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Sascha Häusler, Regionaldirektor für Bensberg/Refrath

Börse? Aktien? Viele Menschen in meinem Umfeld und in unserer Kundschaft reagieren nach wie vor verhalten auf dieses Thema. Viele blocken ab, erinnern sich an Verluste mit der „Volksaktie“ und sind überzeugt davon, dass solche Geldanlagen zu risikoreich und daher „nix für mich“ sind.

Ebenfalls belegen viele Studien zur im weltweiten Vergleich wenig ausgeprägten Aktienkultur in Deutschland meine tägliche Wahrnehmung. Doch auch wenn Sie sich in der einleitenden Beschreibung wiedergefunden haben sollten, schenken Sie mir vielleicht doch ein paar Minuten für folgende Überlegungen:

Ja, den optimalen Zeitpunkt zu treffen, um einen höheren Einmalbetrag am Aktienmarkt anzulegen, ist schwierig bis unmöglich. Exaktes Timing ist immer auch ein Stück weit Glückssache.

Ja, auszuhalten, wenn aus 10.000 Euro nach einigen Monaten zunächst einmal 9.000 Euro geworden sind, ist emotional anstrengend. Die menschliche Psychologie hilft uns dabei nicht – auch wenn Statistiken, Erfahrungen und Verstand sagen, dass sich die Anlage in einigen Jahren womöglich doch gelohnt haben wird.

Ja, ich kann verstehen, dass man von der Börse Abstand nimmt, wenn ausgerechnet der erste Versuch kurz vor dem Platzen der Internetblase 2000 oder vor der globalen Finanzkrise 2008 gestartet wurde.

Und trotzdem bin ich davon überzeugt, dass Sie dem Aktienmarkt eine neue Chance geben sollten. Investieren Sie vorurteilsfrei und regelmäßig kleine Beträge monatlich in die Börse. So nutzen Sie die eigentlich gefürchteten Schwankungen professionell zu Ihren Gunsten.

Denn: Steigen die Kurse, ist ohnehin alles in Ordnung. Und fallen die Kurse, kaufen Sie im nächsten Monat automatisch günstiger hinzu. Entscheidend ist nur, dass die Aktienmärkte irgendwann in der Zukunft wieder die Nähe des Ausgangsniveaus erreichen und Sie bis dahin an Ihrer Anlagestrategie festhalten.

Um den Effekt des monatlichen Investierens zu untersuchen, haben unsere Analysten vor einiger Zeit drei unterschiedliche Fünfjahreszeiträume des DAX betrachtet. Dabei wurde ausgewertet, welches Kapital erzielt worden wäre, wenn ein Anleger über fünf Jahre monatlich 100 Euro investiert hätte, also in Summe 6.000 Euro. Die Ergebnisse sind überaus interessant. Gerne werde ich sie Ihnen im Folgenden näher erläutern.

2003 bis 2008: „Höhenflug“

Prägende Ereignisse in den Jahren kurz nach der Jahrtausendwende waren der zweite Irakkrieg (2003), der Tsunami im Indischen Ozean (2004), die Wahl Angela Merkels zur Bundeskanzlerin (2005), die Fußball-WM in Deutschland (2006) und die Wahl Nicolas Sarkozys zum französischen Staatspräsidenten (2007).

In diesem Zeitraum kannte der DAX so gut wie nur eine Richtung, nämlich aufwärts – ein klassischer Höhenflug. Unser Musteranleger, der monatlich 100 Euro sparte, verbuchte nach fünf Jahren rund 8.200 Euro. Er erzielte damit im Gesamtzeitraum also einen Zuwachs von rund 37 Prozent.

1978 bis 1983: „Sägezahnmarkt“

Den Übergang von den 70ern zu den 80ern prägten unter anderem das Dreipäpstejahr (1978), das Ende der Roten Khmer in Kambodscha (1979), der Boykott der Olympischen Spiele in Moskau (1980) sowie die Wahlen von Ronald Reagan zum US-Präsidenten (1981) und Helmut Kohl zum Bundeskanzler (1982).

Beim DAX ging es in diesem Zeitraum immer wieder auf und ab. Der gezackte Chartverlauf erinnert an Sägezähne, wovon sich der Name ableitet. Die steile Aufwärtsbewegung 1982 mündete für unseren Musteranleger in einem Kapital von über 8.600 Euro, also einem Zuwachs von rund 43 Prozent im Gesamtzeitraum.

2007 bis 2012 „Untertasse“

Besonders spannend finde ich diesen Zeitraum, der vielen sicherlich noch bestens präsent ist: In den Jahren ab der Finanzkrise ging es auch beim DAX zunächst einmal zwei Jahre lang bergab, ehe er sich in den Folgejahren sukzessive erholte. Im Chartverlauf ergab sich somit das Bild einer Untertasse.

Auffällig: Obwohl der DAX Anfang 2012 noch nicht wieder ganz das Ausgangsniveau von 2007 erreicht hatte, erzielte unser Musteranleger gleichwohl ein Kapital von über 7.100 Euro und damit ein Plus von 19 Prozent in diesem Zeitraum. Möglich wurde dies gerade durch das regelmäßige Zukaufen in den Phasen niedrigerer Kurse.

In jedem dieser Betrachtungszeiträume wurde also ein Plus eingefahren. Und die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen. Sicherlich: Die Berechnungen sind beispielhaft, und vergangene Werte nicht zwangsläufig ein verlässlicher Indikator für eine künftige Wertentwicklung. Diese kann höher oder auch niedriger ausfallen. Doch veranschaulichen die Beispiele sehr gut die Möglichkeiten bei einer Anlageentscheidung. Und sie machen deutlich, dass zwei Dinge die Chancen auf einen Gewinn am Aktienmarkt erhöhen: ein längerfristiger Anlagehorizont und regelmäßiges statt einmaligem Investieren.

Insofern ist heute womöglich nicht der beste Zeitpunkt, um einen größeren Geldbetrag auf einmal an der Börse zu investieren. Heute könnte aber durchaus der beste Zeitpunkt sein, um einen monatlichen Investitionsplan zu starten. Wir stehen Ihnen dabei gerne beratend zur Seite – besuchen Sie uns gerne in einer unserer Filialen oder nehmen Sie auf einem anderen gewünschten Weg Kontakt zu uns auf.

Ihr Sascha Häusler


Die Kreissparkasse Köln betreut in ihrem Geschäftsgebiet – dem Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Rheinisch-Bergischen Kreis und Oberbergischen Kreis – rund 1 Millionen Menschen in allen Fragen rund ums Geld. Sie bietet ein umfassendes Finanzdienstleistungsangebot für Jedermann – für Schüler und Studierende, Arbeitnehmer und Freiberufler, Kleinbetriebe und Mittelständler bis hin zum Großunternehmer.

Mit ihren Filialen, SB-Stellen und Mobilen Filialen ist die Kreissparkasse Köln in der Region flächendeckend und bedarfsgerecht für ihre Kundinnen und Kunden präsent – so auch im Raum Bensberg/Refrath. Die Sparkassenberater freuen sich auf Ihren Besuch vor Ort und sind auf Wunsch gleichfalls über das Internet erreichbar – persönlich und nah auch per Video- oder Textchat unter www.ksk-koeln.de.

Zum Selbstverständnis der Sparkasse gehört zudem ein intensives gemeinnütziges Engagement. So unterstützt die Kreissparkasse Köln Jahr für Jahr Initiativen aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen über Spenden, Fördermittel aus der PS-Lotterie oder Ausschüttungen ihrer 14 Stiftungen – darunter auch zahlreiche im Raum Bensberg/Refrath.

Zur Person: Sascha Häuser verantwortet als Regionaldirektor der Kreissparkasse Köln das Kundengeschäft im Raum Bensberg/Refrath. Der 39-Jährige ist seit rund 20 Jahren bei dem Geldinstitut beschäftigt und war vor seinem Wechsel nach Bensberg viele Jahre im Private Banking der Kreissparkasse Köln tätig.

Kontakt
Kreissparkasse Köln, Regional-Filiale Bensberg,
Schloßstr. 46-48, 51429 Bergisch Gladbach
Telefon: 0221 227-7312
Mail: sascha.haeusler@ksk-koeln.de
Web: ksk-koeln.de

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