Sechs Jugendliche und junge Männer im Alter von 13 bis 24 Jahren haben am Montag in mindestens drei Fällen Schüler eingeschüchtert und beraubt. Die Polizei sucht nun nach weiteren Geschädigten. 

Nach Angaben der Polizei haben sich am Montag kurz nach 18 Uhr vier Schüler im Alter von 14 und 15 Jahren gemeldet. Sie seien auf dem oberen Parkdeck der RheinBerg Passage in der Johann-Wilhelm-Lindlar-Straße von sechs jungen Männern überfallen geworden.

Sie seien zunächst geschubst, dann geschlagen und  zum Teil durchsucht worden. Dabei wurden Handys, Schülerausweise, eine Uhr und eine Geldbörse erbeutet. Die Täter seien durch das Treppenhaus in Richtung Busbahnhof geflohen. Auf dem Weg nach unten beraubten sie zwei 13-Jährige um 30 Euro.

Nur 20 Minuten später alarmierte ein weiterer Jugendlicher die Polizei. Eine Person offenbar der selben Gruppe habe ihm in der Unterführung an der Steinstraße in Bensberg zehn Euro gewaltsam aus dem Portmonee genommen.

Wenig später nahm die Polizei an der Wipperfürther Straße sechs Tatverdächtige fest, die offenbar auch für die Überfälle in Gladbach verantwortlich waren.

Dabei habe es sich um junge Männer im Alter von 13, 16, 17, 18 und 24 Jahren gehandelt. In der Pressemitteilung nennt die Polizei die „Herkunft” der Verdächtigen: deutsch, iranisch und syrisch.*

Auf Nachfrage ergänzt die Polizei, dass es sich um einen Deutschen, zwei Syrer und drei Iraner handelt. Zwei von ihnen seien in Wipperfürth gemeldet, zwei in Bergisch Gladbach.

Nach einer ersten Klärung des Sachverhalts wurden die (minderjährigen) Verdächtigen von ihren Erziehungsberechtigten abgeholt bzw. auf freien Fuß gesetzt. Sie müssen jetzt mit einer Anklage rechnen, der Tatvorwurf lautet Raub.

Aufgrund von Zeugenaussagen vermutet die Polizei, dass diese Gruppe noch mehr Straftaten dieser Art begangen hat. Daher bittet sie  Geschädigte, ich umgehend unter der Telefonnummer 02202 2050 zu melden.

*Hinweis der Redaktion: Wir nennen die Nationalität oder Herkunft von Tatverdächtigen in der Regel nicht. Ausnahme sind Fälle, in denen ein begründetes öffentliches Interesse besteht. Das ist hier gegeben, vor dem Hintergrund der Debatte über Straßenkriminalität vor allem im Bahnhofsumfeld (siehe unten). Damit folgen wir einer Empfehlung des Pressekodex des Presserats (12.1)

Hier finden Sie die Pressemitteilung der Polizei

Weitere Beiträge zum Thema:

Noch sicherer ist es nur in Höxter und Lippe

Stadt verteidigt Einsatz von privaten Sicherheitsdienst

Mehr Sicherheit, mehr Sauberkeit, höhere Steuern?

Von geladen bis nachdenklich: Stimmung am Stammtisch

Bergisch Gladbachs gefährlichste Straße

.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

2 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Ich denke wir brauchen schnell einen neuen Bürgermeister, der alle überlässt seine Bürger dem Verbrechen und unternimmt wie immer nichts.