Die Polizei hat einen zweiten Bergisch Gladbacher Mann festgenommen, der im dringenden Verdacht des sexuellen Missbrauchs von zwei kleinen Kindern steht.

Die aktuellen Ermittlungen hatten mit einer Festnahme  eines 42-Jährigen in Bergisch Gladbach Ende Oktober ihren Ausgang genommen; die Polizei hat inzwischen mehr als 18 Tatverdächtige in diversen Bundesländern aufgespürt, acht Festnahmen waren bislang bekannt.

Jetzt informierten die Staatsanwaltschaft und die Polizei Köln über eine weitere Festnahme: Am Mittwochvormittag sei in Bergisch Gladbach ein 32-Jähriger festgenommen worden. Er stehe im dringenden Verdacht des sexuellen Missbrauchs zweier Kinder im Alter von zwei und sechs Jahren sowie des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischen Materials.

Aus seine Spur waren die Beamten der Sonderermittlungskommission bei der Auswertung von Chats der bisherigen Verdächtigen gekommen. Zunächst war nur ein Pseudonym (Nickname) bekannt, doch dann fanden die Ermittler die Identität des Mannes heraus.

Laut Polizei macht der Beschuldigte von seinem Schweigerecht Gebrauch und lässt sich von einem Anwalt vertreten. Am Nachmittag liefen die Durchsuchungen am Wohnort des Mannes sowie die ersten Auswertungen sichergestellter Datenträger noch.

Ob der neue Verdächtige mit dem Mann, der das Verfahren ins Rollen gebracht hatte, in direktem Kontakt stand, ist bislang nicht bekannt. Die Polizei war bisher davon ausgegangen, dass sich die Männer vor allem über das Internet ausgetauscht haben. In wenigstens einem Fall gab es aber auch eine direkte Zusammenarbeit von zwei Verdächtigen.

Weitere Informationen zur aktuellen Festnahme in Bergisch Gladbach gibt die Polizei im Moment nicht bekannt, wegen der andauernden Ermittlungen. Das Verfahren hatten die Kölner an sich gezogen, die Kreispolizei RheinBerg arbeitet zu.

Der WDR hatte in der vergangenen Woche berichet, dass bereits 18 Personen aus sechs verschiedenen Bundesländern als Tatverdächtige geführt würden.

Hinweis der Redaktion: Die NRW-Beauftragte für den Opferschutz ist über Hotline 0221 39909964 telefonisch zu erreichen.

Auch für Menschen, die an sich pädophile Neigungen entdecken, gibt es Hilfe: Das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ bietet ein durch die Schweigepflicht geschütztes Behandlungsangebot für Menschen, die therapeutische Hilfe suchen, weil sie sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen. Dazu gibt es hier mehr Informationen.

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Redaktion

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2 Kommentare

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  1. Bitte veröffentlichen Se die Fotos von allen, die ein Hang zur Pädophilie haben,um unsere Kinder und Enkel zu schützen!

    Ich fordere Opferschutz statt Täterschutz!!!

  2. Ich verstehe es nicht, die Kinder sind 2 bis 6 Jahre.Die Täter müssen weggesperrt werden für immer.Es gibt dafür einfach keine tat gerechten Strafen.