Der CDU-Ortsverbandes Stadtmitte hat immerhin drei Schwarzerlen erfolgreich im Buchmühlenpark gepflanzt. Zuvor waren jedoch einige steinige Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Nicht im Gelände, sondern bei der Genehmigung.  

Mit einer Baumpflanzaktion auf der Wiese im Buchmühlenpark hat sich der CDU-Ortsverband Stadtmitte von seiner praktischen Seite gezeigt. „Nach einigen Mühen konnten  wir die Zustimmung für das Setzen von drei Schwarzerlen erhalten, auch wenn wir uns mehr erhofft hatten; das ist immerhin ein erster Schritt in die richtige Richtung “, erklärt der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Stadtmitte, Oliver Renneberg zu der jetzt abgeschlossenen Initiative.

Sein Vorstandkollege Ulrich Gürster betont: “Es war und ist unseren Mitgliedern sehr wichtig, dass wir nicht nur reden, sondern auch handeln. So haben wir im Vorstand gemeinsam mit unserem CDU-Bürgermeisterkandidaten Christian Buchen die komplette Finanzierung der drei Bäume und auch die Baumpflege in Form einer dreijährigen Patenschaft übernommen.“

Den Weg hin zu dieser Aktion beschreiben Rennberg und Gürster im Nachblick „als recht steinig“. Bereits im Frühjahr letzten Jahres hatte sich aufgrund der anhaltenden Dürre, vieler gestresster Baumbestände und der Wichtigkeit, das Grün zu erhalten, der Vorstand des CDU-Ortsverbandes die Wiesenfläche im Buchmühlenpark ausgeguckt, „um das doch recht karg wirkende Gelände an der frei gelegten Strunde mit Jung-Bäumen zu verschönern“.

Abstimmung mit Architekturbüro dauert fast ein Jahr

Ein entsprechender Beschluss wurde gefasst, doch zunächst wurde dieser wegen zu beachtender Vorschriften ausgebremst. Haupthindernis: Die planungsrechtliche Gestaltungshoheit der Berliner Agentur, die seinerzeit als Wettbewerbssieger aus dem Projekt „Regionale 2010-Ost/Strunde hoch vier“ hervorgegangen war.

„Doch wir konnten und wollten so rasch nicht aufgeben – und haben das Gespräch gesucht“,  schildert Oliver Renneberg das Vorgehen. Er und seine CDU-Vorstandskollegen stiegen in einen Abstimmungsprozess zwischen dem Ortsverband und dem Architekturbüro ein, das fast ein Jahr andauern sollte. Im Frühjahr 2020 war es dann soweit, die Pflanzstandorte und die Baumsorte konnten bestimmt werden; die Pflanzaktion wurde Wirklichkeit.

„Der Fachbereich StadtGrün steht voll hinter unserer Aktion“, freuen sich Renneberg und Gürster. Eine der drei  Schwarzerlen sei trotz aller Sorgfalt der Trockenheit zum Opfer gefallen und habe gegen einen neuen Baum ausgetauscht werden müssen. „Diese Ersatzpflanze wird natürlich nun ganz besonders gehegt und gepflegt“, versichert Gürster.

CDU-BM-Kandidat Buchen freut sich über dieses Engagement ebenso wie CDU-Kreistagsabgeordneter und Waldexperte Peter Lautz. Er ist  auch stellvertretender Vorsitzender im nordrhein-westfälischen CDU-Landesagrarausschuss. Beide hoffen mit den  Mitgliedern des CDU-Ortsverbandes Stadtmitte, dass diese erfolgreich Aktion Schule macht und  weitere Baum-Spender/-innen gefunden werden.

Auf dem Foto: Oliver Renneberg, Peter Lautz, Michael Metten, Christian Buchen, Heinz-Bernd Padberg, Peter Thormeyer, Kurt Molitor, Rolf-Dieter Schacht, Ulrich Gürster, Thomas Hartmann, Alexander Vossler. Foto: Jan Gürster

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11 Kommentare

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  1. Lieber Bernd de Lamboy, man merkt es Ihnen förmlich an, es scheint unendlich schwer zu sein, eigentlich nicht vorstellbar für ein CDU Urgestein, wenn man aus dem “System der Partei”, über viele Jahre gewachsen und bewährt, sich auf einmal einer Realität gegenüber sieht, die so gar nichts mit dem zu tun hat, was man über lange Jahre gewöhnt war.

    Meine Wahrnehmung ist, die Menschen sind die Symbolpolitik leid, egal, ob es die drei gepflanzten Bäume, die Themenpapiere zu was auch immer oder die Baumschutzsatzung drei Wochen vor der Wahl sind. Immer dann, wenn es um das Einsammeln der Stimmen der Wähler geht, dann sucht man förmlich händeringend den Kontakt, sogar mit inhaltlichen Themen, ob Regen oder Gluthitze.

    Die Bürger aber, die freiwillig zu bestimmten Themen ihre Stimme während der “Regierungszeit” erheben, die schiebt man arrogant zur Seite, warum auch immer. Dabei ist entscheidend, was bei den Bürgern ankommt und nicht, wie es vielleicht gemeint sein könnte.

    Ein Wechsel ist angesagt, auf keinen Fall ein “weiter so” und es ist schon viel zu viel Zeit verloren gegangen, egal ob beim Klimaschutz, bei der Verkehrswende oder der Digitalisierung, Stadtentwicklung pur. Keine neuen Lernkurvern für alte Probleme.

    Verstehen kann ich, wenn jemand aus dem “System einer Partei” ein Problem damit befürchtet, sich zu Wort zu melden mit seinem Kommentar. Nicht verstehen kann ich, dass wer sich hier zu Wort meldet, das anonym tut.

  2. Mit dem aktuell gültigen Flächennutzungsplan hat die CDU maßgeblich vorbereitet, dass in Bergisch Gladbach zukünftig ca. 1 Mio. Quadratmeter Natur bebaut/versiegelt und tausende Quadratmeter Wald vernichtet werden sollen.

    Vor diesem Hintergrund erscheint es mir geradezu grotesk, wie sich die CDU im Textbeitrag selbst für die Pflanzung von drei kleinen Bäumen feiert, und so tut, als läge ihr der Baumbestand in Bergisch Gladbach besonders am Herzen.

    @Herr de Lamboy, vielleicht könnten Sie diesen Widerspruch ja auflösen (und ihn nicht einfach in die Ecke von „Meckereien“ stellen).

    Bis dahin entsteht sicherlich der Eindruck, „Ihre“ CDU versuche hier -mehr oder weniger peinlich-, sich in Wahlkampfzeiten einen „grünen“ Anstrich zu geben.

  3. …und hier wieder nur ohne Namen! Wer ist W.J.
    Wer sich nicht zu einer Aussage bekennt, sollte lieber garnichts sagen.

  4. Leider immer wieder die gleichen Meckerer. Liebe Leute macht doch bitte auch etwas, anstelle immer nur zu kritisieren was andere tuen oder getan haben.

  5. Was für ein Spektakel um 3 Bäume. Der Zeitaufwand, die Bürokratie, die vielen Beteiligten. Die vielen ” wichtigen Leute”, die ihre Duftmarke setzen müssen.

    Die Bäume sind ja unbezahlbar. Der Amtsschimmel wiehert ja lauter, als die zulässige Lautstärke von Motorraedern. Kein Wunder, daß Vorgänge in Verwaltung usw. sich wie Kaugummi in die Länge ziehen.

  6. Ich staune immer wieder, wie viel und wie lange Planungsbüros Mitspracherechte bei der Gestaltung von Grünflächen haben – auch noch nach so vielen Jahren. Dass sie verhindern können, einen Baum auf eine kahle Wiese zu setzen und man um einen Baum – ok, es waren derer nun drei – ein Jahr lang kämpfen muss.

  7. Schwarzerlen wachsen auf feuchten Böden. Da schon eine Erle wegen der Trockenheit einging, glaube ich nicht, dass die jungen Erlen eine Chance haben, es sei denn man gießt sie ,auch wenn sie größer werden.
    Bäume , die mit Trockenheit besser zurecht kommen, wären evtl. besser gewesen.

  8. Es ist eben ein weiter weg, verbunden mit vielen Lernkurven, mit Wissen und Können, bis man vom reinen Marketing und „fishing for compliments“ (Wählerstimmen sammeln) zum eigentlichen erfolgreichen Tun gelangt.

    Wie man deutlich sehen kann, dass ist noch Lernphase, bis zur Verhaltensänderung dauert es dann noch. Das sich die Erkenntnisse in einem Klimaschutzkonzept oder einem neuen FNP niederschlagen oder beim Gruen in der Schlossstrasse, dafür sind die Chancen verpasst.

    Deshalb liebe CDU, weiter Üben und beim Machen zuschauen.

  9. Muahahaha! Die ganze Wahlperiode dafür kämpfen, dass auch das letzte Fleckchen Grün noch betoniert wird, und dann kurz vor der Wahl publicitywirksam ein paar Bäumchen pflanzen, so kennt man die lustigen Gestalten von “unserer” CDU.

    Die Frage, wie viele Mitglieder der GL-CDU man braucht, um eine Glühbirne zu wechseln, ist nach wie vor ungelöst. Aber immerhin ist jetzt die Frage beantwortet, wie viele benötigt werden, um 3 Bäume zu pflanzen: rekordverdächtige 11. Chapeau!