Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sprechen mit dem Referenten Dr. Ernst Fritz-Schubert über Ergebnisse des Workshops.

Die ersten Schulen im Rheinisch-Bergischen Kreis erproben das Schulfach „Glück“. Dabei geht es um wichtige Kompetenzen wie aktive Lebensgestaltung und die Stärkung der Persönlichkeit. Ein Workshop gab jetzt Anregungen für die Umsetzung an weiteren Schulen.

Mathematik, Englisch und in der dritten Stunde „Glück“ – zunächst klingt dieses Schulfach auf dem Stundenplan ungewöhnlich. Doch das Ziel des Unterrichtsfachs „Glück“ ist es, Schülerinnen und Schülern dabei zu helfen, Entscheidungen zu treffen und zu reflektieren, Visionen zu entwickeln und ihre Zukunft selbstbestimmt zu gestalten.

Vor allem für eine gelingende Berufsorientierung ist es wichtig, diese grundlegenden Kompetenzen zu fördern. Seit diesem Schuljahr steht daher das Fach „Glück/Selbstmanagement/Berufsorientierung“ auf dem Lehrplan der Berufsschulen im Rheinisch-Bergischen Kreis und Oberbergischen Kreis. Das Fach wird dort zwei Stunden in der Woche unterrichtet.

„Glück als Schulfach – das klingt zunächst provokativ“ so Sophia Tiemann, Leiterin des Amtes für Bildung des Rheinisch-Bergischen Kreises. „Doch viel zu oft schauen Jugendliche nur auf Misserfolge und sind dann natürlich frustriert. Das neue Fach hilft dabei, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und mit möglichen Rückschlägen umzugehen.“

Verantwortung für den eigenen Lebensweg

Wie das Fach in der Praxis bisher ankommt, wurde nun in einem Workshop des Koordinierungsbüros „Übergang Schule-Beruf“ des Rheinisch-Bergischen Kreises mit Lehrkräften, Schulleitungen und pädagogischen Mitarbeitenden von allgemeinbildenden Schulen und Berufskollegs sowie Berufsberatungsfachkräften der Agentur für Arbeit erörtert.

Insgesamt 47 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Oberbergischen-Kreis nahmen an dem Seminar teil und holten sich Anregungen für die Umsetzung vor Ort. 

Dr. Ernst Fritz-Schubert, derBegründer des Fachs, moderierte den Workshop und stellte zu Beginn heraus: „Oft heißt es, Glück sei Zufall. Mit dieser Einstellung wird jedoch die Verantwortung für den eigenen Lebensweg und die eigene Zufriedenheit abgegeben. Das Fach stärkt die Persönlichkeit junger Menschen und unterstützt sie dabei, ihr Leben aktiv zu gestalten.“

Marlies Vos unterrichtet seit diesem Schuljahr „Glück/Selbstmanagement/Berufsorientierung“ an dem Berufskolleg Bergisch Gladbach und sieht in ihrer Klasse bereits Erfolge: „Das Fach ist für die Schülerinnen und Schüler eine große Chance, an Herausforderungen heranzugehen. Unbekannte Aufgaben, an die sie sich zunächst nicht herantrauen, werden gemeinsam bewältigt. Damit werden sie mutiger.“

Viele weitere Schulen zeigen bereits Interesse an dem ungewöhnlichen Fach. Der Workshop war daher auch ein erster Schritt auf der Suche nach Möglichkeiten, die Inhalte des Schulfachs „Glück“ an weiteren Schulen im Rheinisch-Bergischen Kreis einzuführen.

Weitere Informationen zum Koordinierungsbüro Übergang Schule-Beruf und seinen Angeboten finden Sie auf www.rbk-direkt.de unter dem Stichwort „Übergang Schule-Beruf“.

Rheinisch-Bergischer Kreis

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.