Am 20. September beteiligten sich in GL deutlich mehr als 2000 Menschen am Klimastreik

Ende November steht der nächste globale Klimastreik an. Damit der Aktionstag auch in Bergisch Gladbach wieder eine starke Resonanz erhält, wendet sich die lokale Fridays for Future-Gruppe jetzt direkt an die Schulen. 

In einen Offenen Brief appelliert Fridays for Future (FFF) direkt an die Lehrer und Schulleitungen, den Unterricht am 29. November ruhen zu lassen und allen Schülern die Möglichkeit zu geben, sich der Demonstration in Bergisch Gladbach anzuschließen.

„So können wir an diesem besonderen Tag etwas bewegen und Geschichte schreiben” heißt es in dem Aufruf. Im Rahmen einer Exkursion oder einer schulischen Veranstaltung sei das auch rechtlich möglich.

Die Jugendlichen erinnern die Lehrer daran, was sie möglicherweise, ähnlich wie die Aktivisten heute, in ihrer eigenen Jugend geleistet haben. Vielleicht hätten sie mit dem Aufkleber „Atomkraft? Nein Danke” Stellung bezogen, oder sich in einer Bewegung engagiert.

Etwas anderes, argumentiert FFF, machen die Jugendlichen heute auch nicht:

„Wir streiken für das Klima und nicht zuletzt für unsere Zukunft. Unsere Lebensgrundlage schwindet dahin und deshalb demonstrieren wieder mehrere Millionen Menschen weltweit unter dem Hashtag #NeustartKlima. Dabei fordern wir einen globalen Neustart in der Klimapolitik!”

Die Jugendlichen von FFF räumen ein, dass dass die Teilnahme an der Demonstration während der Schulzeit eigentlich der Schulpflicht entgegensteht. Unter bestimmten Bedingungen sei eine Teilnahme aber dennoch  zulässig.

Dabei beziehen sie sich auf ein Schreiben des NRW-Schulministerium vom 13.2.2019. Darin weist das Ministerium zunächst auf die Schulpflicht hin, Beurlaubungen für die Teilnahme an einem Streik seien „regelmäßig nicht möglich”.

Am Ende des Brief steht aber auch eine Ausnahme, auf die FFF jetzt besonders hinweist:

„Soweit ein geplantes und strukturiertes pädagogisches Konzept vorliegt, der Grundsatz schulischer Neutralität beachtet wird, die Schülerinnen und Schüler von Fachlehrkräften begleitet und betreut werden und die Schulleitung ihr Einverständnis erteilt hat, ist grundsätzlich auch der Besuch einer politischen Veranstaltung („Demonstration“) im Klassen- oder Kursverband im Rahmen des Unterrichts als Unterricht an einem außerschulischen Lernort denkbar. Dies kann jedoch nicht zu einer wiederholten Teilnahme an einer regelmäßig stattfindenden Veranstaltung führen.“

Diese Möglichkeit, so FFF, sollten die Schulen in Bergisch Gladbach nutzen. Darüber hinaus ruft die Ortsgruppe Rheinisch-Bergischer Kreis auch alle anderen Menschen auf, sich am 29. November 2019 mit anzuschließen. Die Aktivisten meinen: „Gemeinsam werden wir mit Ihnen allen Geschichte schreiben und zusammen mit Menschen auf der ganzen Welt ein Zeichen setzten.”

Der Klimastreik der Jugendlichen beginnt am 29. November um 11:30 Uhr wieder auf dem Konrad-Adenauer Platz.

Die Klima Freunde RheinBerg rufen für den selben Tag ab 17 Uhr zu einer besonderen Demo auf: Sie wollen ab 17 Uhr im Forumpark mit Kerzen, Bannern und Musik eine Menschenkette bilden.

Weitere Beiträge zum Thema:

Was Fridays for Future in Bergisch Gladbach will

2000 Demonstranten beim Klima-Streik in GL

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Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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