Puppenspieler Gerd J. Pohl mit Mundschutz: Wegen der strengen Corona-Regeln ist das Theaterspielen noch nicht möglich.

Die strengen Hygiene- und Abstandsregeln funktionieren im kleinen Puppentheater in Bensberg nicht. Daher hat sich Gerd J. Pohl entschlossen, vor Ort erst nach den Sommerferien neu zu starten. Es können aber jederzeit Gastspiele in größeren Räumen gebucht werden.

Die Scheinwerfer bleiben aus im Bensberger Puppentheater. Trotz der Erlaubnis der NRW-Landesregierung, dass die Theater ab dem 1. Juni wieder öffnen dürfen, wird der Puppenpavillon auch weiterhin geschlossen halten und den Spielbetrieb frühestens nach den Sommerferien wieder aufnehmen.

Der Grund sind die extrem strengen Hygiene- und Abstandsregeln gegen die weitere Ausbreitung des Covid-19-Virus, die sich in einem so kleinen Theater wie dem Puppenpavillon nicht umsetzen lassen.

Puppenspieler und Theaterleiter Gerd J. Pohl: „Wenn wir zwischen den Zuschauern oder den einzelnen Familien jeweils anderthalb Meter Abstand ließen, könnten wir nicht mehr als zehn oder zwölf Zuschauer einlassen. Das geht ganz einfach nicht”.

Puppentheater hinter der Glasscheibe funktioniert nicht

Man könne und wolle das Publikum im Puppenpavillon nicht separieren, die Zuschauer nicht einzeln einlassen und bedienen, nicht hinter Plexiglaswände setzen – das alles widerspreche dem Gundgedanken des Theaters, Menschen zusammenzuführen. Die Vorstellungen fallen also zunächst aus.

Pohl hofft aber, dass sich die Situation bis zum Herbst hin soweit entspannt, dass zumindest ein eingeschränkter Spielbetrieb wieder möglich wird.

Auftritte in größeren Sälen sind möglich

Alternativ könnten die Vorstellungen auch in größeren Sälen stattfinden, in denen die Abstandsvorschriften eingehalten werden könnten. Erste Gespräche mit der Stadt hat es bereits gegeben, die Kirchengemeinden möchte Pohl demnächst ansprechen.

Hinweis der Redaktion: Das Theater im Puppenpavillon gehört zu einer ganzen Reihe von kulturellen Einrichtungen und freien Künstlern, die durch die Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht sind. Auf der Plattform „Spenden für Vielfalt in GL” finden Sie Infos, wie Sie helfen können.

„Ich werde die Flinte nicht ins Korn werfen, sondern mit allen Kräften dafür sorgen, dass es mit der Bensberger Puppenspieltradition weitergeht”, verspricht der Puppenspieler: „Aber die Situation ist sehr, sehr ernst. Ohne fremde Hilfe lässt sich das nicht stemmen.”

Weiterhin möglich seien Gastspiele der dem Puppenpavillon angeschlossenen Reisebühne in Kindergärten, Grundschulen und überall dort, wo die Corona-Schutzregeln umgesetzt werden können. Anfragen können über das Theaterbüro unter 02204/54 636 oder 0172/245 67 69 gestellt werden.  

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Redaktion

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