Friedhelm Bihn, Eduard Kniffler, Bernd Martmann, Monika Irlenbusch, Holger Thien undLutz Urbach vor dem neuen Aufzug

Die Bauarbeiten im Rathaus sind abgeschlossen. Der neue Aufzug verbindet nun das Erdgeschoss mit der ersten Etage. Dennoch ist das Gebäude nicht vollständig barrierefrei. 

Ein großer Wunsch der Besucherinnen und Besucher des Rathauses Stadtmitte geht nun in Erfüllung: Ab sofort verbindet ein Personenaufzug das Foyer des historischen Rathauses in der Stadtmitte mit dem ersten Obergeschoss.

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Nicht nur die Besucherinnen und Besucher des Bürgermeisterbüros profitieren davon, insbesondere die mobilitätseingeschränkten Gäste der Brautpaare, die sich im Großen Ratssaal das Jawort geben, haben nun „freie Fahrt“ und müssen nicht mehr den beschwerlichen Weg über die lange Treppe antreten.

Der Einbau des Aufzuges ist expliziter Bestandteil der Zielvereinbarung zur Barrierefreiheit der städtischen Gebäude, die die Stadt mit dem Inklusionsbeirat geschlossen hat. Der Inklusionsbeirat war auch aktiv an der Planung beteiligt und brachte wertvolle Hinweise mit ein.

Impulsgebend für die konkrete Umsetzung war ein Antrag der CDU-Fraktion von März 2016. Beraten wurde das Thema in mehreren Sitzungen des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr. Im Frühjahr 2017 fasste der Ausschuss letztendlich den Maßnahmebeschluss.

Der für die Planung und Bauausführung zuständige städtische Immobilienbetrieb stellte im Zuge der Beratungen vier mögliche Varianten vor: So wurde ein gläserner Aufzug im Treppenhaus genauso wie ein Anbau an der Rückseite des Gebäudes in Betracht gezogen.

In der engeren Auswahl standen letztendlich zwei Varianten, die beide den Zugang vom Foyer aus vorsahen. Für erstere hätte das Besprechungszimmer der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und im Obergeschoss ein Raum des Schiedsmanns weichen müssen.

In der Version, die mehrfach überarbeitet und schlussendlich im Februar 2017 beschlossen wurde, ist der Lift auf der linken Seite des Foyers angesiedelt. Auch hier mussten Räume weichen; konkret fiel die Damentoilette im Erdgeschoss und die Küche in der ersten Etage dem Umbau zum Opfer. Ein Ersatz für die fortfallenden Nutzungen war in der Planung bereits eingearbeitet. Die Denkmalschutzbehörde gab für diese Lösung grünes Licht.

Auch eine behindertengerechte Toilette fehlte bislang im Rathaus. Bereits vor Beginn der Aufzugarbeiten wurde ein Technikraum im Erdgeschoss entsprechend umgebaut. Im Januar 2018 begannen dann die Arbeiten am Aufzugschacht.

Die kurze Treppe zu den Geschäftsräumen der CDU-Fraktion wurde zurückverlegt. Diese Verlagerung ermöglicht nun die direkte Anbindung des Aufzuges an die Eingangshalle im Erdgeschoss – eine pfiffige Idee aus den Reihen des Inklusionsbeirates.

Während des Aufzugbaus konnten sowohl der große Ratssaal als auch das Trauzimmer nicht genutzt werden – weshalb die Stadt ab Dezember 2017 einen alternativen Trauort im Kaminzimmer des Verwaltungsgebäudes der Papierfabrik Zanders anbot. Ab Oktober können nun wieder die Trauungen im historischen Rathaus stattfinden.

Die Lärmbelästigung der im Rathaus tätigen Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung hielt sich in Grenzen – in einigen Bauphasen war es allerdings notwendig, einzelne Dienststellen umzuquartieren. Das Pressebüro siedelte so von Frühjahr bis Frühsommer ins Gustav-Lübbe-Haus um, andere nahmen vorübergehend Telearbeit in Anspruch. Sowohl das Bürgermeisterbüro als auch das Ratsbüro verkrafteten den Lärm besser und hielten im Rathaus am Konrad-Adenauer-Platz die Stellung.

Der Aufzug allein ist noch nicht das Ende der Umbauten zur Barrierefreiheit. Ab Oktober wird im nächsten Schritt ein Zugang auf der Rückseite des Rathauses geschaffen. Wenn dieser fertig ist, können Besucherinnen und Besucher mit Beeinträchtigung oder Kinderwagen über den Charly-Vollmann-Platz ebenerdig in das Gebäude gelangen.

„Die Kosten liegen unter 500.000 Euro“, rechnet Co-Dezernent Bernd Martmann zusammen. Für die Umgestaltung der Außenanlage sind weitere 100.000 Euro angerechnet.

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