Norbert Wette, Leiter der Wache Bergisch Gladbach der Kreispolizei RheinBerg

Wachleiter haben eine besondere Rolle. Sie sind verantwortlich, dass die Polizeieinsätze im Alltag schlagkräftig sind. Und sie repräsentieren die Polizei vor Ort. Für Bergisch Gladbach ist dieser Posten jetzt neu besetzt worden.

56 Jahre alt ist Norbert Wette, 40 davon hat er im Polizeidienst verbracht. In den vergangenen 13 Jahre war er Wachleiter in Untereschbach, jetzt übernimmt er diese Aufgabe in Bergisch Gladbach. Neben der Kreisstadt ist er damit auch für Odenthal und den südlichen Teil Kürtens verantwortlich. 

Wette folgt auf Norbert Knappe, der nach rund zehn Jahren in dieser Funktion jetzt in den Ruhestand geht, erläuterte Kreispolizeichef Gerhard Wallmeroth bei der Vorstellung am Donnerstag. Der Nachfolger Wettes in Untereschbach wird Markus Fischer, der zuletzt im internen Führungs- und Lagedienst der Kreispolizei tätig war.

Wette war nach dem Start bei der Polizei in Bensberg im Streifendienst unterwegs; danach hat er unter anderem in der Leitstelle, im Einsatzstab, in Overath und schließlich in Untereschbach gearbeitet.

In Bergisch Gladbach führt er jetzt zwölf Beamte des Bezirksdienst, die in konkreten Stadtteilen zugeordnet sind, und die etwas mehr als  60 Beamte, die in vier Schichten im Wach- und Wechseldienst eingesetzt sind. „Das sind die Leute, die bei jedem Anruf als erste raus, als erste reagieren müssen”, erklärte Walmeroth.

Neben der Kernaufgabe, der Führung seiner Einsatzkräfte, liege ihm die Rolle des „Regionalbeauftragten” besonders am Herzen, sagte Wette. Wie in Untereschbach will er auch in Bergisch Gladbach einen engen Kontakt zu den zuständigen Stellen in der Kommune, vom Bürgermeister über das Ordnungs- bis zum Jugendamt, halten, aber auch für alle anderen Institutionen und Bürger Ansprechpartner sein.

Die aktuelle Diskussion über die Sicherheit in Bergisch Gladbachs Innenstadt kenne er gut, betonte Wette. Schon am 23. April werde er an einer zweiten Besprechungsrunde mit der Stadtverwaltung teilnehmen, in der es um die vom 1. Beigeordneten Frank Stein ausgerufenen Sicherheitsoffensive geht. Die ohnehin schon enge Zusammenarbeit mit der Stadt weiter auszubauen sei für ihn eine größere Aufgabe. 

Hinweis der Redaktion: Unter dem Titel „Wie wird Bergisch Gladbach sicherer” findet am 25.4. um 19 Uhr im Wirtshaus am Bock der nächste politische Stammtisch des Bürgerportals statt. Für die Stadtverwaltung nimmt Frank Stein, für die Polizei Gerhard Wallmeroth teil; hinzu kommt ein Vertreter der Politik. Wenn Sie Fragen haben, kommen sie in den Bock und diskutieren Sie mit! Anmeldung erbeten

Nach Wettes Einschätzung ist es im Moment die Hauptaufgabe der Verantwortlichen, gemeinsam das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger zu verbessern. Es habe sich der Eindruck verbreitet, die Bürger seien in der Stadt nicht mehr sicher – was die objektiven Zahlen allerdings nicht hergeben würden. 

Eine Einschätzung, die auch Polizeichef Wallmeroth erneut vertrat. Natürlich gebe es immer wieder schlimme Gewalttaten. Man müsse aber jede für sich betrachten, ein Trend zu mehr Kriminalität sei nicht zu beobachten. Der Rheinisch-Bergische Kreis sei nach wie vor eine relativ sichere Region.

Zum schweren Angriff auf einen Passanten in der Hüttenstraße Anfang der Woche äußerte sich Wallmeroth nicht direkt, weil in der Sache die Kölner Kripo ermittelt. Hier handele es sich um eine der Taten, die völlig überraschend und unvorhersehbar auftaucht. Aber auch diese Taten habe es in der Vergangenheit immer wieder gegeben: „Absolute Sicherheit gibt es nicht”, konstatiert der Polizeichef.

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G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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