Die Stadt und die Belegschaft müssen sich erneut auf einen neuen Hausherrn in der Papierfabrik Zanders einstellen: Insolvenzverwalter Marc d’Avoine verhandelt mit Interessenten – und will bis Ende des Jahres zu einem Abschluss kommen. Zu den potenziellen Käufern gehören einerseits Investoren mit einem strategischen Interesse an Zanders, aber auch Finanzinvestoren. 

Die Traditionsfirma befindet sich noch im Besitz der Münchener Beteiligungsgesellschaft Mutares. Ihr Geschäftsmodell ist es, angeschlagene Unternehmen zu kaufen, zu sanieren und wieder zu verkaufen – doch bei Zanders war das Konzept nicht aufgegangen. Drei Jahr nach dem Einstieg der Münchener meldete Zanders Insolvenz an, einer weiteren Führung des Unternehmens durch Mutares-Manager hatten der Gläubigerausschuss und das Gericht verhindert. Seither ist Insolvenzverwalter d’Avoine dafür zuständig, zu retten was noch zu retten ist.

D’Avoine hatte die bereits laufende Restrukturierung fortgesetzt, will Zanders aber möglichst rasch verkaufen – und sieht dafür gute Chancen. „Wir machen gute Fortschritte in den Sondierungen mit Interessenten”, erklärt d’Avoine in einer Pressemitteilung. Es gebe eine Vielzahl von Kontakten, mit einigen potenziellen Investoren habe er bereits konkrete Gespräche geführt. „Wir bleiben daher optimistisch, einen Abschluss noch in diesem Jahr zu erzielen,“ sagt der Verwalter.

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Das Insolvenzteam, zu dem neben d’Avoine mehrere Juristen aus seiner Kanzlei gehören, habe mit Unterstützung der Wirtschaftsberatung KPMG „weltweit sowohl Finanzinvestoren als auch strategische Investoren” angesprochen. Mit ausgewählten Interessenten beider Gruppen sei man bereits in eine eingehenden Risikoprüfung (Due-Diligence) eingetreten und führe derzeit Gespräche auf Manager-Ebene und Werksbesichtigungen durch.

Parallel zu den Verkaufsverhandlungen werde die Restrukturierung von Zanders vorangetrieben. Dabei seien in der Produktion bereits Effizienzsteigerungen erreicht werden. Der Vertrieb habe alle wichtigen Kunden halten können, zum Teil die Bestellmengen ausgebaut und Neukunden gewonnen. „Insgesamt befindet sich Zanders auf einem guten Weg“, sagt d’Avoine.

Redaktion

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2 Kommentare

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  1. Hier ist schon immer gemauschelt worden und so geht es weiter.
    Dann et hätt noch immer jot jejange.