Die Freie Wählergemeinschaft Bergisch Gladbach setzt ein deutliches Zeichen im anstehenden Kommunalwahlkampf und verzichtet vollständig auf die Wahl-Plakatierung in Bergisch Gladbach. Stattdessen spendet die FWG an eine gemeinnützige Organisation.

Benno Nuding, Vorsitzender der FWG fordert die anderen Parteien auf ebenso zu handeln. Das wäre verantwortungsbewusst. Durch Verzicht auf die Plakatwerbung würde das Geld auch nicht der Wirtschaft entzogen, wenn im Gegenzug gemeinnützige Projekte finanziert würden.

Der FWG ist bekannt, dass andere Parteien beabsichtigen, die Stadt mit jeweils weit über 1.000 Plakaten zu bestücken. Dafür werden Beträge von vielen Tausend Euro ausgegeben.

Die FWG setzt sich für den Erhalt und den Ausbau einer lebenswerten Stadt ein. Dazu gehört auch ein Verzicht auf den selbst bei Experten inzwischen mehr und mehr umstrittenen Wahlkampf mit Plakaten. Sie verunstalten nach Auffassung der FWG die Stadt erheblich.

So sähen es nicht nur Wählerinnen und Wähler, sondern auch die Stadtverwaltung, die ihre Mühe hätte, Plakatierungsreste zu beseitigen, die sich auch nach Abräumen der Plakate durch die Parteien in Grünanlagen und Wäldern befinden, obwohl die Pflicht zum Abräumen der Plakate durch die Parteien bestehe.

Benno Nuding, Vorsitzender der FWG

„Ein Bild des Plakatierungswahnsinns kann sich jeder vor Wahlen machen, der den Refrather Weg befährt“, unterstreicht Benno Nuding die Argumentation der FWG.

Eines der Hauptargumente ist aber auch, dass die mit dem Plakat verbundenen Träger neuerdings in der Regel zwar aus recyclebaren Kunststoff bestehen, sie aber dennoch nach Gebrauch überwiegend im Müllofen landen, weil der Trennvorgang kompliziert ist.

Der Verzicht auf Plakatwerbung bedeutet nach Ansicht der FWG auch keine Einschränkung des für eine Demokratie notwendigen und unverzichtbaren Wahlkampfs. Es gibt, so die FWG, viele andere Wege, die Menschen mit Argumenten zu überzeugen als mit austauschbaren, komprimierten und damit meist unverbindlichen Werbesprüchen. 

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