Der größte Ortsverband der CDU schlägt den Bauingenieur Oliver Renneberg als Kandiaten für das Bürgermeisteramt vor – und fordert damit Christian Buchen, den bisher einzigen bekannten Kandidaten heraus. 

Im September 2020 wird ein neuer Stadtrat und ein neuer Bürgermeister gewählt, denn Amtsinhaber Lutz Urbach tritt nicht ein drittes Mal an. Nach wie vor hat die CDU die besten Chancen, diesen Posten erneut zu besetzen – und hier kommt es jetzt zu einer Kampfkandidatur.

Christian Buchen, IT-Manager und trotz seines noch jungen Alters ein langjähriges Ratsmitglied, hatte als erster seine Kandidatur erklärt. Bei der SPD denkt Kämmerer Frank Stein über eine Kandidatur nach, die anderen Parteien haben sich noch nicht geäußert.

Jetzt kommt der CDU Ortsverband Stadtmitte, Sand, Hebborn, Rommerscheid aus der Deckung und empfiehlt den 53-jährigen Bauingenieur Oliver Renneberg als Bürgermeisterkandidat. In einer Ortsverbandssitzung hätten sich die Mitglieder des Ortsverbandsvorstandes einstimmig für die Kandidatur Rennebergs ausgesprochen, teilt der Ortsverband jetzt mit.

Die Entscheidung wird am 6. November 2019 bei der Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbands im Bergischen Löwen fallen.

Ulrich Gürster begründet das Votum des Ortsverbands Stadtmitte, dem er vorsteht:  „Oliver Renneberg ist als Bergisch Gladbacher vielen Bürgerinnen und Bürgern durch seine Tätigkeit als Ratsmitglied bekannt und vor allem in den Stadtteilen Stadtmitte, Sand, Hebborn und Rommerscheid gut vernetzt.“

Renneberg selbst sieht sich vor allem aufgrund seiner beruflichen Erfahrung gut geeignet, die Aufgaben der Stadtverwaltung in den wichtigsten Gebieten zu lenken. Seit über 20 Jahren ist der Diplom-Bauingenieur im Bereich der Verkehrsplanung und Projektsteuerung für Großprojekte im öffentliche Bereich und der Deutschen Bahn AG unterwegs. Er ist selbstständiger Bauingenieur mit Büro in
Lohmar.

Als Ratsmitglied war er unter anderen im AUKIV (Ausschuss für Umwelt, Klima, Infrastruktur und Verkehr) vertreten, außerdem hat er in den Themenbereichen Planen und Bauen sowie Sport und Schule im ABKSS (Ausschuss für Bildung, Kultur, Schule und Sport) die Arbeit der CDU-Fraktion mitgestaltet.

Dem gebürtigen Bedburger, der in 2004 mit seiner Familie nach Bergisch Gladbach gezogen ist, liege
vor allem der Sport am Herzen. „Ich unterstützte vor allem den Jugendbereich. In den letzten Jahren bin ich als Wettkampfrichter des DLV beim TV Herkenrath aktiv, seit 2016 der 1. Vorsitzender des Sportvereines DJK SSV-Ommerborn Sand e.V. und Mitglied der Vereinigung „Fair geht vor im Sport“.

Oliver Renneberg ist verheiratet und Vater von zwei Kindern im Alter von 18 und 16 Jahren. „Nachdem Lutz Urbach erklärt hat, nicht wieder kandidieren zu wollen, bin ich von vielen Parteifreunden darauf angesprochen worden, ob ich mir eine Kandidatur vorstellen könnte“, erläutert Oliver Renneberg einen seiner Beweggründe. „Da meine Kinder bereits älter sind, habe ich nun mehr Freiraum, um mich verstärkt für die Lokalpolitik einzubringen“, erklärt Renneberg.

„Bürgernähe, Gemeinsamkeit stärken und nachhaltig agieren“, so definiert der Christdemokrat seine Hauptziele. „Als CDU-Bürgermeister möchte ich für alle Bürgerinnen und Bürger da sein“, betont Oliver Renneberg, der 2008 in die Partei eingetreten ist.

„Aus meiner Sicht müssen sich Stadtrat, Verwaltung und Bürgerschaft gemeinsam aufstellen, um Bergisch Gladbach nachhaltig und positiv zu entwickeln.“ Ziel muss auch sein, die Lebensqualität in Bergisch Gladbach zu steigern.

Zudem hat der Bewerber um die BM-Kandidatur auch wichtige Verwaltungsthemen im Blick: „Es gibt wichtige Herausforderungen in den nächsten Jahren. So muss eine Reduzierung der Flächenversiegelung angestrebt werden“. Der Ausbau von Fahrradwegen und Barrierefreiheit, die Sicherstellung der Kinderbetreuung im Kita- und OGS-Bereich, die digitale Schule, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, den Erhalt städtischer Kultureinrichtungen und den Ausbau der Infrastruktur sieht er als weitere Handlungsfeldern mit Priorität.

„Aus meiner Sicht kann die Haushaltssituation verbessert werden, wenn die Stadtverwaltung die Projekte nach Wichtigkeit ordnet und abarbeitet“, ist sich Renneberg sicher. Einnahmen möchte der Politiker beispielsweise durch Gewerbeansiedlung optimieren. „Dazu wurde der Flächennutzungsplan 2035
aufgestellt, an dessen Beratungen ich auch teilgenommen habe“, erklärt der CDUMann. Auch die Flächenentwicklung auf dem Zanders-Gelände könnten weitere Einnahmen generieren.

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2 Kommentare

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  2. Hört Hört
    „Es gibt wichtige Herausforderungen in den nächsten Jahren. So muss eine Reduzierung der Flächenversiegelung angestrebt werden“
    Wenn Herr Renneberg es damit ehrlich meint muss das auch den Ausstieg aus den Bauplänen des FNP bedeuten.
    Hier wäre eine klare Stellungnahme frühzeitig vor seiner Kandidatur wünschenswert.