Für die Versorgung von Betroffenen der sogenannten Bluterkrankheit sind seit diesem Herbst die Apotheken zuständig. Das soll dazu führen, dass der Markt für die sehr teuren Faktorpräparate transparenter wird. Allerdings stellen die empfindlichen HämophilieMedikamente die Apotheken vor große Herausforderungen.

Seit dem 1. September hat sich der Vertriebsweg für Hämophilie-Produkte geändert: Die Versorgung läuft nicht mehr über spezialisierte Zentren, sondern über die Apotheken. Hier erhalten die Patienten ab jetzt ihre monoklonalen Antikörper und Faktorpräparate.

Die gegen Hämophilie eingesetzten Präparate sind eine teure Angelegenheit: Nach Angaben der AOK Niedersachsen kostete die ambulante Faktorenversorgung im Jahr 2018 etwa 219.000 Euro pro Patient im Jahr.

Zur Sache: Hämophilie ist eine Erbkrankheit, bei der die Blutgerinnung gestört ist. Das Blut aus Wunden gerinnt nicht oder nur langsam. Häufig kommt es zu spontanen Blutungen, ohne sichtbare Wunden. Hämophilie tritt hauptsächlich bei Männern auf, Betroffene werden umgangssprachlich auch als Bluter bezeichnet.

Bislang zeichnet sich der Markt durch Intransparenz aus, was nun geändert werden soll. Aus diesem Grund werden die Faktorpräparate künftig nicht mehr direkt von den Herstellern zu den Ärzten vertrieben, sondern zu den Apotheken. Dadurch wollen die Krankenkassen die Kosten besser kontrollieren können.

Da das Risiko für die Apotheken aufgrund der hohen Kosten sehr hoch ist, werden allerdings nicht alle Apotheken Arzneimittel zur Hämophilie-Versorgung anbieten.

Hohe Anforderungen an Transport und Lagerung

Ein weiterer kritischer Aspekt bei der Versorgung ist die Temperaturempfindlichkeit der Produkte. Diese müssen besonders gelagert und transportiert werden. Darüber hinaus ist eine Dokumentation gemäß Transfusionsgesetz verbindlich.

Als bundesweit tätige Versandapotheke mit höchsten Qualitäts-und Sicherheitsansprüchen bietet die Schloss Apotheke in Bensberg niedergelassenen Ärzten und arbeitsmedizinischen Diensten seit über 30 Jahren einen Komplettservice rund um die Arzneimittelversorgung.

Mit dem Handling von über 600.000 Impfdosen pro Jahr sind wir einer der größten Impfstoffversorger in Deutschland.

Mit diesen umfassenden Erfahrungen und einer optimalen Infrastruktur bieten wir Lösungen für alle Herausforderungen, die sich in der Versorgung mit Hämophilie-Präparaten stellen.

Transparenz und lückenlose Dokumentation

Mit der Änderung des Bezugswegs ändert sich für den behandelnden Arzt die Rückverfolgbarkeit der Arzneimittel passend zum Patienten. Durch unser einzigartiges Serialisierungssystem sind wir bestens auf die Wahrnehmung sämtlicher Dokumentationspflichten entsprechend des Hämophilie-Registers und des Transfusionsgesetzes vorbereitet.

Wir können Ärzten sowie Patienten absolute Transparenz bieten und die Chargendokumentation allen Beteiligten zur Verfügung stellen– inklusive der Option der direkten Übermittlung an das Hämophilieregister durch uns.

In unserem Serialisierungs-System, das wir selbst entwickelt und 2013 in die Praxis umgesetzt haben, werden alle von uns in Verkehr gebrachten Arzneimittelpackungen von uns mit einer individuellen Seriennummer versehen.

Diese wird mit allen relevanten Daten zu Chargenbezeichnung, Verfallsdatum, Temperaturdaten, Herkunft und Verbleib der einzelnen Packung verknüpft und in unserer Datenbank gespeichert. Damit können wir eine lückenlose Rückverfolgung aller Arzneimittel garantieren und sind auf diesem Feld bis heute konkurrenzlos.

Produktqualität durch konsequente Kühlung

Eines unserer Kernthemen aus dem Bereich der Impfstoffversorgung ist die Einhaltung der pharmazeutischen Kühlkette über alle Handelsstufen vom Hersteller bis zum Endverbraucher.

Transparente Bezugswege, die konsequente Arbeit in Kühlhäusern, aktive Kühlung sowie durchgängige Temperaturüberwachung sind in unserem hauseigenes System der Kühlkettenlogistik umgesetzt.

In Verbindung mit unserem Serialisierungskonzept können wir bereits jetzt die Temperaturdaten für den gesamten Lebenszyklus jeder einzelnen Packung abbilden – zukünftig soll jeder Patient auch die Möglichkeit haben, die Daten zu „seiner“ Packung online jederzeit abrufen zu können.

Strategische Lagerhaltung

Um eine lückenlose Versorgung trotz Änderung der Lieferketten sicher zu stellen, müssen für jeden einzelnen Patienten und die medizinischen Zentren ausreichend Medikamente sofort zur Verfügung stehen.

In unseren Kühlhäusern haben wir die Möglichkeit der Einrichtung von Sonderlägern und Notfall-Depots für Behandlungszentren und individuell für jeden Patienten. Sie profitieren hier von unseren umfassenden Erfahrungen in der Organisation von Sonderlager-Konzepten für Arztpraxen und institutionellen Kunden.

Eigener Lieferdienst

Mit unserem apothekeneigenen Lieferdienst garantieren wir die tägliche und direkte Versorgung von Patienten und Behandlungszentren im Umkreis von 100 Kilometern rund um den Kölner Dom – und zwar ausschließlich in Fahrzeugen mit aktiver Kühlung unter permanenter Temperaturüberwachung und Dokumentation.

Im Notfall bieten wir in diesem Umkreis auch Lieferungen rund um die Uhr.

Zahlen und Fakten 

Der Hämophilie-Markt ist im Hinblick auf die Patientenzahl überschaubar: Laut des Deutschen Hämophilieregisters (DHR) gehen jährlich circa 8.500 Meldungen über Patienten ein. Davon haben etwa 3.000 bis 5.000 betroffene Patienten eine schwere Form der Hämophilie.

Diese Patienten sind zumeist männlich. Ihnen fehlen spezielle Gerinnungsfaktoren, die durch plasmatische oder gentechnologisch hergestellte Zubereitungen ersetzt werden (z. B. Immunate®, Advate®, Rixubis®). Zudem steht mittlerweile mit Emicizumab (Hemlibra®) ein monoklonaler Antikörper zur Verfügung, der schon jetzt über Apotheken zu beziehen ist. Nun sollen auch die Faktorpräparate diesem Vertriebsweg folgen.

Wenn Sie dazu Fragen haben, wir beraten Sie gerne.

Ihr Markus Kerckhoff

Markus und Dagmar Kerckhoff führen die Schloss Apotheke in Bensberg

Die Schloss Apotheke ist ein mittelständiger, pharmazeutischer Betrieb mit 50 MitarbeiterInnen in fünf autonomen Teams an drei Standorten in Bergisch Gladbach. Sie führte als erste öffentliche Apotheke Deutschlands ein TÜV-zertifiziertes Qualitätsmanagement-System ein. Hierzu gehört z.B. das Vier-Augen-Prinzip, das heißt, jede einzelne Arzneimittel-Abgabe, jede Salben-Herstellung wird von zwei Personen geprüft.

Sie ist als babyfreundliche Apotheke zertifiziert. Entsprechend sind die Mitarbeiter geschult und spezielle Produkte für die Kleinsten vorrätig.

Darüber hinaus ist die Schloss Apotheke Spezialist für den Direktbezug von Impfstoffen. Als bundesweit tätige Versandapotheke mit höchsten Qualitäts- und Sicherheitsansprüchen bietet sie niedergelassenen Ärzten und arbeitsmedizinischen Diensten einen Komplettservice rund ums Impfen und Reiseapotheken. Mit einem ausgeklügeltem Logistiksystem für thermosensible Arzneimittel sorgt die Schloss Apotheke für eine lückenlose Einhaltung der Kühlkette.

Kontakt

Schlossstraße 10, 51429 Bergisch Gladbach
Telefon: 02204 588 110
Mail: info@schloss-apotheke-bergisch-gladbach.de
Website

Markus Kerckhoff

führt seit 1998 zusammen mit seiner Frau Dagmar die Schloss Apotheke in der Bensberger Schlossstraße. Er legt großen Wert auf die persönliche Beratung und stammt aus einer Familie von Ärzten und Apothekern. Schon sein Vater führte die Schloss Apotheke.

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