Jörg Köhler ist der Leiter der Feuerwehr Bergisch Gladbach

Die Feuerwehr lädt für den 11. Februar zu einer Informationsveranstaltung ein, um das umstrittene Projekt eines Neubaus der Feuerwache 2 (Süd) an der A 4 vorzustellen. Neben Feuerwehrchef Köhler nimmt Frank Stein als zuständiger Dezernent der Stadtverwaltung teil. 

Nach mehr als sechs Jahren intensiver erfolgloser Suche nach geeigneten Baugrundstücken für eine neue Feuerwache habe die Stadtverwaltung hatte die Stadt wie berichtet ein Grundstück im Stadtteil Frankenforst unmittelbar an der Anschlussstelle zur Autobahn A 4 vorgeschlagen. Das Areal in einem Waldstück sei nach „einer ersten groben Vorprüfung als zunächst grundsätzlich geeignet eingestuft”, schreibt die Feuerwehr Bergisch Gladbach in einer Pressemitteilung.

Sie argumentiert, dass von dort die Zuständigkeitsbereiche der Feuerwache 2 (Bensberg, Refrath, Moitzfeld und Herkenrath) in angemessener Zeit erreicht werden können. Aktuell ist die Feuerwache 2 weiter nördlich an der Wipperführther Straße untergebracht. Sie gilt als marode und viel zu klein; dort soll nach einer Sanierung in Zukunft nur der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr verbleiben.

Gegen den neuen Standort im Waldstück an der A 4 gibt es vor Ort heftigen Widerstand, Anwohner protestieren gegen eine mögliche Rodung für die Feuerwache (und gegen ein im Flächennutzungplan vorgesehenes Gewerbegebiet in einem größeren angrenzenden Waldstück). Sie verweisen zudem auf den Standort der Feuerwehr in Refrath – dort gibt es allerdings nur eine Rettungswache sowie ein Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr.

Über das Neubauprojekt soll der Haupt- und Finanzausschuss am 13. Februar beraten. Eine entsprechende Beschlussvorlage soll in Kürze im Ratsinformationssystem veröffentlicht werden. Diese, so die Pressemitteilung der Feuerwehr, schlage vor, „für diesen potenziellen Standort eine detaillierte Machbarkeitsstudie zu beauftragen”.

Zwei Tage vor der Beratung im Stadtrat sollen die BürgerInnen die Möglichkeit erhalten, sich über das Projekt „Feuerwache 2″, die bisherigen Schritte und Überlegungen sowie die nächsten möglichen Planungsschritte zu informieren.

Die Informationsveranstaltung findet am Dienstag, 11. Februar, um 20 Uhr im Feuerwehrhaus Refrath an der Steinbreche statt.

Die Feuerwehr weist jetzt vorsorglich darauf hin, dass die für die Feuerwache angedachte Waldfläche nicht im neuen Flächennutzungsplan enthalten ist. Dieser müsse geändert werden, was ebenfalls im Rahmen der Machbarkeitsstudie zu prüfen sei.

Der Leiter der Feuerwehr, Jörg Köhler, werde die Maßnahme und die rechtlichen Hintergründe vorstellen. Danach stünden Köhler und der zuständige Feuerschutz-Dezernent und Kämmerer, Frank Stein, gerne für Fragen und Gespräche zur Verfügung. Stein tritt als gemeinsamer Kandidat von Grünen, SPD und FDP bei der Bürgermeisterwahl im Herbst an.

Die Feuerwehr betont in ihrer Mitteilung, das die „im Flächennutzungsplan angedachten Gewerbeflächen entlang der BAB 4 (Stichwort Frankenwald)” ein ganz anderes Thema seien. Dabei werde bei der Informationsveranstaltung zur Feuerwache nicht gesprochen, da es sich räumlich und formal um zwei unterschiedliche Themenkomplexe handele.

Weitere Beiträge zum Thema:

Stadt prüft neue Feuerwache im Wald an der A4

Bündnis will Standort für Feuerwache offen prüfen

Die Geschichte des Frankenwalds, der keiner ist

2000 Unterschriften für die „Rettung des Frankenwalds”

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

6 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Lieber Herr Havermann,

    ihre Ausführungen zum Standort Overath sind falsch. Bei dem nun eingeweihten Standort in Overath-Steinenbrück handelt es sich um die Gerätemeisterei der Feuerwehr Overath mit Räumen für die Jugendfeuerwehr. Über die dort errichtete Rettungswache sollen Teile des östlichen Stadtgebietes von Bergisch Gladbach, Overath und Rösrath rettungsdienstlich versorgt werden. Am nun eingeweihten Standort Steinenbrück ist weder ein Löschzug bzw. eine Löschgruppe der Feuerwehr Overath stationiert. Für den Brandschutz im Stadtgebiet Bergisch Gladbach ist einzig die Feuerwehr der Stadt Bergisch Gladbach zuständig.

    Gruß
    Frank Buchwald

  2. Den Hinweis, dass die BAST nicht das Gelände an der Brüderstraße verlassen wird, habe ich schon geblickt und reagiert. Aber was ist mit dem Teil, den die BAST laut Aussage der Redaktion abgeben will? Zu klein für eine Feuerwache, will die Stadt da nicht mit, hat Sie anderes dort vor? Eine Feuerwachedort dort zusammen mit der neuen Feuerwache in Overath, die einen Teil non BGL-Ost abdecken könnte, scheint auch keine Option zu sein. Dagegen Bäume fällen, Lärm- und Schadstoffschutz vernichten, die Bevölkerung dort vergessen, das ist opportun.

  3. Kommentare sind Meinungsäußerungen, dazu nehmen wir keine Stellung. Wenn Fakten allerdings falsch wiedergegeben werden, lassen wir das so nicht stehen.

    Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) beabsichtigt nicht, das Gelände in Bensberg zu verlassen. Sie will lediglich einen Teil des nicht benötigten Geländes zur Verfügung stehen, dieser Teil wurde im FNP als potenzielles Gewerbegebiet aufgenommen. Die Redaktion

  4. einfach nicht zu glauben warum wurde die Feuerwache in Refrath nicht sofort grösser geplant.Ach das ist das Problem mit dem logischen Denken und darum soll jetzt der Wald daran haben.ich bin auch dagegen.

  5. “Nach 6 Jahren intensiver Suche . . . ” Was ist denn mit dem Gebiet, das die BAST bald verlassen wird? Da wird doch wohl Platz genug sein für eine Feuerwache, und das ist schon Gewerbegebiet. Aber ein solcher Plan wird Herrn Flügge nicht schmecken, weil nach seiner Überzeugung eine als Wohltat anzusehende, den innerstädtischen Verkehr alt-Gladbachs angeblich enorm verringernde Straßentrasse über die dann ertüchtigte (Schmickler lässt grüßen) Brüderstraße zur Autobahn führen soll. Dass das Bundesverkehrsministerium die A4 um insgesamt 2 Spuren verbreitern will – und das wird es nicht mit 2 Spuren im Königsforst, einem FFH-Gebiet tun – scheint in der Verwaltung unbekannt zu sein, ha ha ha.

    Für die Feuerwache soll der FNP geändert werden. Um das im FNP geplante Gewerbegebiet entlang der A4 Gewerbegebiet geht es nicht, nein nein, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, lach lach. Man fasst es nicht. Die Verwaltung hält die Bevölkerung immer noch für blöd. Herr Flügge will über den Deal mit der Feuerwehr – das kommt sicher gut an bei den Leuten – zusätzliches Gewerbegebiet schaffen, damit ihm von der im FNP geplanten Fläche nichts verloren geht, man könnte die Feuerwache ja auch dort bauen.

    Die Trickserei geht weiter, die Verwaltung samt Flügge hat aus dem FNP-Desaster nichts gelernt, im September wird man sehen, wie sich die Bevölkerung wehrt.

  6. Es ist schon erstaunlich was die Stadt sich leistet…Machbarkeitsstudien, Vorplanungen, Diskussionen…Fakt ist, dass wenn man einen Flächennutzungsplan beschliesst, aber die Bürgermeinung gänzlich ignoriert. Hammer.

    Und das perfide ist dass Planungen gemacht werden aus Grundstücken die der Stadt GL überhaupt nicht gehören.

    Der Bund hat bereits Pläne die A4 zwischen Merheim und Engelskirchen beidseitig von zwei Spuren zu erweitern. Das geht leider nur im Bereich Frankenforst bis Moitzfeld auf der Seite des Frankenwaldes und der Bast. Vom Königsforst darf rechtlich nichts weggenommen werden.
    Also wird der Bund auch nicht das Grundstück des Autobahnohres (Auffahrt Richtung Köln) feil bieten für eine Feuerwache.

    Alles Hirngespinste der Stadt….:-))) Und zu Faul zu Standortsuche…

    Gruss
    Markus Gebhardt