Über 100 alte Fotos und Postkarten aus Schildgen erhielt das Himmel un Ääd auf einen Aufruf hin, 52 davon hat das Team des Begegnungscafés zu einem Nostalgiekalender für 2019 zusammengestellt. Das alte „Schildchen“ gehörte übrigens nur teilweise zu Bergisch Gladbach.

„Genau genommen ist unser Titel unvollständig“, sagt Achim Rieks vom Begegnungscafé Himmel un Ääd (H&Ä). Der Nostalgiekalenders 2019 heißt „Schildgen wie es war“,  die Kalenderblätter zeigen aber auch historische Szenen aus dem Ortsteil Katterbach.

Die Geschichte erklärt, warum: Das seinerzeitige „Schildchen b. Bg. Gladbach“ – so der Postkartentitel auf der Vorderseite des Kalenders – gehörte früher zum Gemeindegebiet Odenthal und kam erst mit der kommunalen Gebietsreform in den 1970er Jahren zu Bergisch Gladbach. Das heutige Schildgen aber gehörte teilweise zu Katterbach.

Himmel un Ääd war in Schildgen, Irish Pub in Katterbach

Die Gemeindegrenze verlief entlang der Reuterstraße, heute Voiswinkeler Straße. Von der Kreuzung Altenberger-Dom-Straße kommend war die linke Seite der Voiswinkeler Straße Gemeindegebiet Odenthal, die rechte Straßenseite gehörte zu Katterbach – und damit zu Bergisch Gladbach.

Im Bereich der Altenberger-Dom-Straße verlief die Grenze so, dass das H&Ä-Café noch zu Schildgen gehörte, während der Irish Pub wenige Häuser weiter schon Katterbach war – genauer gesagt „Kempen 1“.

Für Interessierte sind im Kalenderanhang die Namen der früher mit größerem Abstand benachbarten „Orts- oder Hofschaften“ aufgeführt. Einige dieser Namen finden sich heute teilweise in den Straßennamen wieder: z.B. Fahner Weg, Nittumer Weg, Unterscheider Weg, Kempener Straße, Sträßchen Siefen und Seelsheide.

Da dem Himmel-un-Ääd-Team immer wieder Fragen zur Geschichte von Schildgen gestellt, aber auch viele informative Details bekannt wurden, keimte die Idee, die Alteingesessenen um ihre Erinnerungen und Bilder aus „alten Tagen“ zu bitten.

Der Aufruf nach historischen Fotos, Bildern und „alten Geschichten“ war erfolgreicher, als die Initiatoren zu hoffen gewagt hatten; die positive Resonanz, die große Offenheit und Unterstützung haben das Team bestätigt und sehr gefreut. Viele „alte Schildgener“ haben in ihren Alben, Schubladen und Schränken gekramt, so dass am Ende über 100 wunderbare alte Ansichten, Postkarten und Fotos zusammen kamen.

Über 100 Fotos, über 100 Geschichten

Aber nicht nur die historischen Ansichten waren beeindruckend: „Hinter jedem dieser Bilder stehen interessante und spannende Geschichten, die wir erfahren durften und die zu erzählen abendfüllend wäre“, so Achim Rieks.

Die kleine H&Ä-Auswahljury hatte also die Qual der Wahl; aus anfänglich einem, vielleicht auch zwei Bildern pro Blatt, sind es nun bis zu fünf geworden.

Insgesamt zeigen im hochwertig gedruckten Kalender im DIN-A3- Querformat 52 Bilder einen großen Querschnitt aus „Schildgen wie es war“: teils (noch) bekannte, aber auch heute schon fast vergessene Schildgener und Katterbacher Szenen.

Das Himmel un Ääd Begegnungscafé wünscht allen viel Freude mit dem vorliegenden Schildgen-Kalender: den Alteingesessenen viele „Ach ja“-Erlebnisse, den Neuzugezogenen ebenso viele „Ah, so sah das also aus“-Eindrücke und bedankt sich bei allen Bildgebern mit einem Kalender.

Der Kalender ist ab dem 14. November für 16,80 Euro im Himmel un Ääd zu kaufen.

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Himmel un Ääd

Himmel un Ääd ist das ökumenische Begegnungscafé in Schildgen. Sie finden uns auf der Alteberger-Dom-Str. 125

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