Die Tafel Bergisch Gladbach hat einen ersten Teil der 100.000 Euro, die von der Bethe-Stiftung gependet worden war, in Form von Gutscheinen an rund 550 Haushalte verschickt.

100.000 Euro stellt die Bethe-Stiftung für den Bergisch Gladbacher Tafel e.V. zur Verfügung. Mit dieser großen Summe soll die Zeit überbrückt werden, in der die Lebensmittel-Ausgabestellen aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen bleiben müssen.

Markus Kerckhoff, Vorstand des Tafel-Vereins, ist glücklich über diese Möglichkeit, die gemeinnützige Arbeit für die Schwächsten der Gesellschaft weiterführen zu können, sieht sich aber auch vor einer großen Herausforderung: „Wir wissen nicht, was auf uns zukommt. Unsere Aktion ist wie so vieles während der Corona-Krise eine Premiere.“

Wie will der Verein die Geldspende in gute Taten umsetzen, ohne physische Begegnung, ohne Übergabemöglichkeiten, ohne Warenbestände?

Gutscheine für Lebensmittelgeschäfte

„Wir haben uns auf den Versand von Gutscheinen verständigt. 50.000 Euro sind auf diese Weise verplant, die Wertbons zu je fünf Euro wurden bereits gedruckt,“, so Kerckhoff. Und die erste Charge ist auch schon verschickt – in Briefumschlägen an 550 Haushalte im Stadtgebiet. „Damit erreichen wir etwa 1.500 Personen, die dann je drei dieser Gutscheine in verschiedenen Lebensmittelgeschäften einlösen können.“

Die Adressen der angeschriebenen Haushalte sind der Tafel-Kartei entnommen und entsprechen der Kundschaft, die in den letzten drei Monaten dort angemeldet waren. Aber auch neue Kunden können sich anmelden: „Wir haben ein Online-Portal eingerichtet, das eine niederschwellige Zugangsmöglichkeit bietet“, erläutert Kerckhoff. Erforderlich ist lediglich eine Kopie des Personalausweises und der Nachweis der Bedürftigkeit.

Eine Premiere ist diese Aktion nicht nur für Bergisch Gladbach, sondern nach Kenntnis der Initiatoren auch bundesweit. Außerdem funktioniert das System ohne Reibungsverluste, wie Kerckhoff versichert: „Das Verfahren stellt sicher, dass jeder Euro die Kunden erreicht.“ 

Die Bethe-Stiftung hatte für die Tafeln im Rheinisch-Bergischen Kreis insgesamt 250.000 Euro zur Verfügung gestellt, die die Kreisverwaltung anteilig an die Kommunen weitergeleitet hatte.

Weitere Spenden sind willkommen

Bergisch Gladbachs Bürgermeister Lutz Urbach ist Schirmherr über die örtliche Tafel und weiß die Großzügigkeit der Spender sehr zu schätzen: „Unsere Ehrenbürger Roswitha und Erich Bethe haben stets genau im Blick, was aktuell Not tut und guttut. Ich kann ihnen einmal mehr nur meine große Dankbarkeit ausdrücken im Namen der Nutznießer dieser Aktion, aber auch der Gesamtheit der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.“

Die Aktion geht weiter – und weitere Spenden sind dem Bergisch Gladbacher Tafel e.V. höchst willkommen. „Bedanken können wir uns bereits bei einer ganzen Reihe von zusätzlichen Spendern, die teilweise vier- und fünfstellige Beträge überwiesen haben. Aber jeder Euro hilft und kommt dort an, wo er hingehört“, so Kerckhoff.

Der Zugang zur Registrierung für Kundinnen und Kunden ist auf dieser Website  zu finden. 

Die Kontonummer des Vereins für Spenden:
IBAN DE17 3706 2124 0050 4060 16 (Bensberger Bank)
DE19 3705 0299 0311 5551 47 (Kreissparkasse Köln).

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