2018 nahm Fabrice Ambrosini am Planspiel „Jugend und Parlament" teil. Foto: Archiv

Nach der Veröffentlichung eines privaten Videos, auf dem er mit dem Hitlergruß zu sehen ist, hat der Kreisvorsitzende der Jungen Union, Fabrice Ambrosini, seine Ämter in der CDU und JU ruhend gestellt – unter dem Druck des Parteivorstands. Allerdings war das Video innerhalb der lokalen CDU längst bekannt.

Fabrice Ambrosini galt als eine der Nachwuchshoffnungen der CDU in Bergisch Gladbach und im Rheinisch-Bergischen Kreis. Mit 16 Jahren war er der CDU beigetreten und hatte rasch Ämter in der Jungen Union übernommen. Zuletzt war der jetzt 19-jährige Jura-Student u.a. Schriftführer im CDU-Ortsverband Bensberg/Moitzfeld, Kreisvorsitzender der Jungen Union sowie der Schüler Union. Als Sachkundiger Bürger ist er Mitglied sowohl der CDU-Fraktionen im Kreistag als auch im Bergisch Gladbacher Stadtrat. Am Wochenende hatte er beim Kreisparteitag bei der Wahl der Delegierten für den Bundesparteitag eines der besten Ergebnisse erzielt.

Am Dienstag dieser Woche jedoch wurde von einem anonymen Absender ein Video an viele CDU-Mitglieder und an die Medien verschickt. In diesem Video ist eine Gruppe von vier jungen Leuten zu sehen, die die Nationalhymne singen. Im Vordergrund sitzt ein junger Mann, der die rechte Hand zum Hitlergruß erhebt. Dahinter steht Fabrice Ambrosini, der zum Liedtext „Einigkeit und Recht und Freiheit“ den linken Arm für einige Sekunden ebenfalls zum Nazi-Gruß ausstreckt. Es ertönt Gelächter, dann bricht das Video ab.

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„Kurz den linken Arm gehoben“

Ambrosini bestätigt gegenüber dem Bürgerportal, dass die Aufnahme bei einer privaten Geburtstagsfeier gemacht worden und authentisch ist. Allerdings habe er nicht den Hitlergruß gezeigt, sondern „nur kurz den linken Arm gehoben“.

Das sieht der CDU-Kreisvorstand allerdings anders. Die Frage, ob das nun ein Hitlergruß war oder nicht „stellt sich mir gar nicht“, sagte der Vorsitzende Uwe Pakendorf dem Bürgerportal – „sondern allein die Frage, welche Motive dahinter gestanden hatten“.

Uwe Pakendorf, Kreisvorsitzender der CDU Rhein-Berg

Um das zu klären trat der Kreisvorstand am Mittwochabend zu einer Sitzung zusammen, die ziemlich lange dauerte und nach Informationen des Bürgerportals teilweise sehr emotional geführt wurde. Dabei habe Ambrosini sich „vollständig und glaubhaft von jeglicher extremistischer Gesinnung distanziert“, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichen Erklärung der CDU (s.u.).

Die Tatsache, dass Ambrosini dennoch den Gruß gezeigt hatte, führt Pakendorf auf das junge Alter und möglicherweise den Konsum von Alkohol zurück. Für den Kreisvorstand sei jedenfalls klar geworden, dass Ambrosini keinerlei rechtsextremes oder gar antisemitisches Gedankengut hege.

Ambrosini selbst betont, er setze sich „seit Jahren für die Erhaltung und für das Fortbestehen der Erinnerungskultur der Opfer des Nationalsozialismus (z.B. durch regelmäßige Stolpersteinreinigungen, das Einsetzen für neue Stolpersteine) ein. Zudem liegt mir, dessen französische Vorfahren Opfer/ Verfolgte des Nazi-Terrors waren diese Politische-Gesinnung absolut fern.“

Wann wurde das Video aufgenommen?

Dem Alter und damit dem Aufnahmedatum des Videos kommt eine wichtige Rolle zu. Ambrosini behauptete zunächst, das Video sei „vier oder fünf Jahre alt“, und bestätigte später auf Nachfrage schriftlich, das Video sei „Anfang 2017″ aufgenommen worden, als er 15 Jahre alt und noch nicht Mitglied der CDU gewesen sei.

Ein Teilnehmer der privaten Feier widerspricht: das Video sei am 3. Februar 2018 aufgenommen worden. Da war Ambrosini 16 und Schriftführer im Kreisvorstand der JU.

CDU kennt das Video seit fast zwei Jahren

Wichtig ist eine weitere Jahreszahl: Seit 2019 ist das Video in der CDU bekannt. Kreischef Pakendorf betont zwar, er habe es in dieser Woche zum ersten Mal gesehen. Er räumt aber ein, davon schon vorher gehört zu haben.

Wie jetzt der Kreisvorstand habe sich der CDU-Ortsverband Bensberg/Moitzfeld schon vor zwei Jahren in einer Sitzung ausführlich mit dem Video befasst, bestätigt Pakendorf. Der Ortsverband sei damals ebenfalls zu dem Ergebnis gekommen, dass es keinen rechtsextremen Hintergrund gebe, sondern eine „Jugendsünde“ sei. Folgen für Ambrosini gab es nicht, der Vorfall wurde zunächst nur gerüchteweise über die CDU hinaus publik.

Jetzt gibt es allerdings Konsequenzen: Unter erheblichem öffentlichen Druck des Kreisvorstands schon im Vorfeld der Sitzung erklärte sich Ambrosini bereit, sein Ämter in der CDU und JU solange ruhen zu lassen, „bis der gegen ihn erhobene Vorwurf juristisch aufgeklärt ist“. Ob er seine Mandate als Sachkundiger Bürger in Stadt- und Kreisrat behalte, sollen die Fraktionen entscheiden.

Berichte, dass Ambrosini im Kreisvorstand mit einem Ausschlussverfahren gedroht worden sei, dementiert Pakendorf; das sei noch nicht einmal Thema gewesen. Ambrosini betont, er habe den vorübergehenden Rückzug aus eigenen Stücken angeboten. *

Staatsschutz stellt Daten sicher

Das Zeigen des Hitlergrußes im entsprechenden Kontext (den Ambrosini bestreitet) ist nicht nur strafbar, sondern auch ein Offizialdelikt: Auch ohne eine Anzeige muss die Staatsanwaltschaft einem solchen Vorwurf nachgehen.

Pakendorf bestätigte, dass sich der Staatsschutz Köln bereits bei der CDU gemeldet und die Herausgabe aller Daten rund um diesen Vorfall verlangt habe. Zwar sei bislang kein Ermittlungsverfahren eröffnet worden, die Datenbestände seien aber gesichert worden.

Bis dieses Verfahren abgeschlossen sei, so Pakendorf, werde die CDU nun abwarten, alle Ämter Ambrosinis seien ruhend gestellt worden.

*Hinweis der Redaktion: Wir haben Pakendorf und Ambrosini noch einmal Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben, der Absatz „Berichte, dass …“ wurde auf ihre Bitten hin ergänzt.

Dokumentation: Die Erklärung der CDU im Wortlaut

„Der CDU-Kreisvorstand hat am Mittwochabend (12.05.2021) gemeinsam mit Herrn Fabrice Ambrosini über das am Dienstag veröffentlichte Video gesprochen. In der Sitzung hatte er Gelegenheit zur Erläuterung der damaligen Situation.

Der CDU-Kreisvorstand spricht sich in aller Form gegen jegliches rechtsextreme oder antisemitische Gedankengut und entsprechende Handlungen aus. Fabrice Ambrosini hat sich in der Kreisvorstandssitzung vollständig und glaubhaft von jeglicher extremistischer Gesinnung distanziert. In der Vergangenheit haben wir von Fabrice Ambrosini in der JU und CDU niemals Äußerungen und Handlungen erlebt, die ihn auch nur in die Nähe entsprechenden Gedankenguts gebracht haben.

Fabrice Ambrosini hat erklärt, dass er sämtliche Ämter in der CDU und der JU so lange ruhen lässt, bis der gegen ihn erhobene Vorwurf juristisch aufgeklärt ist. Zudem hat er angeboten, seine politischen Ämter in den Fraktionen im Kreistag des Rheinisch-Bergischen Kreises und im Rat der Stadt Bergisch Gladbach zur Verfügung zu stellen.“

G. Watzlawek

Journalist, Volkswirt und Gründer des Bürgerportals. Mail: gwatzlawek@in-gl.de.

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18 Kommentare

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  1. Aufgrund der Berichterstattung über den “ Fall “ Fabrice Ambrosini habe ich einmal etwas gegoogelt. In wenigen Minuten hatte ich viele Bilder gefunden, auf denen bekannte Politiker mal den linken, mal den rechten Arm stramm durchgedrückt nach oben recken. Besonders eindrucksvoll der Linke Oskar Lafontaine! Nie wurde der Vorwurf “ Hitlergruss “ erhoben! Richtig so! Warum auch? Aber warum ist es dann bei Herrn Ambrosini ganz anders? Weil er der Chef der Jungen Union ist?
    Hat die wohl leicht angeschickerte Jugendclique die erste (!) Strophe des Deutschlandliedes gesungen?
    Wurde irgendetwas rechtsextremes gesagt?
    Ist auf dem Bild Kleidung mit rechtsextremen Symbolen zu sehen?
    Gibt es irgendeinen sonstigen Hinweis auf rechtsextreme Handlungen?
    Nach meinen Kenntnissen lautet die Antwort 4 x Nein!
    Frage: wird hier nicht ein noch sehr junger Mensch mit völlig überzogenen Anschuldigungen zu Unrecht niedergemacht?

  2. Der Kommentar von Sandra L. findet meine volle Zustimmung.
    Die sich in vielen sozialen Medien wiederholenden ellenlange Ergüsse des Vorsitzenden einer Partei zeugen in meinen Augen von einer nicht nachvollziehbaren Freude, dass es einen jungen Menschen erwischt hat, der vielleicht eine Dummheit begangen hat, der aber durch seine Taten bewiesen hat und beweist, welchem Gedankengut er anhängt – und das ist nicht das rechtsextreme!
    Es ist sehr erschreckend, wie deutlich hier wieder mal der mangelnde Respekt vor anderen Menschen – egal ob jung oder alt oder aus welcher Partei – demonstriert wird. Ist das wirklich unsere Gesellschaft?

  3. Wo soll das eigentlich alles noch hinführen? Nicht nur ich, sondern auch viele Bekannte, Freunde und Verwandte in meinem Umfeld sind mittlerweile endfrustriert über die Art und Weise, wie untereinander und übereinander kommuniziert wird.
    Fabrice Ambrosini ist ein Paradebeispiel für den vorherrschenden mangelnden Respekt dem Mitmenschen gegenüber. Der Umgangston aus den UN-sozialen Medien hat schon lange auf persönliche Begegnungen übergegriffen. Jeder Leser meiner Worte wird genau wissen, was ich meine und niemand würde je Opfer dieser Entwicklung sein wollen.
    Ich kenne (sehr wahrscheinlich im Gegensatz zu vielen anderen, die schon irgendwo ein Urteil abgegeben haben) den Jungen persönlich. Ich weiss von seinen beeindruckenden Hilfeleistungen ausländischen Mitbürgern gegenüber. Ich weiss von seinem Engagement, das größte Mahnmal des Nationalsozialismus‘ zu säubern und zu pflegen. Ich weiss von den Menschen, denen er in der Corona Zeit private Hilfe angeboten hat. Ich weiss, welche höfliche und zuvorkommende Art er älteren Menschen angedeihen lässt. Ich weiss, wie respektvoll er sein Umfeld behandelt. Daher denke ich, dass es falsch ist, sich ein Urteil zu bilden, wenn man die Person, um die es geht, überhaupt nicht kennt. Und für die Urteile im vorliegenden Fall sind Gericht und Verfassungsschutz zuständig. Hier wird darüber entschieden werden, ob man aus dem betreffenden Partyvideo jugendlicher Kinder tatsächlich rechtsextreme Gesinnung ableiten kann.
    Ich wünsche allen in unserer Gesellschaft, die so vorschnell über ihre Mitmenschen urteilen, dass sie selbst oder ihre eigenen Kinder einmal derart in den Fokus geraten. Das könnte möglicherweise heilsam wirken und dazu führen, wieder einmal perspektivisch zu denken. Wenn jemand einem etwas Böses will, steht man heute ganz schnell alleine da. Das ist nicht meine Vorstellung einer Gemeinschaft bzw unserer Gesellschaft. Besonders frustrierend empfinde ich, dass diese Entwicklung von unserer heutigen Politik und zwar VON ALLEN gängigen Parteien auch noch voran getrieben wird. Ich sehe hier leider nirgendwo eine Perspektive einer wirklichen Umkehr, sodass wertschätzend mit Menschen, Tieren, Ressourcen, Natur, Umwelt und Klima umgegangen wird. Ideologien, Populismus und Lobbyismus sind dabei, alles zu zerstören.

  4. Ich frage mich, wer ein solches Video verbreitet, um Herrn Ambrosini zu schaden. Hat er Feinde in der CDU oder war es die LINKE, die schon einen vorbereiteten Kommentar in der Tasche hatte, den sie sofort um 7:11 posten konnte?

  5. Eine Münze hat immer Zwei Seiten.
    Also um das mal klar zu stellen das Zeigen eines gewissen Grußes ist sehr schlimm und strafbar. Auch ähnliche Handzeichen und Bewegungen sind schlimm. Keine Frage.

    Allerdings ist die Empörungskultur und die Urteilskultur auch sehr schlimm. Er hat sich entschuldig und er hat es nicht aus Motiv getan. Keiner soll denken, dass er nie etwas verbotenes Tut. Und moralisch besser ist.

    Wer Ohne Sünde ist der werfe den Ersten Stein. Das sagte auch schon Jesus um eine Frau die einen Fehler gemacht hat zu schützen.
    Und Liebe vergibt auch. Gerade in der CDU sollte man wissen woher das C kommt. Von Christlich. Und Christus hat und auch vergeben.

    Man neigt dazu sofort die eine schlechte Sache am Menschen aufzuzeigen und die restlichen 99 Guten zu ignorieren.

    Also lasst den Jungen Mann in Ruhe. :) Er ist ein anständiger Bürger und engagiert sich seit Jahren für die Stadt Bergisch Gladbach. Er hat symbolisch 99 Gute Dinge getan und einen Fehler. Lasst uns nicht auf den einen Fehler gucken sondern auf die 99 Guten Dinge. :)

    M.F.G

    Fabian Bosbach (Aus Respekt vor einer weiteren Person mit gleichen Namen und Wohnort als Pseudonym)

  6. Lieber Herr Santillán,

    Ich habe das Statement der Linken sowie alle Artikel zu dem Thema aufmerksam ;) gelesen.
    Wenn Sie meinen, aber auch die anderen Kommentare aufmerksam gelesen hätten, wären Sie auch (komplett) auf den Inhalt dieser eingegangen und hätten nicht einfach Ihre Aussagen wiederholt. Das haben Sie leider nicht getan. Schade.
    So kann man leider keine vernünftige Konversation führen.
    Alles gute für Sie und ein schönes Wochenende, auch wenn man zu diesem Thema eine andere Meinung hat.
    VG

  7. @M.K.
    Ich habe nicht die Hand zum Hitlergruß erhoben. Das haben andere getan. Lesen sie mal nach, was die CDU, die Presse und andere dazu schreiben, die das Video gesehen haben. Darüber kann man bei einem politischen Funktionär und jemanden, der die Bürgerinnen und Bürger in den Ausschüssen des Stadtrats und des Kreistags mit Stimmrecht vertritt, nicht unkritisch und unwidersprochen hinnehmen. In der Zwischenzeit ist gibt es auch Aussagen darüber, dass das Video entstanden ist als der JU-Vorsitzenden schon Mitglied in der CDU und Funktionsträger in der JU war.

    In unseren aktuell öffentlich zugänglichen Erklärungen auf unserer Webseite und auch in den sozialen Medien werden von uns zur Zeit keine Namen genannt. Das tun aber noch andere: Bürgerportal, RadioBerg, Kölner Stadt-Anzeiger und die CDU und erfüllen damit ihren Auftrag und den Informationsanspruch der Bürgerinnen und Bürger über ihre politischen Vertreter*innen beim Stadtrat und Kreistag.

    Wir formulieren berechtigte Kritik und die ist genauso berechtigt wie die Kritik, die sich der JU-Vorsitzende vom CDU-Kreisvorstand anhören musste.

    Wenn sie die Erklärung DIE LINKE. aufmerksam gelesen hätten, hätte sie auch gelesen, dass wir durchaus und sehr deutlich auf seine Jugendlichkeit eingehen und auch auf die Distanzierung eingehen.

    Mein Tipp: Lesen sie einfach nach und bleiben dabei genau und bitte erst dann pöbeln. Danke!“

    Und falls sie es wirklich wissen wollen: Ich habe keine Autos angezündet und distanziere mich auch ausdrücklich von solchen Aktionen und „politisch motivierter Gewalt“. (und das nicht erst drei Tage später)

  8. Herr Santillán, so langsam reicht es doch auch mal oder? Sie stürzen sich ja auf allen sozialen Netzwerken auf Herrn Ambrosini. Da freut sich DIE LINKE ja bestimmt, dass sie wieder gegen die CDU und einen jungen Mann, der in jungen Jahren mal einen Fehler begangen hat, so Stimmung machen kann. Ihre Partei ist wahrlich nicht besser. Ganz im Gegenteil! Ich hoffe, Sie haben damals keine Autos angezündet?! ;)

    Auch wenn ein Fehler begangen wurde und der junge Mann in der Öffentlichkeit steht, sollte man immer bedenken, dass dahinter ein sensibles und verletzliches Individuum steckt. Sie wissen, wozu Hetze und Druck im Internet führen können?!
    Fehler hin oder her… das Ganze geht so langsam zu weit.

  9. Liebe @Ursula Schinkel,
    wenn sie nochmal genau lesen, fällt ihnen sicher auf, das ich in meinen Kommentaren (an dieser Stelle) keine Namen nenne. Sie werden auch auf der verlinkten Webseite keinen Namen aus der CDU oder Jungen Union finden. Lesen sie nach!

    Und tatsächlich bin ich manchmal froh, dass es in meiner Jugend keine Smartphones mit Kamera gab. So manche Ereignisse würde ich auch nicht gerne als Video im Internet sehen, wobei es einen Video mit einem eindeutigen Hitlergruß von mir nicht geben kann.

    Tatsächlich hat die CDU selbst ihren JU-Vorsitzenden zum Raport geholt. Vielleicht sollten sie ihre Kritik an die Herren des CDU-Kreisvorstands richten. …

  10. Tomás M. Santillán was wollen Sie? Haben Sie nie einen dummen Fehler in Ihrer Jugend gemacht obwohl das eigentlich nicht Ihre Einstellung war. Ihre Partei bekleckert sich ja nicht auch nur mit Ruhm. Ich finde auch das sich die CDU/CSU in der letzten Zeit viel leisten aber immer noch kein Grund einen so jungen Menschen zu verteufeln. Abwarten was er selber und seine Partei dazu sagen. Neues Testament: „Wer von uns ohne Schuld werfe den ersten Stein.“

  11. Die CDU (Stad- und Kreispartei) hat die Öffentlichkeit getäuscht. Da sollte man über Rücktritte nachdenken. Der JU-Vorsitzenden ist das Bauernopfer, welches von der CDU selbst dahingeschlachtet wird, um die CDU-Granden und Funktionäre zu schützen. Das ist schäbig!

    Hier eine Stellungnahme DIE LINKE. dazu: https://www.dielinke-rbk.de/nc/partei/aktuell/detail-aktuell/news/luegen-heuchelei-und-bauernopfer-bei-der-cdu-rheinisch-bergischer-kreis/

  12. Die CDU-Führung gibt hier in der Tat keine gute Figur ab. Wenn sie vor zwei Jahren in Kenntnis des Videos auch in der Führung zur Feststellung kam, dass es keiner Maßnahmen bedarf, warum jetzt auf einmal? Es sind keine neuen Fakten bekannt – außer der Tatsache, dass nunmehr die Öffentlichkeit Bescheid weiß. Warum wird nun erst zumindest „erheblicher Druck aufgebaut“? Warum wurde verschwiegen, dass das Video schon länger bekannt war? So baut sich das Bild auf, dass nur zugegeben und gehandelt wird, wenn es bekannt wird.

  13. Was ist denn in diesem Kreis los? Erst Santelmann, jetzt ein Junge, der den Hitlergruß als spaßig empfindet.

    Ich bin nach dem Artikel des „Bürgerportals“ nicht der Meinung, dass mit der Kritik an Herrn Ambrosini der Wille einhergeht, einen „jungen Menschen zu zerstören“. Diese Kritik gilt auch der CDU, die scheinbar 2 Jahre die Scene herunterspielte um nun nach Druck von außen plötzlich Konsequenzen zu ziehen. Herr Ambrosini scheint mir auch kein schützenswertes Mauerblümchen zu sein, über dem Herr Pkendorf die Hand halten muss. Der junge Mann hat Mist gebaut, auch mit 15 oder 16 wissend, was er tut, wofür er nicht nur als Politiker gerade stehen muss. Der Alkohol darf keine Entschuldigung sein, sonst könnte der auch für einige andere Fehlverhalten herhalten. Und nach Aussage des „Bürgerportals“ zeigt Herr Ambrosini auch keine „große Reife“, er ist dem Druck der eigenen Partei gewichen, was das Mindeste ist, was er tun kann.

  14. @Hartmut Schneider: Ich kann Ihre Kritik nicht nachvollziehen. Wenn Sie zu der Überzeugung kommen, dass es sich um eine „Jugendsünde“ handelt, warum darf die CDU nicht die gleiche (Ihre) Meinung vertreten? Das haben Sie – ohne weiteren Kontext – doch prinzipiell und nicht taktisch festgestellt.
    Wenn jemand zu wissen meint, dass eine tatsächliche verfassungsgefährdende Handlung vorläge, warum erfolgt dann keine direkte Anzeige bei Polizei oder Staatsschutz? Dieses Video einer spontanen Aktion Jahre später bewusst und anonym an einen ausgewählten Verteiler zu verschicken, um feige und hinterhältig einen jungen Menschen zerstören zu wollen, zeugt ethisch ebenfalls von einer persönlichkeitsverachtenden Gesinnung.
    Fabrice Ambrosini, der sich mit viel Herzblut und persönlichem Einsatz politisch engagiert, zeigt hier große Reife, wenn er ohne Wenn und Aber alle seine Ämter unmittelbar ruhen lässt bzw. zur Verfügung stellt.

  15. Der Fall Ambrosini scheint eher ein Fall CDU zu sein. Auch wenn die „Jugendsünde“ eine sehr fragwürdige ist, sollte man doch das Alter berücksichtigen. Wer mit 15 oder 16 keinen Mist gebaut hat, werfe den ersten Stein.

    Dass dieses Video seit Jahren bei der CDU bekannt war, gibt dem Fall eine neue Bedeutung. Immerhin hat man den jungen Mann zum Hoffnungsträger aufgebaut, obwohl man das Video kannte, das nach Auffassung der CDU notwendig macht, alle Ämter ruhen zu lassen.
    Die CDU hat kein prinzipielles, sondern ein taktisches Verhältnis zum Zeigen des Hitlergrußes.

  16. Erst nach einer Pressemitteilung DIE LINKE. vom 13.5.2021 musste CDU Spitze gegenüber dem Bürgerportal zugegeben, dass das Video dort längst bekannt war und trotzdem keine Konsequenzen hatte. Heute wie vor zwei Jahren war die erhobene Hand klar zu erkennen. Der Sachverhalt wurde aber bewusst verschwiegen und auch nach den erste Anfragen dort unter dem Tisch gehalten.

    Damals wurde das Unions-Mitglied und Parteifunktionär in einer Ortsvorstandssitzung regelrecht angefeindet, denn auch dort schien die Pose eindeutig. Er wurde zum Schweigen verpflichtet, damit das nicht an die Öffentlichkeit kommen sollte. Nach Informationen DIE LINKE. stand auch ein Ausschlußverfahren im Raum. Das Video war dann wohl auch der Grund dafür, dass er nicht als Kandidat zu Kommunalwahl 2020 aufgestellt wurde.

    Trotz des Videos mit dem eindeutigen Handzeichen war er nicht nur Junge Union Kreisvorsitzender geworden und ist Mitglied des Vorstands der CDU-Bensberg-Moitzfeld geblieben, sondern wurde erst kürzlich von der CDU zum Sachkundiger Bürger in der Kreistags RBK und Stadtratsfraktion BGL ernannt. Erst jetzt nachdem das Video bekannt geworden ist, will man bei der CDU nun Konsequenzen ziehen.

    Es ist unglaublich mit welcher Heuchelei und Dreistigkeit hier die Öffentlichkeit von der CDU getäuscht wird. Obwohl man das Video zwei Jahre lang kannte, tat man in den letzten Tagen gegenüber der Presse und den Bürgerinnen und Bürgern so, als wäre das alles „ganz neu“ und „überraschend“. Und man tut weiter so. Statt offen und ehrlich den Sachverhalt aufzuklären und darüber zu informieren soll es schnell und schmerzlos vertuscht werden. Jetzt tut man ganz brav und distanziert sich …?

    Wir alle haben in unserer Jugend Fehler gemacht, die wir heute vom ganzen Herzen bereuen. Trotz seines jungen Alters konnte man nicht einfach über das eindeutige Video hinwegsehen. DIE LINKE. hatte eine klare und öffentliche Distanzierung von rechtsextremen Gedankengut und eine Entschuldigung erwartet. Diese ist nun gekommen. Es bleibt ein dunkler Fleck und ein schmutziges Geschäft übrig. Die CDU-Granden und Kreisfunktionäre wollen sich nicht die Finger schmutzig machen. Mit gut formulierter Heuchelei will man das Problem eiskalt erledigen, dass man eigentlich schon lange hatte. Solche Politiker, die die Menschen so offen und schamlos täuschen, haben in öffentlichen Mandaten und Ämtern nichts zu suchen. Was können wir von solchen Volkvertretern an anderer Stelle wie Stadtrat und Kreistag erwarten? Neue Ausreden oder Lügen?
    CDU Rücktritte wären hier richtig und fällig! die Verantwortlichen sollten die Konsequenzen für sich selbst ziehen, statt weiter zu vertuschen.

  17. Bitte blieben Sie sachlich. Kommentare, in denen Menschen als Tiere bezeichnet werden, werden gelöscht.