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Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

12 Kommentare zu “Geniestreich für die City? Busse raus, Kino rein”

  1. @Rolf Havermann:

    Das mit den Bussen haben Sie in der Tat ziemlich falsch verstanden, bitte nochmal nachlesen. Es soll nur noch eine Linie über die ‘Rampe’ vom Busbahnhof zur Paffrather Straße fahren – am Kreisel würden die meisten Linien halten, die jetzt noch die Haltestelle ‘Markt’ anfahren. Das wäre (rad-)verkehrstechnisch eine ziemliche Katastrophe, und es würde die Erreichbarkeit der Innenstadt erschweren, was für den Einzelhandel nicht förderlich wäre.

    Damit ist nicht gesagt, dass die Planung eines Kino-Neubaus an dieser Stelle falsch ist. Aber das zugehörige Verkehrskonzept ist nicht durchdacht und würde dazu führen, dass Menschen verstärkt mit dem Auto statt mit Fahrrad oder Bus in die Stadt kommen – also das genaue Gegenteil von intelligenter Verkehrsplanung.

  2. Beziehen Sie sich auf den Abschnitt? “Der neue Turbokreisel soll drei Bushaltestellen bekommen, dafür fallen sowohl die Haltestelle am Markt als auch die Busspur zwischen Villa Zanders, Stadthaus und Rathaus weg. Die Busse fahren über den Driescher Kreisel in die Stationsstraße zum Busbahnhof; nur der Bus Richtung Paffrath / Schildgen / Leverkusen fährt über die Rampe zur Paffrather Straße, alle anderen Busse wieder zurück über das Driescher Kreuz. ” Ich denke sie haben das etwas falsch gelesen.
    Mir fallen spontan Linie 227, 400,426 und ich glaube 453? ein die dann die drei Haltestellen nutzen werden müssen. Also alles was über Haupt/ Bensberger Str. und Schabels/Gohrmühle an ÖPNV fährt. Mit einer normalen Haltestelle ist das bei der derzeitigen Taktung kaum realisierbar. Teilweise müssen zwei Busse gleichzeitig unter kommen. Folge – Rückstau in den T-Kreisel.
    Gegen die Vision ist nichts ein zu wenden. Ansätze sind davon auch gut und richtig. Die kritische Anmerkung sei mir aber dennoch gestattet und man sollte frühstmöglich auf solche Probleme hinweisen. Sonst passiert es so wie am Driescher kreisel. Radfahrer komplett vergessen und mit einer lebensbedrohlichen Notlösung versucht was zu kitten. Dass Parkhaus ist am Forumspark allein wegen der Zufahrt besser aufgehoben und entzerrt den Verkehr um den Bereich Schnabelsmühle.

  3. Herr Mike Gürgens,

    habe ich den Text des Artikels so falsch verstanden? Soll nicht nur noch der Bus nach Paffrath, der auch anders geleitet werden könnte, am Markt halten? Muss eine städtebauliches Highlight zugunsten nur eines wenn auch stark vernachlässigten Teils der Bevölkerung weichen? Sollten nicht Visionen, deren Vorhanden sein in den Köpfen unserer Stadtpolitiker ansonsten schwer zu finden sind, einmal erlaubt sein?
    wo das hinführt, bleibt abzuwarten. Aber gleich am 1. Tag der Vorstellung eines solchen Vision alles strikt abzulehnen, scheint mir sehr voreilig. Dass für die Radfahrer im gesamten Stadtgebiet dringend mehr getan werden muss, steht außer Zweifel. Darüber aber eine solche Vision total zu negieren, halte ich für kleibürgerlich.

  4. Herrr Rolf Havermann,
    wenn sie sich die Ideen Skizze anschauen, erkennen Sie das direkt hinter dem T. Kreisel in höhe des jetzigen Stadthausparkplatzes eine Bushaltestelle entstehen soll. Der dortige Rad/Gehweg ist Benutzungspflichtig. Erst nach dem Stadthaus wird der Radfahrer zukünftig auf die Umweltspur geschickt oder darf wahlweise auf dem nicht benutzungspflichtigen Rad/Gehweg weiter fahren.
    Wie man auf der Skizze erkennt, wird der Geh/Radweg rechts direkt an der Haltestelle vorbei geführt.
    Wie es in Deutschland ja leider üblich ist, lässt man Radfahrer wieder bewusst in Bushaltestellen, wo wartende Fahrgäste sowie Ein/ Aussteigeverkehr herrscht hinein fahren.
    Haltestelle Poststraße zum Beispiel, wo diese Konflikte stattfinden sollte reichen um zu verstehen was ich meine. Es ist noch nicht so lange her, da war der Bereich auch noch Benutzungspflichtig.
    Gerade die Markthaltestelle ist stark frequentiert und teilweise stehen bis zu drei Busse aufgrund der Taktung gleichzeitig dort. So einen großen Warteraum wird man dort nicht realisieren können, um Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern zu vermeiden.

  5. Ein genialer Plan: Busse raus heißt letztlich doch Bürger raus, oder? Heute können die Bürger an der Haltestelle “Markt” mit dem Bus bis mitten ins Zentrum und in die Mitte der Fußgängerzone fahren. Nicht umsonst ist die Haltestelle “Markt” eine der am stärksten frequentierten Haltestellen in der Stadt. All diese Bürger sollen künftig zu Fuß vom Rand (z.B. von der anderen Seite der Gohrsmühle) in die Innenstadt laufen müssen – sehr Bürger- und Einzelhandels-freundlich!

    Und dies mit der Verkehrssituation auf der Stationsstraße zu begründen, stellt die Sache auf den Kopf: Nicht die Busse sind dort das Problem, sondern die Unmenge von Pkws. Konsequente Verkehrsentlastung muss hier anfangen!

  6. Und wieder kein sozialer Wohnungsbau, wenn es nach Herrn Wagner gehen würde. Der passt auch nicht an diese Stelle, sodass man von der Verwaltung fordern kann, in dieser Richtung endlich die mehrjährigen Versprechen mal anzugehen. Da ist bisher tote Luft, man gibt sich lieber solchen Luxusprojekten hin. Trotzdem kann man Visionen haben, an denen es gerade in Bergisch Gladbach fehlt.

    “Torsten” meint, im Parkhaus des Löwen wären ständig Plätze frei. Sicher nicht jeden Abend, wie ich erlebt habe, sondern oft ist alles besetzt. Außerdem stehen keine Plätze für 400 Autos zu Verfügung. Die ständen dann bei mittlerer Auslastung des Kinos überall, wo sie nicht gewollt sind.

    Herr Gürgens bedauert die Radfahrer, die es wirklich nicht leicht haben. Dieses Konzept der Verwaltung für die Hauptstraße scheint man sich in Schilda abgeguckt zu haben. Was er aber mit “3 Bushaltestellen in die benutzungspflichtigen Radwege” meint, ist mir schleierhaft. Vielleicht aber habe ich ja falsch gelesen, wenn ich davon ausgehe, dass bis auf den Bus nach Paffrath alle anderen sonst wo halten sollen und auch der könnte außen rum geführt werden. Polemik, auch wenn sie für die gebeutelten Radfahrer gelten soll, ist fehl am Platze. Gemeinsam muss die Kuh vom Eis, nicht nur für Zweiradfahrer ohne Motor.
    Außerdem ließe sich ein kleineres Parkhaus (200 Plätze) sicher anderswo bauen und dann käme vielleicht endlich ein Parkleitsystem nach BGL.

    Ich bin keineswegs wie Herr Wagner skeptisch in Bezug auf das Kino. Herr Brunotte hatte in Bensberg schon Erfolg. Das Einzugsgebiet an diesem neuen Platz wärfe wesentlich größer und wenn die Einzelhändler ihre Läden bis 22:00 Uhr geöffnet hielten, sind die meisten Filme längst zu Ende.

    Leider diskutieren wir maximal um ein mittelfristiges Objekt. Bis das alte Stadthaus darnieder liegt, vergehen noch 5 Jahre und nicht nur wir als Bevölkerung haben schon viele Pferde vor der Apotheke k . . . . n sehen.

  7. Es sind eine Reihe guter Ideen, aber in Bezug auf das Kino bin ich sehr skeptisch. Ob bei zunehmenden digitalen Unterhaltungsmöglichkeiten bis zu 900 Plätze für ein weiteres Kino in Bergisch Gladbach dauerhaft Interessenten finden werden bezweifle ich stark. Das Kino soll die Innenstadt beleben ? Ein nur abends , wahrscheinlich mäßig besuchtes Kino ist keine nenneswerte Belebung, vor allem KEIN hier so benötigter Frequenzbringer für den Handel der zur Kinozeit bereits geschlossen hat. Daraus ergibt sich auch, dass der Parkraumbedarf für ein Kino abends doch locker in der benachbarten Tiefgarage zu decken wäre. Bei der baulichen Ergänzung des Adenauerplatzes sollte man unbedingt den jetzigen architektonischen Charakter erhalten. Das auf dem Foto abgebildete Modell ist vielleicht preisverdächtig für ein Großstadtparkhaus, passt sich aber nicht an den vorhandenen Baustil an. Wie wäre es denn mit einem innerstädtischen Wohnhaus der gehobenen Klasse mit Shops, Cafe und Restaurant im Erdgeschoss. Das würde auch zu Geschäftszeiten Frequenz in die Fußgängerzone bringen und den Handel stärken. Eine innerstädtische Wohnlage am Adenauerplatz direkt am Stadtpark wäre sicher auch für überregionale Investoren interessant.

  8. Mike Gürgens hat Recht: Eine stark frequentierte Bushaltestelle, an der mehrere Linien halten, würde den Fahrradverkehr an dieser Stelle quasi unmöglich machen. Die gerade erst neugebaute Ost-West-Verbindung über die ‘Umweltspur’ fiele dadurch gleich wieder weg. Welche Alternative ist vorgesehen? Oder wurden Radfahrende (mal wieder) schlicht vergessen?

  9. Und wieder ist die gerade in Babyschuhen steckende Radinfrastruktur dahin, weil bei der ganzen Euphorie nur über PKW und maximal ÖPNV nachgedacht wird. Setzt ruhig drei Bushaltestellen in die benutzungspflichtigen Radwege, dann können und dürfen wir endlich wieder auf der Straße fahren ;-) Weitere Konfliktstellen zwischen Radfahrern und Fußgänger schaffen gehört ja zum Gesamtkonzept Mobilität in unserer Stadt. Die reguläre Umfahrung der FGZ gleich damit zu torpedieren – Klasse Plan und nur halbwegs durchdacht. Setzt bitte noch die Parkhauseinfahrt so, dass auch hier Rechtsabbiegeunfälle gleich vorprogrammiert werden!! Schwungvoll aus dem Turbokreisel ins Parkhaus!! Ob nun Kino oder Multifunktionshalle für Konzerte/ Musical/ Theater/ Kino oder Tanzveranstaltumgen. Lasst das Parkhaus dort weg und fördert den Umstieg auf andere Alternativen zum PKW. Ein Parkhaus am Forumspark macht dann mehr Sinn von der Zufahrt her. Das würde auch das Laurentiusviertel stärken

  10. Selten kommt ja von mir in der letzten Zeit Lob für die Stadtverwaltung und/oder den Rat, wenn es um die Nutzung von Flächen geht. Dieses Mal hat das “Zentralkomitee” sehr früh einen Plan ins Auge gefasst, die bald brach liegende Fläche des dann ehemaligen Stadthauses für städtebauliche Verschönerungen zu Nutzen. Wenngleich man vorschützt, das alles seine nur Ideen, so ist doch Architekt Zimmermann m.E. ein großer Wurf gelungen. Der schöne Entwurf lässt ein gewisses Großstadtfeeling aufkommen, das man in Bergisch Gladbach bisher vermisst. Auch die weiter gehenden Idee Herrn Zimmermanns lassen einen sehr interessanten Kern BGLs entstehen.

    Nur eine weitere Konzentration von verbrennungsmotogetriebenem Individualverkehr kann nicht Ziel einer Innenstadtplanung sein. Die Busse, hoffentlich bald mit Elektroantrieb oder ähnlichen, umweltfreundlicheren Motoren sollten weiterhin – und das in kurzen Takten – die Menschen zur Innenstadt bringen. So kann auch den eindrücklichen, eindeutigen Wünschen der Bevölkerung Rechnung getragen werden.

  11. Das neue Kino würde ich auch sehr begrüßen, die Parkplätze sehe ich etwas kritischer. Sie würden den Verkehr wieder in Richtung Markt leiten.
    Abends stehen in der Tiefgarage am Bergischen Löwen die Plätze leer, vielleicht reichen diese aus. Seit Jahrzehnten ärgere ich mich über die alten “Bausünden” am ansonsten schönen Marktplatz. GL hat gerade die Chance sich an einigen Stellen positiv zu entwickeln und die Bausünden der Vergangenheit zu korrigieren.

  12. Busse weg, Parkhaus hin – eine solche Planung führt fast zwangsläufig dazu, dass Kinogängerinnen und Einkäufer mit dem Auto kommen statt mit dem Bus. Ist das beabsichtigt?

    Davon abgesehen eine durchaus reizvolle Idee, die dem Marktumfeld mehr Leben geben kann.

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