Zum Lichterfest Chanukka will der Ganey Tikva-Verein jüdisches Leben in Bergisch Gladbach sichtbar machen – und veranstaltet am Montag eine kleine öffentliche Versammlung auf dem Marktplatz. Und schürt dabei gleichzeitig einen alten Konflikt.

Der Ganey-Tikva-Verein biete in Zusammenarbeit mit dem Musiker Roman Salyutov den Rahmen zum Entzünden der fünften Chanukkakerze, wie es in vielen Städten seit Jahren Brauch ist, heißt es in der Einladung. Musikalisch werde die Veranstaltung von Bella Liebermann begleitet.

Chanukka ist das das jüdische Lichterfest. Es erinnere an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem, als nur ein Krug Öl ausreichte, um die Menora auf wundersame Weise acht Tage lang brennen zu lassen. 

Die kleine Versammlung unter Wahrung aller Corona-Regeln finde am Montag um 18 Uhr auf dem Konrad-Adenauer-Platz ein.

Axel Bolte, stellvertretender Vorsitzender des Ganey Tikva-Vereins, nutzt die Einladung, um erneut den Freundeskreis Ganey Tikva zu kritisieren. Die „beschämende“ Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht habe den Verein veranlasst, „kurzfristig anlässlich des Chanukkafestes und zur Sichtbarmachung gegenwärtigen jüdischen Lebens“ zur Chanukka-Versammlung einzuladen.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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5 Kommentare

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  1. Wann hört Axel Bolte endlich auf, in unerträglicher moralischer Anmaßung andere Leute und Gruppen anzugreifen? Ich war auch bei der Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht dabei. Die Gänsefüßchen verstehe ich nicht und wer die Veranstaltung peinlich findet, spricht nicht für mich und viele andere. Ich habe auch keinen Grund daran zu zweifeln, dass das Bürgerportal sorgfältig arbeitet. Wir wollen doch hier nicht den Verdacht von „Fake News“ streuen. Das sollte einer bestimmten Partei überlassen bleiben.

  2. Was war an der Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht „beschämend“?

    Ich fand es eher beschämend, wie demonstrativ Sie sich abgesetzt und quasi eine eigene kleine Gedenkveranstaltung zelebriert hatten.

  3. Wir schüren keinen Konflikt, lieber Herr Watzlawek, wir weisen auf Missstände hin.

    Die peinliche „Gedenkveranstaltung“ zum 9. November war ein solcher.

    Meine kritische Stellungnahme dazu sende ich Ihnen zu mit der Bitte um umgehende wortgetreue Veröffentlichung.

  4. Vielen Dank zunächst für die neutrale Information über die freundliche Einladung des Ganey-Tikva-Vereins zur Chanukkabegehung im Jahr 5781 am Montag, den 14. Dezember, um 18:00 Uhr auf dem Konrad-Adenauer-Platz. Leider versuchen sie als Autor, dieses Angebot an die Stadtgemeinschaft durch einen vollkommen unbegründeten, sehr unfreundlichen, weiteren Satz zu entwerten und bewerten damit unzulässig.