Das Rathaus-Café lag direkt am Eingang zur Fußgängerzone, jetzt wird umgebaut.

Unser Beitrag über das Aus des Rathaus-Cafés hat eine heftige Debatte über den Handel und Wandel in der Fußgängerzone ausgelöst. Inzwischen ist klar, wer in das Ladenlokal in dem repräsentativen Eckgebäude wechselt: Die Filiale eines Unternehmens, das schon seit 47 in der Stadt präsent ist.

Wie berichtet hatte die Kamps-Filiale mit dem schönen Namen „Rathaus-Café“ und den Außensitzplätzen vor dem Krüger-Gebäude am Marktplatz nach der Corona-Zwangspause nicht wieder geöffnet.

Jetzt wird umgebaut und am 23. November will hier das bundesweit tätige Familienunternehmen Kind Hörgeräte seine Bergisch Gladbacher Filiale neu eröffnen. Schon seit 1973 ist das Unternehmen in der Stadt vertreten und residiert seit 1990 direkt um die Ecke, an der Paffrather Straße, sagte ein Firmensprecher dem Bürgerportal.

Kind sei schon seit längerem auf der Suche nach einem größeren, sichtbareren Standort und daher sehr froh, das Ladengeschäft an der Ecke Hauptstraße / Konrad-Adenauer-Platz übernehmen zu können, sagte der Sprecher. Künftig werde man dort über mehr Verkaufsfläche und drei statt bisher zwei Hörstudios verfügen. Im neuen Geschäft sollen auch Brillen angeboten werden.

Viele Hörgeräteakustiker, viele Cafés

Über die Filiale von Kind hinaus gibt es alleine in der Fußgängerzone drei weitere Hörgeräteakustiker; weitere Vertreter der Branche in der Gladbacher Innenstadt finden sich in der RheinBerg Galerie und an der Odenthaler Straße.

Hinweis der Redaktion: Der erste Beitrag hatte viele Kommentare provoziert, auch auf Facebook läuft eine intensive Debatte über die Entwicklung der Innenstadt.

Aber auch mit Cafés ist die Innenstadt gut bestückt. Neben den in unserem ersten Beitrag erwähnten (Espresso Perfetto, Café Extrablatt, Theater-Café, Café Tilda, Altes Pastorat, Genussecke) gibt es noch die Liebelei (das frühere Espresso-Haus am Ende der Grünen Ladenstraße), mehrere Eis-Cafés, das Café Libresso in der Buchhandlung Thalia und das „Markt-Café“ Zimt & Zucker mittwochs und samstags auf dem Wochenmarkt. Ende des Monats startet auch in der alten Buchmühle ein Café.

2015 war das Gebäude auf der Ecke zur Paffrather Straße umgebaut worden. Nicht für Starbucks, sondern für die Bank Santander. Rechts am Taxistand die bisherige Kind-Filiale, links befand sich bislang die Kamps-Filiale.

Das Gebäude, das der Unternehmer Willibert Krüger gekauft und vor einigen Jahren aufwendig saniert hatte, sorgte schon einmal für Gerüchte. 2015 wurde spekuliert, in dem Ladenlokal auf der Ecke zur Paffrather Straße solle eine Starbucks-Filiale einziehen; Krüger hatte zu der Zeit gerade Starbucks als Kunden für Kaffeekapseln gewonnen. Doch statt dessen zog in das ehemalige Geschäft von Niedenhoff eine Niederlassung der Bank Santander ein.

Hinweis der Redaktion: In einer ersten Version dieses Beitrags hatten wir das Café Libresso vergessen, wir haben es ergänzt. Falls wir weitere Café in der Innenstadt übersehen haben, melden Sie sich gerne bei der redaktion@in-gl.de

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

5 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Ich finde es sehr schade, dass es am Marktplatz kein Café mehr gibt. Aber die Vermietung ist nun mal Sache des Hauseigentümers – wer weiß, ob überhaupt ein Café interessiert war an diesem Ladenlokal?

  2. Da stimme ich Frau Sofia zu, hier hätte ein einladendes, publikumanziehendes Geschäft oder eine ausgefallene Gastronomie unbedingt hingehört.

    Doch für die Auswahl der Mieter ist ausschließlich der Eigentümer des Objektes verantwortlich. Die Stadtverwaltung kann nicht verbieten, das sich hier Gewerbebetriebe ansiedeln, die in der Sortimentliste des hier vorliegenden MK Gebiets erlaubt sind.

    Die Grundbesitzer kann man leider nicht davon überzeugen, dass sie mit der Vermietung ihrer Immobilien an Handyläden, 1 € Läden, etc. die Stadt für die Bürger „ kaputt bestücken“ und, insbesondere in den Abendstunden sowas von tot machen.

  3. Sehr geehrte Sofia X, wir berichten erneut, weil der erster Bericht unvollständig war. Was daran einseitig sein soll müssten Sie uns noch einmal erklären. Das Café Libresso nehmen wir gerne in die Liste auf.

  4. Es ist auch sehr eindeutig wieso noch Mal (zwei Tage hintereinander) über diese Ecke ausführlich berichtet wird. Es wird indirekt hier Werbung für die Hörgeräte und für Zimt & Zucker gemacht! Wo ist bitte z.B. das Cafe Libresso in der Buchhandlung. Wenn Sie Bericht erstatten und noch Mal dann am nächsten Tag bestimmte versteckte Werbung machen wollen, dann ist das Ihre Entscheidung, liebes Bürgerportal, allerdings ist diese Aktion und Berichterstattung ziemlich UNPROFFESIONEL und EINSEITIG! Versteckte Werbung eben.

  5. Wie bereits im früheren Artikel vom 21. 09 kommentiert, finde ich es absolut schwachsinnig, unattraktiv und nicht gut durchdacht, dass an der schönsten Ecke und im schönsten Gebäude vor dem Rathaus, Hörgeräte und Brille vertrieben werden! Ich empfinde es als eine Schande. Wer solche eintönigen Geschäfte und Artikel zum x-Mal in der Einkaufsstraße von BGL überhaupt erlaubt, sucht nur Profit und denkt nicht an die Entwicklung und Entfaltung der Stadt! Ich bin entsetzt und ja, ich weiß, ich kann es nicht ändern, aber die Stadt soll bitte endlich schöner werden und aufwachen, sich entfalten. So wird es leider nichts!

    Kein Wunder, dass die Leute mehr und mehr online bestellen. Was soll man in der Innenstadt finden? Nur Hörgeräte und Brille! Das Angebot der Innenstadt zieht die Kundschaft nicht mehr an. Kaum Bäume in der Einkaufsstraße, graue marode Pflastersteine, die gar nicht so alt sind, Fassaden, die mehr als hässlich aussehen. Da gehe ich nicht gerne hin.