Zanders soll offenbar an eine norwegisch-schwedische Investoren-Gruppe verkauft werden, die sich auf den Neustart von Spezialpapier-Fabriken spezialisiert hat. Das berichtet der Kölner Stadt-Anzeiger.

Die Investoren-Gruppe werde vom Norweger Terje Haglund angeführt. Sie hatte erst im vergangenen Sommer in Belgien in der Stadt Virginal-Samme die seit zwölf Monaten still stehende Papierfabrik Idempapers gekauft und im August unter dem Namen „Virginal Paper“ neu gestartet

Nach Angaben des Branchenblatts Printweek sind auch der belgische Staat und ehemalige Manager an der neuen Firma beteiligt. Die skandinavische Investorengruppe werde vom schwedischen Kapitalgeber Avida Finans unterstützt.

Bei der Sanierung des Unternehmens war der Mitarbeiterstamm von 360 auf 70 reduziert worden, berichtet das Branchenblatt Printweek – um dann wieder auf 120 Leute aufgebaut zu werden.

Torje Haglund ist bei Virginal Paper Vorstandschef; er hat nach eigenen Angaben mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Branche. Seine Gruppe hatte bereits die schwedischen Papierfabrik Lessebo saniert, zudem war sie in Norwegen und Estland aktiv.

Haglunds Konzept bei Virginal ist es, mit den alten Produktionsanlagen ein völlig neues Unternehmen aufzubauen und sich ganz auf Spezialpapiere zu konzentrieren – wie Zanders auf hochwertige Etiketten und Verpackungen. Idem Papers war 1834 gegründet worden und hatte in Spitzenzeiten eine Kapazität von 200.000 Tonnen Papier pro Jahr.

Bei Zanders hatten nach Angaben des KSTA am Montag mehrere Informationsveranstaltungen für die Mitarbeiter stattgefunden. Eine offizielle Bestätigung über die Identität der Investorengruppe gibt es bislang nicht, auch die Frage der Gründung einer Transfergesellschaft ist offiziell weiter offen. Das hatte der Stadt-Anzeiger am Montag berichtet, die Zahl der Mitarbeiter bei Zanders solle auf rund 280 gedrückt werden. Zum Beginn der Insolvenz hatte das Unternehmen rund 500 Beschäftigte.

Redaktion

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1 Kommentar

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  1. Es ist traurig mit anzusehen wie ein mit know hoff versehenes alt eingesessenes Unternehmen vor die Wand gefahren wird.