Lydia van Aaken, Helga Bernhauser, Barbara Schäfer, Jasmin Feß, Doro Dietsch, Andrea Steinert, Daniela Meurer

Einen zum Teil neuen Vorstand hat die Frauen Union Bergisch Gladbach gewählt. Bei der Mitgliederversammlung erläuterte Andrea Steinert, warum sie für die CDU ins Europaparlament strebt.

Zahlreiche engagierte und kompetente Frauen haben sich zur Mitgliederversammlung der Frauen Union Bergisch
Gladbach im Restaurant „Zur Quelle der Strunde“ zusammen gefunden. Bei den Wahlen zum Vorstand der Frauen Union Bergisch Gladbach wurde die 31-jährige Unternehmensberaterin Jasmin Feß in ihrem Amt als Vorsitzende der Frauen Union Bergisch Gladbach bestätigt.

Doro Dietsch (Mitarbeiterin im Landtagspräsidium des NRW Landtags) wurde als Stellvertreterin bestätigt. Barbara Schäfer
(Beraterin und Gründerin des Bundesverbandes der Frau im freien Beruf und Management) wurde erstmals zur weiteren
Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Lydia van Aaken (Rechtsanwältin) wird zukünftig Schriftführerin sein. Andrea Steinert (Hochschuldozentin) wurde zur Mitgliederbeauftragten gewählt. Weiterhin wurden Helga Bernhauser und Daniela Meurer in den Vorstand gewählt.

Für einen höheren Frauenanteil auf allen Ebenen

In ihrem Bericht sagte Feß:

Jasmin Feß

„Natürlich hat die Frauen Union als politische Organisation auch die letzten Wahlkämpfe für unsere Kandidaten mit begleitet. Wir wollen aber auch mehr kompetente Frauen in hauptamtlichen Positionen sehen. Dies muss das Anliegen einer jeden Volkspartei sein, wenn es diese heute Angesichts der schlechten Wahlergebnisse für die etablierten Parteien überhaupt noch gibt.

Es ist immer ein mutiges Zeichen, wenn Frauen antreten. Im Deutschen Bundestag liegt der Frauenanteil übrigens immer noch deutlich unter 1/3. Wobei die CDU/CSU Fraktion lediglich auf 19 % kommt. Dies sind nochmals deutlich weniger Frauen als in der Legislaturperiode zuvor. Auch im Vergleich zu anderen Parteien mit gut 60 % eine durchaus ausbaufähige Basis. Wir wollen zukünftig nicht nur die klassischen Frauenthemen diskutieren, sondern uns auch mit den aktuellen politischen Fragestellungen befassen, die uns alle bewegen.

Auch der Frauenanteil im EU-Parlament ist stark ausbaufähig. Der Frauenanteil im derzeitigen EU-Parlament liegt knapp über einem Drittel. Deutschland befindet sich mit 35 weiblichen von insgesamt 96 Abgeordneten im europäischen Mittelfeld. Für die Bundesrepublik zogen 2 weibliche Abgeordnete weniger als nach der letzten Europawahl von 2009 ins EU-Parlament. Die CDU brachte es nur auf 7 Frauen bei 35 Mandaten (20%).

Unser Mitglied Andrea Steinert möchte sich um einen aussichtsreichen NRW Listenplatz zur Europawahl, für das schöne
Bergische Land, bewerben. Bei der derzeitigen Lage in Bayern und den zwei dort dominierenden Männern und ihren Personaldiskussionen, sind die zukünftigen Wahlergebnisse derzeit jedenfalls alles andere als sicher.

Jedenfalls dürfen wir der Politikverdrossenheit nicht weiterhin Vorschub leisten, durch das Übergehen eines wichtigen Teils der Bevölkerung. 2020 stehen die Kommunalwahlen in NRW vor der Tür. Auch hier sind Frauen wieder gefordert.“

Schließlich ging Feß auch auf die aktuelle Situation ein:

„Ignorieren dürfen wir die aktuellen Entwicklungen nicht. Wir müssen in Wahrheit über Mängel der Politik diskutieren. Politik braucht Kritik, um sich positiv zu verändern. Wir Frauen können dabei mit unseren positiven auch vermittelnden Eigenschaften helfen, die Politik auf den richtigen Weg zu bringen.“

Abschließend forderte Feß die Frauen Union zu einem verstärkten und nachhaltigen Engagement für Frauen in hauptamtlichen politischen Mandaten auf. Denn die Unterstützung von erfahrenen und geeigneten Kandidatinnen sei eine der Kernaufgabe der Frauen Union.

Andrea Steinert stellt sich vor

Andrea Steinert

Nach den Vorstandswahlen stellte sich Frau Andrea Steinert den anwesenden Frauen ausführlich vor. Sie möchte sich um einen aussichtsreichen NRW Listenplatz zur Europawahl, für das Bergische Land, bewerben. Bereits am 24.10.2018 soll dazu ein Kreisparteitag in Leichlingen stattfinden, wo sich Steinert vorstellen wird.

Die finale Entscheidung über die Zusammenstellung der Landesliste fällt allerdings erst auf der Landesvertreterversammlung der CDU Nordrhein-Westfalen am 26.01.2019, da nur diese satzungsgemäß legitimiert ist eine Entscheidung zu treffen.

Frau Andrea Steinert (52) ist Betriebswirtin und Hochschuldozentin, seit rund 4 Jahren CDU Mitglied und im Vorstand der Frauen Union aktiv. Sie ist politisch erfahren, war Direktorin des Amerika Hauses und ist aktuell Leiterin des Arbeitskreises Europa der hiesigen CDU.

In Ihrer Vorstellung sagte Steinert:

„Die politische Situation in Europa und in Deutschland ist angespannt. Wir stehen aktuell
nicht gut da. Es ist viel Vertrauen verloren gegangen. Überall beginnt es zu bröckeln und die Volksparteien haben es
schwer, sich gegen die Parteien von links und rechts zu behaupten. Dieser Entwicklung möchte ich mich massiv entgegenstellen. Ich habe international gelebt und gearbeitet. Ich bin 52 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Als Hotelfachfrau und Betriebswirtin arbeite ich aktuell als Dozentin.

Durch meine Arbeit als Hochschuldozentin, bei der ich täglich mit internationalen Studenten in Kontakt komme sowie meine vorherige Tätigkeit als Direktorin des Amerika Haus e.V. Nordrhein Westfalen ist mir täglich bewusst, wie wichtig Europa ist.
Unser wichtiger Partner, die USA, haben seit der Präsidentschaft Trumps eine neue Ausrichtung erfahren, die wir uns vor wenigen Jahren nicht hätten vorstellen können und die uns vor neue Herausforderungen stellt, denen wir nur mit einem geeinten und starken Europa begegnen können.

Ich möchte mich für ein Europa einsetzen, dass an den Herausforderungen der Zukunft gemeinsam arbeitet: Digitalisierung, gemeinsame Außenpolitik, Sicherung der Außengrenzen, Klima- und Energiepolitik, Ausbildungsprogramme, Infrastruktur und gemeinsame Zuwanderungspolitik, gerechte EU-Steuerpolitik und Bürokratieabbau.

Dabei fühle ich mich den Leitsätzen der CDU mit dem Prinzip der Subsidiarität, nach dem die Europäische Union nur dort tätig wird, wo die einzelnen Mitgliedstaaten, Regionen oder Kommunen die gewünschten Ziele nicht alleine erreichen können, verpflichtet.

Persönlich ist mir der Dialog mit Bürgern, Wirtschaftsunternehmen, Handwerksbetrieben, Bildungseinrichtungen, Bürgermeistern, Landräten und Bildungseinrichtungen in meiner Heimat wichtig, die hier großartige Arbeit leisten. Ich möchte wissen, wo der Schuh drückt und mich für die Anliegen der Menschen einsetzen und diese nach Europa tragen.

Denjenigen, die einfache Lösungen für komplizierte Fragen versprechen und die Europa zurück in Kleinstaaterei führen wollen, möchte ich mich entgegenstellen. Um diesen Kräften am linken und rechten Rand zu begegnen, bedarf es einer starken CDU.

Wir blicken auf mehr als 70 Jahre Frieden, Freiheit und Wohlstand zurück. Im nächsten Jahr feiern wir nicht nur den 70. Jahrestag unseres Grundgesetzes sondern auch 30 Jahre Mauerfall. Unsere Kinder und die nachfolgenden Generationen haben es verdient, dass wir uns für den Erhalt dieser Werte und ein stabiles Europa einsetzen.

Wir sollten uns nicht die Frage stellen, wie wir Leben werden, sondern wie wir leben wollen. Dazu möchte ich Verantwortung
übernehmen und meinen Beitrag leisten für die Menschen in meiner Heimat.“

Ein Gespräch mit Armin Laschet

Im Anschluss berichtete Frau Ursula Schmidt-Goertz (95 Jahre, 70 Jahre CDU-Mitglied, ehemalige Kreiskulturreferentin und Autorin, z.B. Bergischer Kalender) ausführlich von ihrem anregenden Treffen und ihrem Gespräch mit unserem Ministerpräsidenten Armin Laschet.

Schmidt-Goertz: „Früher waren wir als Frauen in der Politik natürlich begehrt. Die Männer haben sich gerne mit uns geschmückt.“ Auch heute sollten sich Frauen wieder aktiver einbringen und zwar nicht nur zum Schmuck, so Frau Schmidt-Goertz.

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