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Für Ulrich Zeuge ist Wein Leidenschaft. Über 800 Sorten hat das Bensberger Weinlädchen im Sortiment, und der Inhaber weiß, wie jede einzelne schmeckt. Daneben verkauft das charmante Lädchen Spirituosen, Käse, Delikatessen und Geschenke. Neben der guten Beratung ist Zeuge etwas sehr wichtig: eine angenehme Atmosphäre im Geschäft.

So altehrwürdige Schilder wie das des Bensberger Weinlädchens in der Schlossstraße sieht man heute nicht mehr oft. Die zwei Kelche des großen „W“ sind mit Weinrispen gefüllt. Unten im Schaufenster steht ein kleines Schild: „Wir akzeptieren noch Deutsche Mark!“

Der Blick wandert über die Glasscheibe und bleibt weiter oben an etwas hängen, das nicht so recht zum ersten Bild einer Art uriger Weinstube passen will: „Herzlich Willkommen“ steht da – auf Deutsch, Portugiesisch und Koreanisch.

„Das ist auch schon fast historisch“, sagt Ulrich Zeuge und lacht. Die Schriftzüge hat er zur Fußball-WM 2006 anbringen lassen. Damals war die brasilianische seleção im Schlosshotel Lerbach untergebracht, die Südkoreaner hatten ihr Quartier im Schloss Bensberg aufgeschlagen.

Zeuges Gruß zeigte Wirkung: Die brasilianischen Trainer kamen gegen Ende der WM zu einem Tasting vorbei, und die Südkoreaner deckten sich vor ihrem Rückflug mit Eiswein ein. Wie die internationalen Fußballer wohl das Bensberger Weinlädchen wahrgenommen haben?

Fünf Jahre vor der WM hatte Zeuge den Wein- und Feinkostladen in der Schloßstraße 31A übernommen. Er änderte erst einmal nicht viel.

Bis heute wird der Raum bestimmt von den dunklen Holzbalken, die die ursprünglichen Besitzer Anfang der 1980er Jahre eingebaut hatten. Sie ziehen sich über die ganze linke Wand; die darin eingelassenen hellen Holzbretter sind vom Boden bis zur Decke gefüllt mit Weinflaschen.

Hinweis der Redaktion: In der Serie „Bensberg entdecken” stellt das Bürgerportal mit der Interessensgemeinschaft Bensberger Handel (IBH) das vor, was die Bensberger City ausmacht: Gute, vielfach von Inhabern geführte Fachgeschäfte. Den Auftaktartikel „Bensberg startet neu durch” finden Sie hier.  

Wein ist, wie der Name schon sagt, das Herzstück des Geschäft. An die 800 Sorten aus aller Welt hat Zeuge im Angebot. „Wein ist für mich Leidenschaft“, sagt er. „Ich muss jeden Tag probieren.“

Davon profitieren seine KundInnen, denn: „Wir wissen genau, was wir verkaufen. Jeden Wein, den wir im Sortiment haben, haben wir probiert.“ Regelmäßig fährt Zeuge auf Weinreisen und sucht nach neuen Produkten. Kürzlich war er in Bordeaux. Drei Tage, unzählige Winzer, die Essenz des Besuchs wird bald in Bensberg stehen.

Eine Frau betritt den Laden. Sie sucht einen fruchtigen Rotwein, nicht zu trocken – „er soll nicht pelzig schmecken.“ Zeuges Mitarbeiterin zeigt ihr mehrere Flaschen, nach wenigen Minuten ist die Kundin fündig geworden.

Das ist einer der großen Vorteile des Einkaufens im Weinfachhandel: Nicht nur das Sortiment ist ausgewählt, sondern auch die Beratung. Die VerkäuferInnen filtern aus 800 Sorten genau die heraus, die dem gewünschten Geschmack entsprechen.

Hinzu kommt: Im Bensberger Weinlädchen kann man (fast) alles probieren. Das gilt nicht nur für die Weine und Schaumweine, sondern auch für die rund 100 Spirituosen und die 60 Sorten Käse.

Das Partnergeschäft in Refrath (bitte klicken)
Ulrich Zeuge führt neben dem Bensberger auch den Refrather Weinladen (Im Hilgersfeld 44, 51427 Bergisch Gladbach). Dort ist mehr Platz, für das Lager, aber auch für regelmäßige Seminare und Tastings. Zweimal im Jahr findet in Refrath die Hausmesse statt, bei der Winzer aus Spanien, Frankreich, Rheinhessen oder der Pfalz kostenlos ihre Weine ausschenken – das nächste Mal am 9. und 10. November.

Dazu gibt es hier viele weitere Delikatessen, Feinkost und Geschenke, von Olivenöl über Pasteten und Gewürze bis hin zu Honig, Schokolade und italienischen Knabbereien. Um nur eine Auswahl zu nennen.

Auf Wunsch wird alles liebevoll verpackt. Auch Präsentkörbe gestalten Zeuges MitarbeiterInnen.

Apropos MitarbeiterInnen: Einschließlich seiner Frau Ariane, die von Beginn an die gesamte Büroarbeit übernommen hat, besteht Zeuges Team aus acht Personen. Erstes Einstellungskriterium ist übrigens nicht Weinfachkenntnis – sondern Sympathie. „Das Wichtigste ist für mich die angenehme Atmosphäre im Geschäft“, sagt Zeuge.

Der gelernte Restaurantfachmann weiß, wovon er spricht. Er hat lange in den besten Hotels Europas gearbeitet, in London, Paris, Genf. Irgendwann war er die Arbeitszeiten leid, und in München ergab sich die Möglichkeit, einen Weinfachhandel aufzubauen. Nach sechs Jahren übernahm er die Geschäftsführung eines Weinhandels in Köln, 2001 dann das Bensberger Weinlädchen.

Das war für Zeuge auch eine Rückkehr in die Heimat. Er ist nämlich im Rheinland geboren, und es gefällt ihm immer noch hier. Vor allem die Menschen haben es ihm angetan.

Zeuge passt auch gut in die rheinische Umgebung: „Ich verbreite gerne gute Laune“, sagt er, „das mag ich am Dienstleistungsberuf.“ Er quatscht mit den Kunden, scherzt mit den MitarbeiterInnen und lacht viel.

Die Stimmung im Laden ist entsprechend locker. Auf den ersten Blick ein Kontrast zum traditionellen, eher dunklen Interieur. Aber wenn man genau hinsieht, ist der rheinische Frohsinn in vielen Details zu erkennen: Die Präsentkörbe, die von den Holzbalken an der Decke baumeln. Die künstlichen Reben und der Strohhut aus Südfrankreich, aufgehängt am langen Weinregal.

Oder die Tatsache, dass die vielen Weinsorten nicht nur das lange Regal füllen, sondern auch viele Holzkisten vor dem Regal (und zum Teil die Räume dazwischen).

Es ist auch diese charmante Imperfektion, die das Bensberger Weinlädchen liebenswert macht, gepaart mit dem breiten Angebot und der sachkundigen Beratung.

Doch Ulrich Zeuge fragt sich, wie lange es so weitergehen wird. Es gibt schon jetzt nicht mehr viele Weinfachgeschäfte. Seine Töchter werden das Geschäft nicht übernehmen.

Seine größte Sorge ist aber im Moment nicht die nächste Generation, sondern der Umbau der Schloßstraße. „Wir sind auf Parkplätze vor der Tür angewiesen“, sagt er. „Eine Kiste Wein nimmt man nicht in der Handtasche mit, die muss man direkt ins Auto laden können.“

Erstmal widmet er sich der Zukunft aber auf andere Weise: Das Bensberger Weinlädchen wird demnächst nicht nur mit einer überarbeiteten Webseite an den Start gehen, sondern auch mit einem Online-Shop. Nicht, dass das die Beratung vor Ort ersetzen würde. Aber dann können Zeuges KundInnen den Wein, den sie vorher im Geschäft ausgewählt haben, immer wieder bestellen. Auch ohne Kistenschleppen.

Bensberger Weinlädchen
Schlossstr. 31A, 51429 Bergisch Gladbach
Tel.: 02204 56434 – Mail: info@bensberger-weinlaedchen.de

Öffnungzeiten:
Mo – Do 9:30 – 19 Uhr
Fr 9 – 19 Uhr
Sa 9 -15 Uhr

Refrather Weinladen
Im Hilgersfeld 44, 51427 Bergisch Gladbach
Tel.: 02204 23947 – Mail: info@bensberger-weinlaedchen.de

Öffnungszeiten
Di -Fr 15 – 19 Uhr
Sa 10 – 15 Uhr

Mehr Infos zu beiden Geschäften: WebsiteFacebook

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Laura Geyer für die IBH

In dieser Serie stellt Laura Geyer in Kooperation mit der Interessensgemeinschaft Bensberger Handel (IBH) Geschäfte und Dienstleister in der Bensberger Innenstadt vor. Dabei handelt es sich um Werbung.

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