Dorothee Wasmuth, FDP

Im #BürgerClub des Bürgerportals hat die FDP ihr Leuchtturm-Projekt innerhalb des Ampel-Bündnisses für die Kommunalwahl vorgestellt: Eine grundsätzliche Aufwertung der Kinderbetreuung und Bildung in Bergisch Gladbach – damit die Chancengleichheit nicht weiter leidet, sondern gestärkt wird.

Dorothee Wasmuth, die Nummer 2 der FDP auf der Liste für die Kommunalwahl und bildungspolitische Sprecherin, erläuterte die Bausteine des Programms zu Beginn der Video-Konferenz – und stellte dabei klar, dass es den Liberalen auch um die Quantität (ausreichend Plätze in Kita, OGS und Grundschule) sowie den Zugang zur Bildung gehen, in erster Linie aber um die Qualität der Bildung.

FDP-Fraktionschef Jörg Krell räumte ein, dass der Stadtrat in den vergangenen Jahre an den falschen Stellen zu viel gespart habe. Was zu einer Verwahrlosung eines Teils der Schulen geführt habe. Daher müsse nun schnell und umfassend in Kitas und Schulen investiert werden. 150 Millionen Euro hat das Bündnis von Grünen, FDP und SPD hinter dem Bürgermeisterkandidaten Frank Stein dafür vorgesehen.

Der Sanierungs- und Modernisierungsstau sei gewaltig, von den Toiletten bis hin zur Ausstattung von Kindern und Lehrern mit Computern.

Die Tatsache, dass auch im nächsten Schuljahr wieder viele Plätze in Kitas, in der OGS und selbst bei den wohnortnahen Grundschulen fehlen, sei ein „Schlag ins Gesicht der Eltern” sagte Wasmuth.

Es dürfe keine Denkverbote geben; in Gesprächen mit Tagesmüttern, Elterninitiativen und Betrieben müssen schnell zusätzliche Plätze geschaffen werden – noch bevor die Investitionen in neue Einrichtungen greifen könne.

Gefragt nach den zentralen Unterschieden zum Konkurrenten bei der Kommunalwahl, der CDU, verwiesen Wasmuth und die FDP-Vorsitzende Anita Rick-Blunck auf das „antiquierte Kinder und Familienbild” der Union. Im Gegensatz dafür sei es für die Liberalen völlig klar, dass beide Elternteile, auch die Frauen, einen Anspruch auf berufliche Entfaltung haben – und es daher einen Anspruch auf eine umfassende Kinderbetreung geben müsse.

Der nächste BürgerClub: Klimaschutz

Die nächste Videokonferenz des BürgerClubs findet am Dienstag, 2. Juni, ab 19:30 Uhr statt. Gast sind dann die Grünen, die zur Debatte stellen, welche Ideen sie für den Klima- und Naturschutz in Bergisch Gladbach haben.

Mehr Informationen zum BürgerClub und zu den technischen Voraussetzungen finden Sie in diesem Beitrag.

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4 Kommentare

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  1. Um nicht das Bild über Frau Süssmuth zu schmälern: Ja ihr Ministerium hat damals eine Umorientierung angeregt.

    Leider hat die CDU in ihren diversen Regierungsphasen (Bund, Land und kommunal) seit den 80er-Jahren verpasst diesen Wandel herbei zu führen.

    Die Dame heißt übrigens „Rita“ und der Herr „Urbach“. Investitionen in die Bildung sind immer begrüßenswert, sei‘s auch nur die digitale.

  2. Frau Wasmuth, sie haben in Ihren Aussagen nur zum Teil recht. Die Finanzen für die OGS und Kinder und Jugendeinrichtungen sind zu einem grossen Teil auch Sache des Landes gewesen. Die damalige Regierung aus SPD und Grünen hätte schon einiges vorrangig treiben können. Nichts geschah ausser vielen Worten und Versprechungen. Getan wurde nichts. Die Stadt hatte damals kaum Möglichkeiten durch den Haushaltskontrollausschuss zu bringen. Alles was notwendig war ist getan worden. Nicht erst Herr Stein hat als Kämmerer etwas bewirkt, sondern auch sein Vorgänger. Bitte vergessen Sie das nicht und tun so, als wäre Herr Stein der Retter aller vergangen Finanzprobleme in der Stadt. Es ist eine einseitige Darstellung. Wenn es Verdienste gibt, dann sind sie der Erfolg der Koalition unter Federführung des Bürgermeisters Lutz Ursache. Misserfolge müssen auch beide Parteien die Konsequenzen tragen
    Nicht nur die CDU der sie jetzt alles vorwerfen. Hj. Kickuth

  3. Sicherlich hat Frau Prof. Süssmuth die Frauen- und Familienpolitik in Deutschland bewegt und modernisiert. Dies stellen wir nicht in Abrede. Nichts desto trotz ist in den letzten Jahren hier vor Ort in Bergisch Gladbach in diesem Bereich meist nur der Mangel verwaltet worden. Es stand nicht im Fokus der CDU ausreichend OGS Plätze zu schaffen, Begründung hierfür war stets der noch nicht existierende Rechtsanspruch auf einen solchen Platz. Die Lebenswirklichkeit der heutigen Familien und damit deren Bedarf an Betreuungsplätzen wurde dabei ausgeblendet.
    Frank Stein hat seit seinem Start in Bergisch Gladbach bereits sehr viel bewegt, er hat mit der Schaffung weiterer Betreuungsplätze dem modernen Familienbild Rechnung getragen. Diese Maßnahmen werden wir gemeinsam mit ihm weiter verfolgen und Bergisch Gladbach wirklich zu einer familienfreundlichen Stadt gestalten.

  4. Ich finde es eine Unverschämtheit der FDP von einem antiquierten Familiebild innerhalb der CDU zu sprechen. Schon in den 80 Jahren hat die CDU unter der Federführung ein neues Familienbild ausgerufen. Dieses geschah unter der damaligen Ministerin für Familien Frauen Jugend und Gesundheit Frau Prof. Dr.Dr. Rica Süssmuth. Dies wird heute gerne von politischen Gegnern unter den Tisch gekehrt um sie dann heute als eigene Vorstellungen ans Tageslicht zu bringen. Die Familienpolitik heute Sprecherin der FDP in Bergisch Gladbach sollte sich diese Veröffentlichungen einmal zu Gemüter führen, bevor sie die CDU in ein für sie passende schlechte Licht zu rücken. So helfen sie Herrn Stein bestimmt nicht