Der Hindenburgplatz liegt hinter dem Park am Deutschen Platz, hier steht nur ein Wohnhaus. Foto: Thomas Merkenich

Der Ortsverband der Grünen begrüßt die breite und weiter anwachsende gesellschaftliche Bewegung, die sich kritisch mit der Benennung des Hindenburgplatzes in Bensberg auseinandersetzt. Die Ehre, als Namensgeber für einen Platz in unserer Stadt zu fungieren, sollte solch historisch umstrittenen Personen nicht länger zuteilwerden.

Über die Benennung des Hindenburgplatzes wurde letztmals vor acht Jahren im Rat der Stadt Bergisch Gladbach politisch gestritten. Wir Grüne waren und sind weiterhin der Überzeugung, dass eine Ehrung – und nichts anderes ist die Benennung eines öffentlichen Platzes – des Militaristen Hindenburg fehl am Platze ist. 

Dass die Bürgerschaft das Thema nun selbst wieder in die kritische Diskussion bringt, ist für uns GRÜNE ein gutes, ein mutiges gesellschaftliches Signal.

Straßennamen vermitteln Botschaften. Für uns Grüne steht fest, dass die Benennung „Hindenburgplatz“ eine falsche Botschaft über unsere Stadt aussendet. 

Die in unserem offiziellen Stadtplan festgehaltenen Straßennamen können über Fußnoten auf Hinweisschildern vor Ort nicht ausreichend eingeordnet werden. Und Hindenburg kann kein zu ehrendes Vorbild für eine freiheitlich und demokratisch verfasste Gesellschaft sein.

Eine kritische Einordnung und Auseinandersetzung mit der Person und Rolle im historischen Kontext ist selbstverständlich notwendig. Gerade in Zeiten, in denen in zu vielen Parlamenten und an viel zu vielen Stammtischen zunehmend gefährliche Stimmen der Relativierung zu hören sind. Diese kann auf dem Platz und sollte im Diskurs geschehen. Ein Hinweisschild kann hier nicht ausreichen.

Der Hindenburgplatz ist eine kleine Stichstraße von der Kölner Straße in die namenlose Grünfläche hinein, die auch den Deutschen Platz an der Gladbacher Straße umfasst.

Open Street Map

Wir würden uns freuen, uns gemeinsam mit den Bürger:innen dieser Stadt auf den Weg hin zu einer zukunftsgewandten Benennung unserer öffentlichen Plätze zu machen.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

20 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  1. Ich schreibe hier als Anwohner und stellvertretend für sämtlicher Anwohnerparteien der Straße „Deutscher Platz“.

    Wir als Anwohner der Straße: „Deutscher Platz“ haben bereits am Montag eine Petition an Herrn Bürgermeister Stein gesendet.

    Mit unseren Unterschriften möchten wir klar zum Ausdruck bringen, dass wir in keinem Falle eine Umbenennung unserer Straße wünschen.

    Die Petition, wurde von sämtlichen hier wohnenden oder arbeitenden Haushalten unterschrieben.

    Für die hier lebenden Menschen und die ansässigen Unternehmen würde eine Umbenennung einen enormen Aufwand bedeuten. So müssten wir z.B. sämtliche Unterlagen und Verträge ändern.

    Zudem ist die von den Aktivisten beschriebene dringende Notwendigkeit zur Umbenennung für uns nicht erkennbar. Mit Geschichte sollte man sich auseinandersetzten, jedoch nicht versuchen diese zu tilgen.

    Interessant mag in diesem Zusammenhang noch der Hinweis sein, dass recht viele der hier wohnenden Menschen einen Migrationshintergrund aufweisen, sich aber nie an der Straßenbezeichnung gestört haben.

    Wir bitten Sie unsere Wünsche als Anwohner und direkt Betroffene zu berücksichtigen, damit diese leidige Debatte ein zeitnahes Ende finden kann.

  2. @H.Schneider:
    D‘accord! Auch darin, dass Bürger‘s Beteiligung jenseits von Wahlgängen kein Allheilmittel ist, solide aufgesetzt werden muss und potentiell immer Gefahr laufen kann, unter die Räder schlichter Besitzstandswahrung, dampfiger Stimmungsmache o.Ä. zu geraten.

    Ich bin übrigens gespannt, wie in der Hinsicht dann der nahende Bundestags-Wahlkampf (zudem Corona „gewürzt”) verläuft (und ausgeht) …

  3. @ HG Ullmann
    Ich gebe zu, man könnte den Schluss ziehen, ich wäre gegen Bürgerbeteiligung, weil ich mich hier etwas einseitig auf den konkreten Fall bezogen habe.
    Das ist keinesfalls so. Z.B. in den Fällen F- und B-Plan bin ich ganz ausdrücklich nicht nur für die Bürgerbeteiligung, sondern auch für die (in GL nicht immer gesicherte) Berücksichtigung derselben. Allerdings immer auf der Hut vor Partikularinteressen und dem Gemeinwohl im Hinterkopf.

  4. Zum Thema „Bürgerbeteiligung” und „Ideologie-Verdacht”:

    Dieser plötzlich steile Kursverfall von Bürgerbeteiligung ist, zumindest in grundsätzlicher Perspektive, schon ein wenig erschreckend, aber aus Sicht des Pro-Umbenennens hier nicht ganz unverständlich (weil rein strategisch schlüssig):

    Denn die Mehrheitsverhältnisse im Rat lassen vermuten:
    So günstig war eine Umbenennung bisher nicht zu bekommen (und der Rat kann, formell völlig legitim, so viele Umbenennungen vornehmen wie er lustig ist, ohne sich dazu ein Meinungsbild oder gar placet in der Bürgerschaft einholen zu müssen).

    Was allerdings das grundsätzliche Abwerten von Bürgerbeteiligung je nach Interessenlage betrifft, wäre hier auch ‘mal folgendes Szenario interessant:

    Besagter Platz hieße derzeit „Platz der freien Liebe”, und eine ganz andere Mehrheit im Rat wäre drauf und dran, ihn (ohne jede Bürgerbeteiligung) in “Platz des heroischen Kampfes” umzubenennen …

    Ich bin mir leidlich sicher, dass der eben noch darniederliegende Kurs der Bürgerbeteiligung bei denselben Protagonisten ebenso plötzlich steil in die Höhe schösse …

    PS: Der wenig originelle Ideologie-Vorwurf an die Ampel bleibt b.a.W. wohlfeil und zeigt sich eher dem noch unverdauten Schmerz über die (leichtfertigerweise unerwartete) Niederlage geschuldet;

    allerdings ist die neue Ratsmehrheit mit dem Versprechen einer „anderen (gerade auch „bürgernahen”) Politik” angetreten
    – Sollte sich das „auf Strecke” dann aber als sozusagen spiegelverkehrt verengtes „Gegenpatriarchat” herausstellen, wäre eine große Chance vertan (auch im Blick auf die rund 50% Wahlberechtigter, die im September ‘20 gar nicht gewählt haben).

  5. Zum Thema Pseudonyme:

    Natürlich kann irgendein Vor- und Zuname auch ein Pseudonym sein und ist keine Garantie für einen Echtnamen.
    Aber mich ärgert das auch. Warum schreiben Menschen ihre Kommentare nicht mit offenem Visier? Warum verstecken sie sich? Sind ihre Kommentare so, dass sie sich ihrer schämen müssen? Haben sie Angst, ihre Meinung vor anderen zu zeigen, weil sie sich zu einer Richtung bekennen, die Verwunderung auslösen würde? Haben sie einfach nicht die Zivilcourage, zu ihrer Meinung zu stehen?
    Gibt es nachvollziehbare Argumente für die Anonymität?

    Zur Bürgerbeteiligung:

    Der Stadtrat und die zuarbeitenden Ausschüsse haben in einer Legislatur Tausende von Tagesordnungspunkten abzuarbeiten, die in der Regel direkt oder indirekt Auswirkungen auf uns Bürger haben. Analog ist das anzuwenden auf alle Parlamente unseres Landes.
    Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass „Bürgerbeteiligung“ bedeutet, dass zu jedem Punkt die Bürger:innen befragt werden müssten. Tatsache ist jedoch, dass so gut wie zu jedem Punkt Betroffene oder Interessierte genau das beanspruchen. Wer dises Konzept vertritt, hat ein wesentliches Element unseres demokratischen Staates nicht verstanden. Unser parlamentarisches System versteht sich als repräsentative Demokratie. D.h. unsere Abgeordneten werden per Wahl delegiert und sind nicht etwa ihrer Partei, einzelnen Interessengruppen, erst recht nicht einzelnen Personen verpflichtet, sondern nur ihrem Gewissen. Leider folgt die Realität nicht durchweg dieser Idee, was viele Fälle von Korruption und Lobbyismus zeigen.

    Deshalb geht die permanente Frage „Habt ihr denn mal die Bürger gefragt“, wie z.B. im Fall Hindenburgdenkmal am Thema vorbei. Angenommen, die Gladbacher AfD würde beantragen, den Hindenburgplatz in Carl-Peters-Platz umzubenennen, der immerhin als Begründer der Kolonie Deutsch-Ostafrika gilt und möglicherweise auch zu denen gehört, die von der AfD in der Tradition der von ihr verehrten 1000jährigen deutschen Geschichte stehen.
    Noch mal angenommen, aus irgendwelchen Gründen, Unwissen und geschickter populistischer Begründung gäbe es im Umkreis des Platzes viele Befürworter. Die Bürgerbeteiligung wäre eindeutig. Müsste der Stadtrat dem Bürgerwillen entsprechen oder hätte er die Freiheit, „ideologisch“ zu entscheiden?. Übrigens gibt es in Dortmund ein Viertel, das als „Nazi-Kiez“ bei Bürgerbeteiligungen sicher erfolgreich wäre, würde man sie bei solchen Fragen beteiligen. Von den „national befreiten Zonen“ im Osten abgesehen.

    Apropos ideologisch: Ein häufig gehörter Vorwurf seit der Wahl. Die Ampel würde „ideologische“ Enscheidungen treffen. Diese Heuchelei von Seiten der CDU verkennt, dass Politik meistens ideologisch ist. Die Bevorzugung des Autoverkehrs gegenüber anderen Verkehrsformen ist höchst ideologisch. Der Eigentumsbegriff, auf dem unsere Immobilienwirtschaft beruht, ist es. Ebenso das Bekenntnis Adenauers zur westlichen Welt wie Brandts neue Ostpolitik waren es. Wer wollte bestreiten, dass die Versuche einer Heuschreckenorganisation, im Fall Zanders die Stadt unter Druck zu setzen hochideologisch sind. Und ausgerechnet bei Hindenburg, dem Steigbügelhalter Hitlers wird der Wunsch nach Umbenennung negativ als ideologisch kritisiert. Ich behaupte, der Wunsch nach Umbenennung ist ideologisch begründet und längst überfällig.

  6. [Es schreibt der Mensch, der dieses Pseudonym seit mehreren Jahren nutzt und dessen Name der Redaktion vorliegt…]

    Ich glaube, dass es sinnvoll wäre, die Diskussion in einzelne Elemente zu unterteilen. Meiner Einschätzung nach ist das erstens die Frage, ob Orts-, Straßen- und Platzbezeichnungen unter neuen historischen Umständen regelmäßig in Frage gestellt werden sollen und „ob es den Aufwand lohnt, weil wichtigeres zu tun gäbe“ und zweitens um den hier diskutierten konkreten Fall.

    Was den ersten Aspekt angeht, bin ich auch skeptisch bzw. plädiere für ein zurückhaltendes Verhalten. Historische (Neu-)Wertungen von Ereignissen und Personen ist eine permanente Aufgabe für jede Generation, denn nur so kann man seine Wurzeln kennenlernen und im Idealfall aus vergangenen Fehlern und Verbrechen lernen. Aber dafür muss man nicht regelmäßig Straßen umbenennen.

    Kritisch bin ich generell gegenüber Umbenennungen in dieser Stadt, seitdem aus gewachsenen Stadtteilen künstlich neue geschaffen werden (Bensberg wurde zu Bockenberg, Kaule, Lückerath und einem kleinen Rest-Bensberg), Refrath hat jetzt eine mit Ortsschild abgetrennte Altstadt usw. Dahinter scheint mir eher eine politische Strategie von „teile und herrsche“ zu stecken als ein Interesse der Bürgerinnen und Bürger.

    Im konrekten Fall bin ich zwiegespalten, denn aus meiner Sicht kann man den Namen des Deutschen Platzes beibehalten, eine weitere Ehrung Hindenburgs sehe ich (mittlerweile) aber auch kritischer. An dieser Stelle sollte man tatsächlich überlegen, ob die Umgestalltung des Parks zu einer Umbenennung führen kann.

    Hierbei würde ich mir aber wünschen, dass man die Anwohner tatsächlich richtig beteiligt. Dass heißt hier für mich nicht, dass man alle Menschen in einem großen Radius befragt, sondern dass man von Seiten der Stadt unbürokratisch bei der Umsetzung hilft und alle Kosten trägt. Die Bewohner des dortigen (Hoch-)Hauses müssten ja praktisch alle Dokumente neu beantragen und dies würde nicht aus eigenem Antrieb geschehen. So ließen sich Vorbehalte sicher einigermaßen in Grenzen halten.

  7. Lieber Herr Thiel, wir wollen ein möglichst breites Meinungsspektrum und akzeptieren daher auch Kommentare unter Pseudonym, solange es sich nicht um persönliche Angriffe handelt. Dass anonyme Meinungsäußerungen kein Gewicht haben, ist aber auch klar.

  8. „Bürgerbeteiligung“ ist eine Forderung, vor wichtigen, das Umfeld verändernden Entscheidungen die Bevölkerung ins Boot zu nehmen, um auch deren Vorschläge umzusetzen. Bürgerbeteiligung nimmt in Deutschland keine Schweizer Formen an, wo in Kleinstgemeinden auf dem Dorfplatz Politik mit allen zusammen gemacht wird. Dass die Umbenennung eines Platzes derartige Ausmaße annehmen würde, hätte ich nicht gedacht. Wenn in Neubaugebieten Straßennamen zu verteilen sind, werden auch nicht die Anrainer gefragt. Ich bin bestürzt, dass in diesen Zeiten ein solches Thema derartige Wellen schlägt. Noch bestürzter bin ich über Beiträge von Zeitgenossen, die offenbar immer noch nichts verstanden haben. Hindenburg muss weg, Deutscher Platz sollte weg, die ganze Gegend sollte zum „Friedensplatz“ zurückkehren. In dieser Bezeichnung liegt die Erinnerung an den von Deutschen begonnenen Weltkrieg, der Schrecken der Nazis und die Lehre daraus.

  9. Nur mal zur Erinnerung:
    „Düstere Szenen spielten sich am 30. Januar 1933 am Brandenburger Tor in Berlin ab. Seit Stunden hatte NS-Propagandist Joseph Goebbels Männer der SA zusammen getrommelt. Über 20.000 Angehörige dieser sogenannten Sturmabteilung, des Schlägertrupps der NSDAP, waren in den Abendstunden gekommen. Gegen 19.00 Uhr sollte es losgehen. Fackeln wurden entzündet, SA-Verbände marschierten in einer Parade durch das Brandenburger Tor. Adolf Hitler hatte wenige Stunden zuvor sein großes Ziel erreicht: seine Ernennung zum Reichskanzler durch Reichspräsident Paul von Hindenburg.“
    https://www.dw.com/de/vor-80-jahren-hitler-greift-nach-der-macht/a-16554608

  10. Es wäre schon interessant, ‚mal Genaueres über die „Breite” und das „Anwachsen” (gibt es da schon Zahlen?) der „gesellschaftlichen Bewegung” (überhaupt eine anscheinend tätige Initiative) zur Umbenennung besagter Plätze zu erfahren …

    Bisher schien / scheint mir das – ich mag mich vielleicht absolut irren – eher das engagierte Campaigning Weniger.

    Wenn es aber tatsächlich einen mehrheitlichen Bürgerwillen geben sollte, der entsprechend vielstimmig zu einer Umbenennung drängte, dann wäre alles Übrige schlicht gute demokratische Praxis.

    Das würde auch im umgekehrten Fall gelten, sprich sollte es hier keinen solchen Bürgerwillen, sondern nur den Wunsch einiger Weniger geben (und in beiden Fällen bliebe es gleich, ob man je selber das eine oder andere persönlich für richtig hielte).

  11. Ich schätze in-gl.de sehr und bin fast seit Anfang an im Freundeskreis. Um so mehr bin ich enttäuscht, dass Stimmungsmache statt sachlicher Diskussion in Form feiger Anonymität wie „der andere Gladbacher“ oder „der andere Bensberger“ hingenommen wird. Das gleiche Klientel könnte vervielfältigt noch mehr hetzen, indem es noch alle anderen Stadtteile in weiteren „der andere…“ Namen missbraucht.

  12. In der Diskussion um das Thema „Hindenburgplatz“ wird gerne und oft ja das Argument „Fragt doch mal die Anwohner*innen“ genannt. Natürlich sind die Anwohner*innen in diesem Kontext Betroffene – aber eben nicht nur diese sind betroffen.
    Die Benennung dieses Platzes strahlt für ganz GL aus. Entsprechend sehe ich alle Einwohner*innen von GL als betroffen an. Ich finde es irritierend, dass der Sichtweise von Anwohner*innen (wahlweise Bensberger*innen) von so manchen Kommentator*innen ein höheres Gewicht zugeschrieben wird, als anderen Bürger*innen unserer Stadt.
    Eine Entscheidung in dieser Sache betrifft die Stadt als Ganzes – ist letzten Endes eine des Rates.
    Mitwirkung und Beteiligung in der Kommunalpolitik sind möglich und erwünscht und notwendig. Die Parteien und Fraktionen bieten Möglichkeiten – nutzen Sie diese, anderer Bensberger / Gladbacher auch abseits des Keyboards?

  13. Nachdem die Diskussion in verschiedenen Threads ausführlich und intensiv in diesem Forum stattgefunden hat, melden sich jetzt offensichtlich diejenigen, die an inhaltlicher Diskussion nicht interessiert sind und zu einer solchen – die Beiträge lassen diesen Schluss zu – auch nicht in der Lage sind.

  14. Hindenburgplatz! Man muss die Vergangenheit nicht wertschätzen aber sie sollte schon als Teil unseres Erlebens eingeordnet werden. Die Forderung der Grünen finde ich anmaßend und fehl am Platz. Sie können doch nicht über die Köpfe der Einwohner hinweg insgesamt bestimmen.

  15. Vorschlag zur „Platztaufe“: wie wäre es, nur noch Tiernamen zu vergeben? Da Tiere amoralisch sind, braucht kein „Moralometer“ in die Vergangenheit getaucht zu werden. Und, da Tiere ja Rechte haben sollen, schlage ich zusätz-lich vor, nur ausgestorbene Pflanzenfresser zu ehren. Das schlösse zwar Karl den Käfer und den Laubfrosch aus, aber nicht den Brontosaurus. Das riesige, friedvolle Wesen wurde Opfer eines Meterioteneinschlages – nach dem Täter wird noch gefahndet- und hatte ein sehr kleines Gehirn im Vergleich zur Masse des gesamten Körpers. Ob Bioethiker aber diesem Vorschlag zustimmen können, weiß ich nicht.

  16. Ich frage mich bei den ein oder anderen Kommentator*innen, was diese selbst eigentlich unter Bürgerbeteiligung genau verstehen und wie ernst das Wort in dem Kontext gemeint ist. Denn ich unterstelle, wer aus dem Schutz der Anonymität heraus mit Kampfbegriffen wie „Verbotspartei“ skandiert, ist in Wirklichkeit selbst an einem sachlichen Dialog überhaupt nicht interessiert. Solche Leute würden zu keiner Informationsveranstaltung, zu keiner Diskussionsrunde gehen, außer wenn sie die Chance sehen, diese irgendwie zu stören.

  17. :- ) Schon 2013 hatten sich die Grünen für eine Umbenennung ausgesprochen. Leider ist der Antrag auf Umbenennung von DIE LINKE. GL damals an den Stimmen CDU, FDP, Freien Wählergemeinschaft und der KIDitative im Stadtrat gescheitert. Der Vertreter der KIDiative sitzt heute für die AfD im Stadtrat. Siehe dazu auch: https://www.dielinke-rbk.de/nc/partei/aktuell/detail-aktuell/news/paul-von-hindenburg-entspricht-nicht-den-demokratischen-gemeinsamkeiten-ehrenbuergerschaft-entziehen/

  18. „Der Ortsverband der Grünen begrüßt die breite und weiter anwachsende gesellschaftliche Bewegung“

    „Breit“ sind von diesen ‚Aktivisten‘ sicherlich einige sehr oft.

    Aber aus ein paar Äußerungen in der eigenen politischen Blase eine breite gesellschaftliche Bewegung zu machen ist wirklich schon eine starkes Stück und zeigt in welcher Welt diese Leute schweben.

    Ich kann nur hoffen, dass die 5 Jahre schnell herum sind und man sich dann wieder mit wichtigen Themen beschäftigt.

  19. Als Zuschauerin und Zuschauer konnte man am Mittwoch bei der Sitzung des Hauptausschuss im Rathaus Bensberg klar sehen, was die Grünen unter Bürgerbeteiligung verstehen. Der Antrag zu mehr Bürgerbeteiligung wurde von der Ampel unter Führung der Grünen abgelehnt. Also nur Lippenbekenntnisse der Grünen-Verbotspartei.

  20. „Hindenburg hat keinen Platz mehr auf dem Stadtplan”
    „Für uns Grüne steht fest,…“
    Haben die Grünen schon mal mit den Anwohner*innen gesprochen?
    Bürgerbeteiligung einmal mehr ein reines Lippenbekenntnis der grünen Verbotspartei.