Mit 16 tonnenschweren Basaltsteinen hat Rolf Ketan Tepel im Forum-Park ein Kunst- und Gesprächsforum installiert, als Angebot zu einer „permanente Konferenz“ im Sinne von Joseph Beuys. Zur Eröffnung kamen viele Vertreter der rheinisch-bergischen und der Kölner Kulturszene – die zum Schluss selbst mit anpacken mussten, um die Installation zu vollenden. Eine Fotoreportage.

Die Eröffnung der WeltFriedAktion war eine Kunstaktion für sich. Sie nahm ihren Ausgangspunkt am Friedensstein im Park der Villa Zanders – der zum 100. Geburtstag der Stadt aus den Trümmern eines historischen Kriegerdenkmals geschaffen worden war, das bis dahin im Forum-Park gestanden hatte.

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Vom Friedensstein schlug die Aktion eine Brücke hinüber zum Forum-Park. Mehr Informationen zu den Hintergründen der Kunstaktion finden Sie in diesem Beitrag.

Auf dem Handy können Sie die Fotos am besten im Querformat betrachten und mit einem Klick groß stellen. Foto: Thomas Merkenich
Auf dem Weg zum Forum.. Foto: Thomas Merkenich

Hinweis der Redaktion: Die Kunstaktion fand unter Corona-Auflagen statt. Eine Maskenpflicht herrscht unter freiem Himmel immer dann, wenn ein Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Die Installation im Forum-Park besteht aus insgesamt 16 tonnenschweren Blöcken aus Basaltlava, die einst das Fundament der Kölner Eisenbahnbrücke gebildet hatten – und von Tepel davor bewahrt worden waren, zu Schotter verarbeitet zu werden.

Neben den 12 Gesprächssteinen gibt es drei weitgehend unbearbeitete „Themen-Steine“ sowie einen „Fettstein“ – der, als Hommage an Joseph Beuys mit einer 80 kg schweren Fettschicht umhüllt ist. Dieser Stein soll am Mittwoch enthüllt werden.

Den Kern der WeltFriedAkademie, die für die nächsten 100 Tage zu Gesprächen, Aktionen und Begegnungen einladen soll, sind die zwölf Gesprächssteine, die unter der großen Kastanie ein echtes Forum bilden.

Diese Steine, ebenfalls aus dem Brückenfundament, sind bearbeitet und mit Füßen aus Metall versehen worden. Sie wiegen 1,2 bis 1,6 Tonnen – und mussten jetzt noch auf diese Füße gestellt werden. Eine Herausforderung an das Publikum.

„Die WeltFriedAkademie ist eine Einladung an alle Menschen, die an einem friedlichen Zusammenleben als Stadtfamilie mitwirken möchten”, betont Ketan. Von der öffentlichen Chor- und Orchesterprobe über kirchliche und Vereinsaktivitäten bis hin zur Fraktionssitzung, einem BürgerClub oder der Bürgermeistersprechstunde könnte hier unter freiem Himmel alles Mögliche stattfinden.

Denn denn Initiatoren Ketan und Gerd J. Pohl, Intendant des Theaters im Bensberger Puppenpavillon, geht es bei diesem Projekt um das, was Joseph Beuys einst die „soziale Plastik” genannt hat: den Dialog als gelebtes Kunstwerk.

Kontakt per E-Mail: ketan@stein-des-anstosses.de oder mail@theater-im-puppenpavillon.de

Helga Niekammer war ebenfalls vor Ort und hat ein Video zusammengestellt, mit weiteren Erläuterungen der Beteiligten:

Zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys gibt es zur Zeit eine Ausstellung zu den „Intuitions“-Kistchen des Künstlers in der Villa Zanders. Das Kunstmuseum ist zwar zur Zeit geschlossen, aber der #KulturKurier des Bürgerportals war vor Ort, im Video erläutert Kurator Hartmut Kraft, was es mit den nur scheinbar leeren Kistchen auf sich hat.

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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