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Etwa 265 Arbeitssuchende erhalten künftig besondere Unterstützung. Der Bund fördert ein Modellvorhaben zur Bewältigung gesundheitlicher Probleme, 11 Millionen Euro gehen ans Jobcenter Rhein-Berg.

Das Jobcenter Rhein-Berg wird Arbeitsuchende künftig aktiv und umfassend unterstützen bei der gesundheitlichen Vorsorge und bei der Bewältigung von gesundheitlichen Problemen. Mit insgesamt etwa 25 Mio. Euro fördert der Bund ein Modellvorhaben, das das Jobcenter Rhein-Berg gemeinsam mit dem Projektpartner Jobcenter Kreis Recklinghausen entwickelt hat.

Gesundheitliche Einschränkungen sowie drohender oder beginnender Rehabilitationsbedarf stehen häufig einer erfolgreichen Vermittlung in Arbeit entgegen. Sie belasten die Betroffenen und ihre Familien in einer schwierigen Situation zusätzlich. „Wir wollen einen neuen Weg gehen und erproben, wie wir diesen Menschen besser helfen können“, sagt Michael Schulte, Geschäftsführer des Jobcenters Rhein-Berg.

„Ich freue mich sehr, dass unsere moderne Herangehensweise für eine Förderung ausgewählt wurde und wir die beträchtlichen, zusätzlichen Mittel zur Unterstützung der Menschen im Kreis Recklinghausen erhalten“, sagt Dominik Schad, Leiter des koordinierenden Jobcenters Kreis Recklinghausen.

Persönlicher Förderplan für bis zu 12 Monate

Dies wird in einem bis zu zwölf Monate umfassenden Förderplan gemeinsam mit den Arbeitssuchenden und einem Netzwerk von beteiligten Fachkräften und -stellen geschehen. Wer diese Unterstützung benötigt, soll sie aus einer Hand und in einem auf die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmten Prozess erhalten. „Ziel ist es, die Teilnehmenden zu stabilisieren und zu stärken sowie ihre beruflichen Chancen zu verbessern“, sagt Michael Schulte.

Mit einem Anteil von rund 11 Mio. Euro kann das Jobcenter Rhein-Berg künftig pro Jahr etwa 265 Arbeitsuchende, die auf die Grundsicherung angewiesen sind, dabei unterstützen, ihre Erwerbsfähigkeit wiederzuerlangen oder sie zu erhalten. Das Modellvorhaben läuft über fünf Jahre. Es wird im Rahmen des Bundesprogrammes „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“ vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales finanziert.

„Mit der Zusage können wir nun gemeinsam mit dem Jobcenter im Recklinghausen beginnen, die für die Umsetzung benötigten Strukturen aufzubauen, notwendige Ausschreibungen vorzubereiten und Partner zu gewinnen“, sagt Michael Schulte. Starten wird das Modellvorhaben, für das bundesweit 97 Anträge eingereicht wurden, im Rheinisch-Bergischen Kreis voraussichtlich Ende des Jahres.

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