JuZe-Hopping? Was ist das denn? Diese Frage stellte sich eine kleine Gruppe aus fünf jungen Menschen mit Behinderung, alle zwischen 16 und 19 Jahre alt. Um herauszufinden, was es mit dem merkwürdigen Begriff auf sich hatte, gab es nur eine Möglichkeit: Hingehen und Ausprobieren!

Und so trafen sich die fünf Jugendlichen am UFO, dem Jugendzentrum in Bensberg. Damit war schon mal der erste Teil der Frage geklärt – JuZe steht natürlich für Jugendzentrum!

Im Ufo sollte es neben der Hausführung auch einen Workshop geben: Improvisationstheater. Zwei aus der Gruppe hatten schon Erfahrungen in der Theatergruppe des Cafe Leichtsinn „All Inklusiv!“ gesammelt und waren gespannt, wie es im Ufo sein würde. Die Antwort viel eindeutig aus: Daumen hoch für Britta und ihren Workshop!

Anschließend lernten die junge Leute, was es mit dem „Hopping“ auf sich hatte. Es fuhr nämlich an diesem Tag ein Extra-Bus vor und sammelte alle vor dem Ufo ein, die zum nächsten Jugendzentrum, dem Krea Jugendclub in Refrath, wollten.

Insgesamt fuhr der Bus an dem Nachmittag in drei Runden die sechs städtischen Jugendzentren an – und so konnte man von Jugendzentrum zu Jugendzentrum hüpfen. Das also war JuZe-Hopping! Ganz einfach, und es klappte auch den ganzen Tag zuverlässig.

Im Krea Jugendclub in Refrath angekommen hieß es für unsere Gruppe erst einmal, sich dort zurechtzufinden. Das ist für Kinder und Jugendliche mit Behinderung gar nicht so einfach. Sie brauchen eine aktive Willkommenskultur, und die stand nun auf dem Prüfstand.

Aber nach dem Besuch hieß es auch dort: Alles super, von der Begrüßung über die Begleitung bis hin zu den sehr coolen Aktionen und dem Fußballspiel mit dem Praktikanten.

Als letzte Station steuerten die Fünf dann, wieder per Bus, das Cross in Gronau an. Auch dort hatte die Gruppe eine Stunde Zeit, sich aktiv zu beteiligen, aber auch zu schauen, wie sie aufgenommen wurde und wie sie sich beteiligen konnte.

Wie schon die beiden anderen Jugendzentren zuvor, bekam auch das Cross eine super Bewertung. Den Jugendlichen gefielen besonders das Boxen und andere sportliche Angebote rund ums Haus.

Gruppe prüft Jugendzentren auf Inklusionstauglichkeit

Die Gruppe war übrigens nicht ganz zufällig zusammen unterwegs. Sie hat sich für das Projekt „InBeCo“ zusammengefunden und hat dort die Funktion eines Beirates.

Bei InBeCo geht es um mehr inklusive Sport- und Freizeitmöglichkeiten im Rheinisch-Bergischen Kreis. Und getreu dem Motto „Nicht ohne uns über uns“ ist das Team angetreten, nach Chancen und Möglichkeiten, aber auch nach Barrieren im Freizeitbereich zu suchen.

In einem Fragebogen, den die Teilnehmer*innen anschließend für das JuZe-Hopping ausfüllten, erhielten die besuchten Jugendzentren alle den Vermerk: Da kann man hingehen und Spaß haben – auch mit Behinderung!

Für die nächsten zwei Projektjahre stehen dann noch der Besuch des FrESch in Schildgen und des Q1 im Zentrum aus. Denn dazu hatte die Zeit nicht mehr gereicht.

Wer mehr über das Projekt InBeCo in Trägerschaft der Katholischen Jugendagentur erfahren will oder mitmachen möchte, kann sich hier informieren: www.inbeco.de. Auch wer sein Sport- oder Freizeitangebot von dem Team auf Inklusionstauglichkeit hin prüfen lassen möchte, kann sich dort melden.

Weitere Beiträge zum Thema:

InBeCo bildet junge Inklusionshelfer aus

InBeCo: KJA treibt Inklusion in der Freizeit voran

.

PDFDrucken

InBeCo

InBeCo – die „Servicestelle Inklusion, Beratung, Coaching” (in Trägerschaft der Katholischen Jugendagentur) bietet eine offene Beratung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung und deren Bezugspersonen an. Dabei geht es vor allem um inklusive Freizeitmöglichkeiten im Rheinisch-Bergischen Kreis.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.