Der Grandseigneur des Kölner Karnevals, Ludwig Sebus, erwies der Seniorenunion Bergisch Gladbach seine Ehre. Die Mitglieder freuten sich über „Verzällcher“ und kölsche Lieder. Am Schluss trug Sebus sein neuestes Stück vor.

Die Mitglieder und Gäste erlebten mit dem Grandseigneur Ludwig Sebus einen fröhlichen Nachmittag im Restaurant-Hotel-Cafè Gronauer Tannenhof. Der kölsche Krätzchensänger, Komponist und Textdichter brachte aus seinem reichen Fundus der Erinnerungen so manch erheiternde Anekdote zu Gehör.

Manfred Klein begrüßte Ludwig Sebus herzlich. Er entschuldigte die Abwesenheit der führenden Politiker der Stadt und freute sich, Heinz Monheim, Mitstreiter im Kölner Karneval, begrüßen zu können. Dieser erinnerte Sebus daran, dass der ihm bei seinem ersten öffentlichen Auftritt mit Rat und Tat zur Seite gestanden hatte.

Ludwig Sebus kam 1949 aus der Gefangenschaft zurück nach Köln. Er fand sofort Gefallen am Karneval und erklärte ihn zu seinem Hobby. Schon früh hatte er seine ersten Auftritte im damaligen Williamsbau. Sein Lied „Jede Stein in Kölle es e Stöck vun dir“ gefiel dem damaligen Bundeskanzler Konrad Adenauer so gut, dass er ihn bat, es anlässlich einer Ehrung von Sibille Hartmann, damaliges Mitglied des Kölner Stadtrates und Mitbegründerin der CDU, für sie vortragen zu dürfen. Zum Dank nahm Ludwig Sebus an der Veranstaltung teil.

Schmunzelnd beförderte er unseren Vorsitzenden zum „ Toninspektor“ und bat ihn, ein weiteres Lied über den Brunnen am Dom einzuspielen, den „Drügge Pitter“, ein Geschenk des damaligen Kaiserhauses an die Stadt Köln. Es folgten besinnliche Stücke wie „Wenn et Naach wööd üvver Kölle“ und „De schwazze Madonna en de Kupferjass“.

Sebus erinnerte an die „Rievkoochebud om Alder Maat“, und daran, dass ihn Kardinal Frings mit „Johanna Sebus“ in Verbindung brachte, einer Retterin in der Ballade von Goethe.

Witze über „Schwiegermütter“ lehnt er ab. Er erfuhr auf einer seiner Reisen nach Korea, dass mit „Heino“ keineswegs der Name des Sängers gemeint ist, sondern dass das bedeutet: „Jeder Mensch ist anders“.

Die Zeit verging wie im Flug, und die Besucher folgten Ludwig Sebus mit Begeisterung. Zum Abschluss trug er seinen neuen Song vor: „Ich dät et alles su widder dun“. Sein Fazit lautet: Ich bereue nichts. Dabei haben Familie und Freunde, aber auch sein Glaube geholfen. Er bedankte sich für die Einladung, und Manfred Klein verabschiedete ihn unter dem anhaltenden Applaus von nahezu 70 Besuchern.

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