Benno Nuding, Vorsitzender der FWG Freie Wähler Gemeinschaft Bergisch Galdbach

Die FWG sieht die dringende Notwendigkeit einer Verkehrswende zugunsten des Radverkehrs und des ÖPNV für Bergisch Gladbach. Daher erneuert sie ihren Vorschlag für eine Nord-Süd-Radverkehrsachse und beantragt, dass die Stadt dafür gemeinsam mit dem Kreis Pläne entwickelt.

Die Verkehrssituation in Bergisch Gladbach hat die Grenzen der Belastbarkeit erreicht hat. Gerade zu Zeit des Berufsverkehrs sind die Hauptverkehrsachsen stark belastet, an vielen Stellen auch überlastet.

+ Anzeige +

Bergisch Gladbach hat im letzten Jahr eine Resolution zur Bewältigung des Klimawandels beschlossen und darin „die Eindämmung des Klimawandels und seiner schwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität“ anerkannt. Auch dies ist ein Grund um vom PKW auf das Fahrrad umzusteigen.

Das Mobilitätskonzept unserer Stadt ist mittlerweile fünf Jahre alt. Die hier vorgeschlagenen Maßnahmen betreffen fast ausschließlich Aufwertungen der Radwege entlang der Hauptverkehrsachsen.

Diese Maßnahmen werden aber nicht ausreichen, um eine durchgreifende Verkehrswende zu erreichen. Eine wesentliche Verbreiterung der vorhandenen Haupt-Verkehrswege ist kaum möglich. So besteht fast immer eine Konkurrenzsituation zwischen Radverkehr und motorisiertem Verkehr.

Als Beispiel kann hier die Paffrather Straße genannt werden.  Um wirklich gute Radwege zu erreichen, müssten Bäume gefällt und Vorgärten enteignet werden, Maßnahmen, die mit Sicherheit keiner will und auch auch abzulehnen sind. 

Im Mobilitätskonzept des Rheinisch Bergischen Kreises von 2019 wird hingegen eine Radachse von Leverkusen nach Rösrath vorgeschlagen und planerisch vorbereitet. Sie wird auf Bergisch Gladbacher Gebiet von Bensberg bis Schildgen und überwiegend unabhängig von den Hauptverkehrsachsen geführt.

Weiterer Vorteil dieser Radroute ist die Option, Verbindungen zu den Haltestellen des ÖPNV Schienenverkehrs herzustellen, also den Linien Straßenbahnlinien 1, 3, 18 und 4 sowie zur S11 

Die FWG Bergisch Gladbach hält diese Pläne für wegweisend und hat deswegen beantragt, die Verwaltung zu beauftragen, mit dem Kreis gemeinsam diese Pläne weiterzuentwickeln und schnellstmöglich umzusetzen. Benno Nuding: „Wenn ein Umstieg auf’s Rad gelingen soll, muss auch die Radwegeplanung besser zwischen den Gebietskörperschaften in der Region koordiniert werden.“

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

2 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Nun, wo Herr Nuding wohnt und arbeitet, ist ja zweitrangig. Es gibt ein Konzept und dieses könnte man weiter betreiben in der Planung/Umsetzung. Und ja, ich wohne in Schildgen….aber von Schildgen bis nach Bensberg ist jetzt ja doch nicht nur Schildgen.
    Wenn man was zu meckern sucht, findet man immer was. Hauptsache ist doch, das da Bewegung rein kommt.

  2. Kommt der gute Herr nicht aus Schildgen und arbeitet im EVK?

    Ist das jetzt, weil er sich so gut dort auskennt oder weil es sein Arbeitsweg mit dem Rad ist?

    Von der FWG hört man jedenfalls oft nur etwas zu Schildgen und Paffrath. GL ist jedoch etwas größer und nicht nur vor der eigenen Haustüre