Der Bereich Am Broich, Odenthaler Straße und Laurentiusstraße muss sich erneut auf eine monatelange Baustelle einstellen. Dieses Mal soll die Hauptverkehrsader aber nicht massiv belastet werden.

Für die Umstellung der Erdgasversorgung in der Stadt ist eine Aufspaltung des Versorgungsnetzes notwendig, dafür werden von Mitte März bis voraussichtlich Mitte Juli Bauarbeiten in der östlichen Innenstadt notwendig. Das teilte die zuständige Rheinische Netzgesellschaft (RNG) am Mittwoch mit.

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Konkret werden die Arbeiten in der Laurentiusstraße, Am Broich sowie an der Kreuzung Odenthaler Straße/Am Broich erfolgen. Am Broich wird – am Rand des Rosengartens – eine so genannte Verteilnetzstation gebaut. In der Laurentiusstraße und Am Broich werden zeitgleich Erdgasleitungen sowie Hausanschlüsse erneuert.

Das hat für den Verkehr Konsequenzen. Laut RNG wird „in Teilbereichen der betroffenen Straßen der Verkehr zeitweise einspurig geführt, für kurze Zeit unterbrochen bzw. im Bereich der Kreuzung von einer dreispurigen auf eine zweispurige Verkehrsführung reduziert.”

Auf der Odenthaler fehlt eine Fahrspur

Nach Angaben der Stadtverwaltung heißt das voraussichtlich, dass die Laurentiusstraße (Fahrtrichtung Odenthaler Straße) und Am Broich (Fahrtrichtung Laurentiusstraße) zu Einbahnstraßen werden. Damit kann man nicht mehr aus dem Broich in die Odenthaler Straße gelangen. In der Laurentiusstraße zwischen Rathaus und Haus Marienberg kann es zeitweise auch zu einer Vollsperrung kommen.

Die Odenthaler Straße soll bei dieser Baustelle nach Aussage der Stadt (mindestens) zweispurig bleiben. Laut Ankündigung der RNG fällt jedoch ab dem 8. April bis zum Ende der Bauarbeiten eine der Abbiegespuren in den Mühlenweg weg. Offenbar ist damit die dritte Spur vor dem Rosengarten gemeint: damit würde stadtauswärts der Linksabbieger in den Broich fehlen, der Verkehr könnte sich dann Richtung Innenstadt zurückstauen.

Reichlich Erfahrung mit Baustellen

Der städtische Baustellenmanager Sebastian Höller ist bei der Planung beteiligt; dabei könne er auf die Erfahrungen der vergangenen Baustellen auf der Odenthaler Straße zurückgreifen, erklärt die Stadtverwaltung. Im Zuge der Megabaustelle „Strunde hoch vier” war die Odenthaler Straße über Jahre hinweg eine Baustelle, die letzte war erst im Spätherbst 2018 geschlossen worden.

Seit Anfang 2018 plant die RNG die Baustellen, erst am Dienstag wurde der Verkehrsausschuss informiert – und über die Tatsache, dass es keinen Ausweg gebe, wenn die Gasversorgung gesichert werden sollte. Ratsmitglieder reagierten konsterniert, berichtet KSTA/BLZ.

Zum Hintergrund: Erdgasumstellung

In ganz Nord- und Westdeutschland wird die Versorgung in den kommenden Jahren von L-Gas (aus den Niederlanden) auf H-Gas (aus Norwegen und Russland) umgestellt. H steht dabei für einen hohen Brennwert. Dafür müssen nicht nur alle Gasgeräte angepasst werden, sondern auch das Gasnetz.

Das kann die RNG im Stadtgebiet nur in mehreren Schritten umsetzen. Sie betreibt hier bereits jetzt zwei Verteilnetze, Nord und Süd. Im Nordnetz gibt es fünf Übergabestationen, von denen die Fernleitungsnetzbetreiber bis 2020 nur zwei auf H-Gas umstellen können. Daher muss die RNG für drei Jahre das nördliche Netz in zwei separate Leitungssysteme aufteilen. Genau das geschieht in der Verteilnetzstation am Broich.

Die RNG ist eine Tochter der Rheinenergie, die wiederum 50,1 Prozent des lokalen Energieversorgers Belkaw besitzt.

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Redaktion

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1 Kommentar

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  1. Alles schwer „zu verstehen“, auch wenn es wieder 1000 Gründe für das „warum“ geben wird…., Baustellenmanager !?! Die Stadt müsste die RNG verpflichten die komplette Odenthaler Straße und die Straße Am Broich mit einer komplett neuen Bitumendecke zu versehen. Straßen werden für viel Geld neu geteert und am Ende wird durch ein solches undurchdachtes Flickwerk alles wieder „kaputtgemacht“…..und dann sehen die Bergisch Gladbacher Straßen so aus wie sie aussehen……