Die Bauarbeiten der Erdgasumstellungen sollen im November endlich abgeschlossen werden. Zuvor wird die Laurentiusstraße in den Ferien noch einmal komplett gesperrt, um den Asphalt zu erneuern. 

In der zweiten Ferienwoche, vom 21. bis zum 25. Oktober soll die Fahrbahndecke der Laurentiusstraße in voller Breite erneuert werden, teilte die Rheinische Netzgesellschaft (RNG) am Montag mit.

Im Sommer war die Straße für die neuen Erdgas- und Trinkwasserleitungen und Anschlüsse im Bereich zwischen den Hausnummern 7 bis 29 an vielen Stellen aufgebrochen worden; die Spuren werden jetzt beseitigt. „Um die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten, haben wir dies in die Herbstferien verlegt“, sagt Thomas Löhe, Baustellenkoordinator der RNG.

So wird umgeleitet

Wie gehabt wird der Verkehr ab der Kreuzung Paffrather Straße/Stationsstraße am S-Bahnhof vorbei durch die Innenstadt weiträumig umgeleitet. Während der Sperrung in den ruhigen Sommermonaten hatte das zu keinen Problemen geführt.

Anlieger sind frei bis zur Baustelle. Die Zufahrt zur Tiefgarage des Marienkrankenhauses bleibt von Osten bzw. von Westen kommend möglich. Der Parkplatz Buchmühle kann von Westen kommend und über die Buchmühlenstraße mit dem Auto angefahren werden.

Am Broich fast fertig

Die weiteren Bauarbeiten gehen nach Einschätzung der RNG gut voran. Allerdings hatte sie zu Anfang des Jahres die Bauzeit mit „Mitte März bis voraussichtlich Mitte Juli” angegeben – und liegt damit rund vier Monate im Hintertreffen.

Immerhin konnte die besonders sensible Kreuzung Odenthaler Straße / Broich / Mühlenberg Ende August frei geräumt werden, Hier steht am Rand des Rosengartens die neue Verteilstation.

Seit dem Frühjahr wird Am Broich und auf der Laurentiusstraße gearbeitet

Hier und im zweiten Bauabschnitt der Laurentiusstraße wird aber immer noch an der Erneuerung von Hausanschlüssen gearbeitet – daher bleibt es vorerst bei der Einbahnstraßenregelung in Richtung Odenthaler Straße.

Wenn das Wetter mitspielt sollten die Arbeiten bis Mitte November abgeschlossen sein, schreibt die RNG weiter. Aktuelle Infos zu den Bauarbeiten gibt es auch auf der Website der ErdgasUmstellung.

Warum das alles sein muss

In ganz Deutschland wird die Erdgasversorgung vom sogenannten L-Gas aus den Niederlanden auf H-Gas aus Norwegen und Russland umgestellt. Weil bei den Nachbarn im Westen das Gas knapper wird, wird es in Zukunft vor allem aus dem Osten und Norden bezogen.

H steht dabei für einen hohen Brennwert. Dafür müssen nicht nur alle Gasgeräte angepasst werden, sondern auch das Gasnetz.

Zuständig sind jeweils die Netzbetreiber. Im Rheinisch-Bergischen Kreis ist das die Rheinische Netzgesellschaft (RNG), eine Tochter der Rheinenergie, die wiederum 50,1 Prozent des lokalen Energieversorgers Belkaw besitzt.

In Bergisch Gladbach konnte die RNG die Umstellung nur in mehreren Schritten umsetzen werden. Sie betreibt hier bereits zwei Verteilnetze, Nord und Süd. Im Nordnetz  wiederum gibt es fünf Übergabestationen, von denen die Fernleitungsnetzbetreiber bis 2020 nur zwei auf H-Gas umstellen können. Daher muss die RNG für drei Jahre das nördliche Netz in zwei separate Leitungssysteme aufteilen. Genau das geschieht in der neuen Verteilnetzstation am Broich.

Das gilt für die Verbraucher

Noch aufwendiger als die Arbeiten am Gasnetz ist die Umstellung aller Gasgeräte, in privaten Haushalten, bei Unternehmen, Schulen und Behörden.  Das sind vor allem Heizungsanlagen und Gasherde – alleine im Bereich der RNG rund eine halbe Million Geräte.

Die Erfassung der Gerät läuft seit Sommer, bis Ende 2020 sollen alle technisch umgestellt sein. Zunächst einmal kostet das für den Verbraucher nicht, als direkten Kosten werden zunächst von der RNG getragen. Nach dem Solidarprinzip werden die Kosten abschließend auf alle Erdgaskunden in ganz Deutschland umgelegt und über das Netzentgelt verrechnet.

Allerdings gibt es auch eine Anzahl von älteren Geräten, die nicht mehr umgestellt werden können. In diesen Fällen müssen die Verbraucher zum Beispiel eine neue Heizungsanlage kaufen, auf eigene Kosten.

Die RNG ist eine Tochter der Rheinenergie, die wiederum 50,1 Prozent des lokalen Energieversorgers Belkaw besitzt.

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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