Das Corona-Virus wirkt sich jetzt auch auf die ersten großen Veranstaltungen in Bergisch Gladbach aus. Die Sportlerehrung am 13. März fällt aus, die Karnevalisten zögern noch mit der Absage des nachgeholten Karnevalszug am 22. März.

Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus in der Region zu bremsen hat der „Stab für außergewöhnliche Ereignisse” (SAE) der Stadt dem Stadtsportverband und der Sportverwaltung empfohlen, die für kommenden Freitag geplante Sportlerehrung abzusagen. Das teilte die Stadtverwaltung am Montagabend mit.

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Die Vereinigung zur Pflege und Erhaltung heimatlichen Brauchtums hat dagegen bislang noch nicht entschieden, ob der Karnevalszug am 22. März tatsächlich stattfindet. „Wir beobachten die Situation aber sehr genau”, sagte der Vorsitzende Martin Gerstlauer auf Anfrage des Bügerportals.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis sind inzwischen acht Fälle gemeldet, die Ergebnisse des Tests von mehr als 100 Schülern der geschlossenen Johannes-Gutenberg-Realschule stehen noch aus.

An dem Freitag sollten in der IGP im Rahmen einer Feierstunde die verdienten Sportlerinnen und Sportler sowie Vereinsmannschaften aus Bergisch Gladbach geehrt werden.

„Wir bedauern das sehr, aber angesichts der steigenden Coronaviruszahlen in der Region, ist die Prävention aktuell wichtiger“, erläutern die Verantwortlichen der Stadtverwaltung.

Der SAE wird von Kämmerer und Dezernent Frank Stein geleitet, die Entscheidung wurde mit Bürgermeister Lutz Urbach abgestimmt, erklärt die Stadt weiter.

Sportamtsleiterin Mareike Hohn und Stadtsportverband-Vorsitzender Hartmut-Christian Vogel erläutern die Beweggründe:

„Einerseits möchten wir den Sportlerinnen und Sportlern die verdiente Plattform geben, um ihre Erfolge mit den Gästen zu feiern – dem gegenüber befürchten wir jedoch Absagen aufgrund der derzeitigen Geschehnisse. Andererseits sollen natürlich auch die Sportlerinnen und Sportler, Organisatoren sowie alle weiteren Beteiligte geschützt und keiner möglichen Ansteckung ausgesetzt werden.“

Stadtsportverband Bergisch Gladbach e.V. und Stadt Bergisch Gladbach bemühen sich derzeit, einen Ersatztermin festzulegen.

Bundes-Gesundheitsminister Jens Spahn hat zuletzt dazu geraten, Großveranstaltungen mit bis zu 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer abzusagen. Auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann teilt diese Einschätzung. Obwohl zur Sportlerehrung weit weniger Gäste erwartet werden, wurde in einer Abwägung der Interessen die Absage beschlossen, erklärt die Stadt.

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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