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Befragt nach den wichtigsten Absicherungen, nennen Experten neben der Privathaftpflicht- häufig die Berufsunfähigkeitsversicherung. Doch laut Marc von der Neyen, Versicherungsexperte der Kreissparkasse Köln in Bergisch Gladbach, sichern hierzulande vergleichsweise wenig Menschen ihr Arbeitseinkommen ab. Im Gespräch nennt er Gründe.

Herr von der Neyen, weshalb ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung aus Ihrer Sicht so wichtig?

Marc von der Neyen: Sie sichert das Einkommen aus der eigenen Arbeitskraft, das ja für die meisten Menschen die finanzielle Existenzgrundlage darstellt. Allerdings besitzt nur rund jeder fünfte Deutsche im Haushalt eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Zum Vergleich: Gegen private Haftungsansprüche sind weit mehr als die Hälfte aller Bundesbürger abgesichert.

Ist den Menschen das Risiko einer möglichen Berufsunfähigkeit nicht bewusst?

von der Neyen: Das mag teilweise zutreffend sein, ist aber sicherlich nicht der Hauptgrund für die Zurückhaltung. Denn die meisten Menschen haben in ihrem Umfeld durchaus bereits Situationen mitbekommen, in denen jemand aufgrund einer Erkrankung vorübergehend oder sogar dauerhaft aus dem Erwerbsleben aussteigen musste.

Was ist dann der Grund für die Skepsis gegenüber einer Absicherung der eigenen Arbeitskraft?

von der Neyen: Es erscheint vielen Menschen zunächst einmal nicht attraktiv, in eine Versicherung einzuzahlen, von der man im besten Falle – nämlich wenn man gesund bleibt – nichts hat. Und viele beziehen das vermeintlich abstrakte Risiko einer Berufsunfähigkeit nicht auf die eigene Tätigkeit. Nach dem Motto: Ich habe doch keinen gefährlichen Beruf, was soll da schon passieren?

Bei einem Job im Büro, wo Unfälle unwahrscheinlich sind, ist dieser Gedanke aber doch gut nachvollziehbar, oder?

von der Neyen: Es ist allerdings ein Irrtum, dass die Hauptursache für ein Ausscheiden aus dem Erwerbsleben Unfälle wären. Tatsächlich sind psychische oder Nervenerkrankungen sowie Schädigungen am Bewegungsapparat die häufigsten Gründe für Berufsunfähigkeit. Es ist auch keine Frage des Alters, was sich immer wieder in der Kundenberatung bestätigt.

Können Sie ein Beispiel nennen?

von der Neyen: Ich hatte im Herbst vor einem Jahr ein Kundengespräch mit einem jungen Ehepaar in den Endzwanzigern. Die beiden hatten zuvor über die Kreissparkasse einen Immobilienerwerb finanziert. Nun ging es darum, den Absicherungsbedarf zu prüfen. Ich empfahl dabei auch die Absicherung der Arbeitskraft mittels Krankentagegeld- und Berufsunfähigkeitsversicherung. Das Kundenpaar entschied sich dafür, zunächst lediglich das Haus und die private Haftung abzusichern. Mit der Absicherung des Einkommens wollten die beiden warten, bis sich die Belastung durch die Finanzierung eingespielt hatte und sie im neuen Haus wohnten – ein Gedanke, den ich emotional durchaus nachvollziehen kann.

Und was passierte?

von der Neyen: Im Winter hat das Kundenpaar das Haus fleißig renoviert, im Frühjahr konnte es einziehen. Zeitgleich ereilten die Kundin jedoch plötzlich Schmerzen in der Hand, und die Diagnose durch den Arzt war ernüchternd: Rheuma. Die Beschwerden waren derart ausgeprägt, dass die Kundin seitdem ihrer Arbeit nicht mehr nachkommen kann.

Was sind die finanziellen Folgen?

von der Neyen: Während der ersten sechs Wochen einer Krankheit erfolgt eine Lohnfortzahlung. Danach zahlt die Krankenkasse ein Krankentagegeld in Höhe von etwa zwei Dritteln des letzten Nettoeinkommens. Wer auf Dauer nicht mehr beruflich tätig sein kann, erhält nach der 78. Woche lediglich noch eine kleine Erwerbsminderungsrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Unter derart veränderten Voraussetzungen eine finanzierte Immobilie dauerhaft halten zu können, stellt eine enorme Herausforderung dar.

Welche Schlussfolgerung ziehen Sie aus diesem Erlebnis?

von der Neyen: Das Schicksal des Kundenpaars hat mich sehr bewegt. Auch wenn sich niemand gerne mit Lebensrisiken befasst, kann ich jedem nur dazu raten, die eigene finanzielle Absicherungen von Experten einmal überprüfen zu lassen. Die möglichen Ursachen für einen Verdienstausfall sind vielfältig – die Lösungsmöglichkeiten aber genauso. Wir beraten Sie dahingehend gerne. Sprechen Sie uns einfach in einer unserer Filialen an oder nehmen auf einem anderen gewünschten Weg Kontakt zu uns auf.

Zur Person

Marc von der Neyen ist seit 25 Jahren im Versicherungsgeschäft tätig, darunter seit viereinhalb Jahren bei der KSK-Finanzvermittlung GmbH, dem Versicherungsspezialisten der Kreissparkasse Köln. Seine berufliche Laufbahn begann der gelernte Bankkaufmann einst bei der Stadtsparkasse Wermelskirchen. Heute berät der 48-Jährige als Teil des Sparkassenteams der Regional-Filiale in Bergisch Gladbach die Kundinnen und Kunden der Kreissparkasse Köln zu allen Fragen rund um Absicherung und Altersvorsorge.

Kontakt

Kreissparkasse Köln
Regional-Filiale Bergisch Gladbach
Hauptstr. 208-210, 51465 Bergisch Gladbach
Telefon: 0221 227-7311
Mail: marc.von.der.neyen@ksk-fvg.de
Website

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Die Kreissparkasse Köln betreut in ihrem Geschäftsgebiet – dem Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Rheinisch-Bergischen Kreis und Oberbergischen Kreis – rund eine Million Menschen in allen Fragen rund ums Geld. Sie bietet ein umfassendes Finanzdienstleistungsangebot für Jedermann – für Schüler und Studierende, Arbeitnehmer und Freiberufler, Kleinbetriebe und Mittelständler bis hin zum Großunternehmer.

Mit ihren Filialen, SB-Stellen und Mobilen Filialen ist die Kreissparkasse Köln in der Region flächendeckend und bedarfsgerecht für ihre Kundinnen und Kunden präsent – so auch im Raum Bergisch Gladbach. Die Sparkassenberater freuen sich auf Ihren Besuch vor Ort und sind auf Wunsch gleichfalls über das Internet erreichbar – persönlich und nah auch per Video- oder Textchat unter www.ksk-koeln.de.

Zum Selbstverständnis der Sparkasse gehört zudem ein intensives gemeinnütziges Engagement. So unterstützt die Kreissparkasse Köln Jahr für Jahr Initiativen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen über Spenden, Fördermittel aus der PS-Lotterie oder Ausschüttungen ihrer 14 Stiftungen – darunter auch zahlreiche im Raum Bensberg/Refrath.

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