Christian Buchen

Christian Buchen, der CDU-Bürgermeister-Kandidat stellt zwei wichtige Themenfelder für seinen Wahlkampf vor: Zukunftsfähige Mobilität sowie lokaler Natur- und Umweltschutz. Dabei setzt er auf das Motto „Anreize statt Verbote“.

Ein zukunftsfähiger Mobilitätsmix sowie Natur- und Klimaschutz sind für den CDU-Bürgermeisterkandidaten Christian Buchen „zwei zusammenhängende Themen, die für eine nachhaltige Entwicklung Bergisch Gladbachs eine herausragende Bedeutung haben“.

In einer Erklärung beschreibt Buchen, wie er die erforderliche Verkehrswende hin zu einem fairen Mobilitätsmix herbeiführen sowie seine Ziele für mehr Klima- und Naturschutz erreichen will. Die beiden zeitgleich veröffentlichten Papiere tragen die Überschrift „Mobilitätsmix: Anreize statt Verbote schaffen“ und „Lokaler Natur- und Klimaschutz für unsere grüne Stadt“.

9 Punkte zum lokalen Natur- und Klimaschutz

In neun Punkten kündigt Buchen an, welche Schwerpunkte er als Bürgermeister von Bergisch Gladbach beim lokalen Natur- und Klimaschutz setzen werde.

Auf dem Hintergrund der beiden letzten Hitzesommer wolle er „die Waldbesitzer bei der Wiederaufforstung und bei der Neupflanzung städtischer Straßenbäume mit zusätzlichen 200.000 Euro sowie einer neuen Försterstelle unterstützen.“

Ein weiteres Vorhaben des Bürgermeisterkandidaten der CDU lautet: „Ich werde Anreize für Blumenwiesen, grüne Vorgärten, Dach- und Fassadenbegrünung schaffen.“ Dafür werde er den Vorgarten-Wettbewerb „Pflanzen statt Schotter“ initiieren. Zudem sei ihm wichtig, dass die städtischen Einrichtungen hierbei eine Vorbildfunktion einnähmen.

Sodann müssten zur CO2-Reduktion alle städtischen Fahrzeuge Zug um Zug mit umweltschonenden Antrieben ausgerüstet werden. Buchen weiter: „In Digitalisierung und smarten Lösungen liegt ein großes Potential zur Emissionsvermeidung.“

Und: „Ich setze mich dafür ein, Natur nicht nur zu schützen, sondern auch durch naturverträgliche Freizeitmöglichkeiten wie wandern, Rad fahren, reiten oder auch klettern erlebbar zu erhalten.“

11 Punkte zum Mobilitätsmix

In dem elf Punkte umfassenden Themenfeld zum Mobilitätsmix bekräftigt Buchen: „Ich werde die Verkehrsflüsse in unserer Stadt durch ein innovatives und zentral gesteuertes ‚lernendes‘ Verkehrsleitsystem optimieren.“

Durch Taktverdichtung und Senkung der Ticket-Preise will der CDU-Bürgermeisterkandidat den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) nachhaltig stärken.

Die Busflotte solle auf umweltschonende Technologien umgerüstet werden.

Zum Punkt Ausbau des Radwegenetzes und Sanierung von Straßen heißt es: Er strebe eine lückenlose Verbindung aller Stadtteile sowie eine bessere Anbindung an die Nachbarkommunen an.

Für die Instandhaltung von Radwegen und  Sanierung der Straßen will Buchen zehn Millionen Euro einsetzen.

Er plant zudem, ein Netz von Mobilstationen in den Stadtteilen zu errichten; wegen der starken Nutzung müsse die Radstation an der S-Bahn ausgebaut werden.

Sodann will Buchen den Pendelverkehr nach Köln und zurück stärker auf die Schiene setzen. Dazu führt er aus: „Park & Ride an S-Bahn-Stationen entlasten die städtischen Straßen durch weni­ger Autoverkehr. Dieses Parkangebot werde ich erweitern – möglichst nicht durch die Erschließung zusätzlicher Flächen, sondern durch den mehrstöckigen Ausbau mit Parkplätzen. Wofür ich mich seit geraumer Zeit einsetze: Der Aus­bau des durchgängigen zweiten S-Bahngleises der S11 nach Köln muss kommen.“ 

Sodann solle die L 289 von Spitze über Moitzfeld zur A 4 ausge­baut werden. Erst danach seien Bebauungspläne für die im Flächennutzungsplan (FNP) ausgewiesenen Flä­chen in Herkenrath einleitbar. Insgesamt müsse der Verkehr besser fließen.

Deshalb werde es mit ihm als Bürgermeister keine Müllabfuhr-Dienste mehr entlang der stark frequentierten Straßen zu den Hauptverkehrszeiten geben.

„Mit ganzer Kraft und langem Atem“

Dieses Bündel an verkehrlichen Maßnahmen sei nicht von heute auf morgen zu realisieren, bemerkt Buchen mit dem Hinweis: „Wir gestalten ja keinen Verkehrs­übungsplatz auf der grünen Wiese, sondern planen in­mitten einer bestehenden Infrastruktur.“

Aber es könnte an vielen Schrauben gedreht werden. Fahrpläne, Verkehrsmit­tel, Ampeln, Verkehrsführung, Parkleitsysteme, Radwe­genetze und Straßen in Bergisch Gladbach müssten so aufeinander abgestimmt sein, dass flexible Mobilität für alle möglich werde. Für diesen Verkehrsmix wolle er sich als Bürgermeister „mit ganzer Kraft und langem Atem“ einsetzen.

In dem Natur- und Klimaschutz-Papier formuliert der CDU-Bürgermeisterkandidat grundsätzlich: „Unser konkreter Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung muss darin bestehen, die Natur zu schützen, die uns umgibt. Die beste lokale Versicherung gegen den Klimawandel sind intakte Ökosysteme, die den Wandel abmildern und regionale Vielfalt erhalten.“ 

Er werde alles daransetzen, damit Bergisch Gladbach die Stadt bleibe, in der „metropolnahes Wohnen und Arbeiten im Grünen“ auf einzigartige Weise möglich sei, unterstreicht Buchen.

Dokumentation der beiden Papiere

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5 Kommentare

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  1. Vieles klingt nett, aber beim Lesen frage ich mich: Ist das nicht sowieso alles schon geplant? Straßen- und Radwegsanierung, S 11 zweigleisig, P&R Duckterath ausbauen, Mobilstationen – all das ist altbekannt, teilweise (m.W.) schon beschlossen.

    Was bleibt: Eine neue Försterstelle.
    Und ein besserer Verkehrsfluss z.B. auf der L289, also noch mehr Förderung des Autoverkehrs. Wirklich innovativ!

  2. Guten Tag Herr Krell,

    aus der Berichterstattung der letzten Jahre hier im Bürgerportal kann ich mich nicht erinnern, dass die FDP jemals einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz eingebracht hat.

    Hätten Sie Beispiele der aktuellen Legislaturperiode parat?

    Oder ist es nur gerade oppurtun, um vielleicht doch mal Regierungsluft zu schnuppern?

    Btw., was schluckt ihr goldener Flitzer eigentlich so auf 100km im Stadtverkehr? ;)

  3. Ich freue mich sehr, dass Christian Buchen mehr und mehr Positionen aus der Grundsatzvereinbarung des Dreierbündnisses übernimmt. Ich frage mich nur, aus welchen Gründen diese Themen in den letzten sechs Jahren unter einem CDU Bürgermeister und der CDU Fraktion als stärkste Kraft im Rat nicht nur nicht angegangen worden sind, sondern vielfach sogar blockiert wurden.

  4. Diese beiden Themenfelder sind eine Ohrfeige für den ausscheidenden Bürgermeister. Buchen nennt Beispiele für bisher nicht oder wenig angegangene Probleme, die seit 20 Jahren und mehr bekannt sind. Getan wurde fast nichts. S 11 zweigleisig hätte längst Wirklichkeit sein können, Radwege sind marode oder nicht vorhanden, Umwelt war selten ein Thema bei der CDU, was auch für den Noch-Bürgermeister gilt. Natur- und Klimaschutz haben erst die Bürgerinitiativen anlässlich des FNP ins Bewusstsein der Politik gerückt, der Ausstoß gesundheitsgefährdender Soffe wurde bis vor Kurzem nicht mal gemessen und niemand, jedenfalls mir nicht bekannt – was nichts heißt – arbeitet tatsächlich daran, den ÖPNV wirklich auf einen Level zu bringen, dass es lohnt, das Auto stehen zu lassen. Buchen will alle Stadtteile “lückenlos” miteinander verbinden, wobei dem motorisierten Individualverkehr sicher der Vorzug gegeben wird, was er aber nicht sagt. An den vielen “Stellschrauben”, an die Buchen ranwill, hätte man in 2 Amtszeiten auch schon eine Menge drehen können.

  5. Wasch mich, aber mach mich nicht nass, so könnte man Herrn Buchens “umweltverträgliches” Mobilitätskonzept verstehen. Denn die heilige Kuh, der private Autoverkehr, darf anscheinend unter keinen Umständen angetastet werden. So gesehen folgt daraus irgendwie eine Art moderner Ablass-Handel: man ist sich der Hauptursache für Verkehrsprobleme und Emissionen zwar bewusst, will am Status Quo aber möglichst nichts ändern. Also steckt man lieber den Waldbesitzern ein bisschen Geld für Aufforstung zu und pflanzt dürrebeständige Straßenbäume. Das ganze nennt man dann “Nachhaltig” und fertig ist der grüne Anstrich.

    “Unser konkreter Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung muss also vielmehr darin
    bestehen, die Natur zu schützen, die uns umgibt. ”

    Finde ich gut. Ich hoffe nur die CDU erinnert sich daran, wenn es um Flächennutzungs- und konkrete Bebauungspläne geht…