Ein ganz besonderer Apfelbaum steht im Mittelpunkt des traditionellen Apfelblütenfestes im Bergischen Museum in Bensberg. Er trägt sieben Apfelsorten, eine für jede Weltreligion. Bald soll er auch in Palästina blühen.

„Der Baum der Religionen“ hat seine Schönheit entfalten. Unterschiedliche Blüten zieren sein Geäst, an seinem hellen und schönen Platz im Garten des Bergischen Museums für Handwerk, Bergbau und Gewerbe. Traditionell bildet dieser Apfelbaum jeden Frühling den Mittelpunkt für das Apfelblütenfest, zu dem an diesem Sonntag Menschen vieler Nationalitäten zusammen kommen, sich bei duftendem Kaffee und leckerem Kuchen austauschen.

Organisiert wird das Fest vom „Mehrgenerationenhaus” der Gnadenkirche, mit Unterstützung des Integrationsrats.

Die folgende Bildergalerie gibt einen guten Eindruck vom Fest. Fotos: Helga Niekammer

Die Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Religionsgemeinschaften erläutern zu Beginn die Grundlagen der Religionen, die ein friedvolles Miteinander einfordern.

Der Baum der Religionen offenbart eine differenzierte Blütenpracht. Er ist Symbol für Völkerverständigung, für ein friedliches Zusammenleben der Religionen und der Integration. Jeder der sieben aufgepfropften Apfelsorten des Baumes steht für eine der sieben Weltreligionen: Hinduismus, Judentum, Zoroastrismus, Buddhismus, Baháí´, Islam, Christentum.

Geplant ist aktuell, in Palästina einen ebensolchen „Baum der Religionen“ zu pflanzen. Für dieses Projekt wurde im Verlauf des Apfelblütenfestes eine Sammelbox aufgestellt. Die Geldspenden werden allerdings aufgeteilt. Sie sind je zur Hälfte für die Realisierung des Apfelbaumes in Palästina und für die interreligiöse Arbeit in Bergisch Gladbach bestimmt.

Der Einladung zum Apfelblütenfest folgten neben den Vertretern der sieben Weltreligionen auch zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus der Kommunalpolitik. Unter anderem Josef Willnecker, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach und Stephan Santelmann, Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Blitz und Regen trübten das Fest kurzfristig nach dem offiziellen Teil. Viele der Gäste nutzten die Möglichkeit, sich im Museum umzusehen, erfuhren viel über Bergbau, Handwerk, aber auch die Lebensweisen der Bienen und ihre Bedrohung.

Mehr Informationen auf der Website: Baum der Religionen

Helga Niekammer

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

1 Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.