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss herausgefunden, obwohl schon seit 2015 diskutiert wird. Erneut muss der Rat die Verwaltung ultimativ auffordern, die Hausaufgaben zu machen bzw. zu Entschlüssen zu kommen.

    Rolf Havermann
    BBi-Gl – Presse

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