Die Stadt Bergisch Gladbach hat sich immer noch nicht entschieden, ob sie ein attraktiver Wohnort im Grünen bleiben oder zum urbanen Vorort von Köln werden will, argumentiert FWG-Chef Benno Nuding. Er appelliert an Politik und Verwaltung, sich vor einer Festlegung klar zu machen, in welcher Weise sich der Städtebau auf das Wohlbefinden der Bürger:innen auswirkt. Daraus ließen sich klare Richtlinien für eine humane Stadt ableiten.

Bergisch Gladbach, unmittelbar an Köln angrenzend und Tor zum Bergischen Land, ist ein beliebter Wohnort. Daran gibt es keine Zweifel. Noch ist die Bebauung in weiten Teilen der Stadt locker und von Grün durchzogen, aber nicht mehr überall.

Insbesondere die westlichen Ortsteile verdichten sich immer mehr und verstädtern. Grundstücke werden – mit rechtlicher Zulässigkeit – bis an ihre Grenze baulich ausgenutzt; das ehemals sie umgebende Grün wird versiegelt, zu Parkplätzen umgewandelt, Vorgartenreste werden verschottert.

Das Unbehagen in der Bevölkerung wächst, auch wenn viele Bürgerinnen und Bürger dafür Verständnis zeigen, dass der Wohnungsbedarf Realität ist. 

Hinweis der Redaktion: Der Autor dieses Gastbeitrags, Benno Nuding, ist Arzt und Vorsitzender der Freien Wählergemeinschaft Bergisch Gladbach.

Foto: Thomas Merkenich

Bergisch Gladbach muss vor diesem Hintergrund die Frage klären, welche Rolle die Stadt in Zukunft spielen will. Das erwarten die hier lebenden Menschen. Will sie eine attraktive Stadt im Grünen bleiben oder will, beziehungsweise muss sie sich immer mehr in eine Art Vorort von Köln verwandeln. 

Bislang hat man eher den Eindruck, dass die zweite Option gezogen wird. Dies wird seitens der Verwaltung, der Planer und eines Teils der Politik mit den Argumenten unterlegt, dass erstens der von der Rheinschiene resultierende Siedlungsdruck immer größer werde und zweitens Bergisch Gladbach inmitten des Wirtschaftskorridors Rotterdam-Genua sowie quasi am Ende der neue Seidenstraße Chongquing-Duisburg liegt.

Diese Argumentation soll an dieser Stelle nicht untersucht werden. Ich halte sie insbesondere im Hinblick auf den Zuzugsdruck nicht stichhaltig, wenn man über einen längeren Zeitraum denkt und längerfristige Bevölkerungsprognosen zu Rate zieht. Das ist aber nicht das Thema.

Stress in der Stadt

Vielmehr geht es mir darum aufzuzeigen, welche Nachteile eine ungezügelte Verstädterung mit sich bringen kann. Ich will keineswegs den Teufel an die Wand malen, sondern lediglich an die Stadtplaner und die Politik den Appell richten, human zu planen, gesundheitliche Aspekte zu berücksichtigen, städtischen Stress zu vermeiden. Wie komme ich dazu?

Im März fand die Ärztefortbildung „Euskirchener Gespräche“ mit dem Thema „Stress in der Stadt – psychische Gesundheit und urbanes Leben“ statt. 

Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg, Direktor des Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, hielt den Vortrag „Psychische Gesundheit in Städten“, 

Prof. Dipl.-Ing. Paul Böhm, jüngster Sohn von Gottfried Böhm und ehemaliger Dekan der Fakultät für Architektur, Technische Hochschule Köln, sprach über „Mensch und Maßstab“.

Seit den 1930er Jahren zeigen Untersuchungen, dass in der Stadt aufgewachsene und lebende Menschen ein höheres Risiko für psychische Erkrankungen haben als Landbewohner. Aber was ist die Ursache dafür? Zieht die Stadt psychisch labile Menschen an oder macht das städtische Umfeld krank? 

Stadtgrün und Kontakte stützen das Wohlbefinden

Prof. Meyer-Lindberg konnte in Studien zeigen, dass bestimmte Faktoren des Stadtlebens einen sehr ungünstigen Einfluss auf die psychische Gesundheit haben. 

So wurden über eine geoinformatische App die Wege und Aufenthaltsorte von freiwilligen Probanden aufgezeichnet und in regelmäßigen Abständen wurde das psychische Wohlbefinden abgefragt.

Es konnten drei Merkmale herausgearbeitet werden, die Menschen vor einer negativen psychischen Entwicklung schützen: zufriedenstellende soziale Kontakte, Bewegung und Naturexposition.

Dass sich Stadtgrün positiv auf die Stimmung auswirkt konnte bereits in vielen Studien gezeigt werden und sollte in der Stadtplanung berücksichtigt werden.

Interessant war auch die Wechselwirkung von Bewegungsverhalten und sozialen Kontakten. So zeigte es sich, dass in den Vororten von Los Angeles mit großen Einfamilienhaussiedlungen ein schlechteres Umfeld besteht als in vielen dicht bebauten New Yorker Wohngebieten.

Der Unterschied ist, dass den Vororten in Los Angeles der Quartiercharakter fehlt. Es handelt sich um reine Wohngebiete ohne Einkaufsmöglichkeiten, ohne gemeinsame soziale Orte. Die Entfernung zu den Shopping Malls sind so weit, dass die Strecken nur motorisiert bewältigt werden. Die Malls selber sind großflächig und anonym. Das schließt eine soziale Begegnung aus.

In New York gibt es noch viele kleine Geschäfte in Wohngebieten. Einkäufe werden hier häufig zu Fuß erledigt. Das führt zu sozialen Interaktionen auf dem Weg zu und auch oft in den Geschäften. 

Prof. Böhm ging der Frage nach, ob die Größe der Stadt das Problem sei. Er zeigte, dass nicht die Stadtgröße das Problem ist, sondern das direkte Umfeld, in dem sich ein Mensch befindet. Riesige offene Plätze und überproportionierte Hochhäuser führen zu Unbehagen und einem Gefühl der Leere. 

Die Konsequenzen für Bergisch Gladbach

Was bedeutet das für die Stadtplanung und für Bergisch Gladbach?

Die Frage nach der Lebensqualität muss bei der Stadtplanung stärker berücksichtigt werden.

Städtisches Grün soll gefördert werden, als Stadtbäume, Parks, grünen Vorgärten oder auch Fassadenbegrünung. Bei jeder Baumaßnahme muss dies zur Pflicht werden. 

Es sollen Quartiere gefördert werden, bei denen die Wohnbebauung nicht zu weit vom Zentrum entfernt liegt. Bei Entscheidungen zur innerstädtischen Mobilität sollte auf eine fußgängerfreundliche Planung geachtet werden.

Das Zandersareal bietet viel Raum für neue stadtplanerische Ideen. Foto: Thomas Merkenich

Leben im Zanders-Karree

Das Zandersgelände bietet sich optimal für eine Mischbebauung mit hohem Wohnanteil an, in Form größerer, aber „menschlicher“ Wohnbebauung, wohnverträglichem Gewerbe und Räumen zur Pflege sozialer Kontakte, vor allem aber zur Herstellung eines städtischen Grünzuges entlang der Strunde vom Quirlsberg bis Gronau und Dellbrück.

Daneben müssen Unterzentren, die ohne PKW, aber mit Fahrrad oder zu Fuß erreichbar sind, gestärkt werden, zum Beispiel Schildgen oder Gronau. Schnellverkehr ist fernzuhalten, neue Ortskerne mit heimatlichem Bezug müssen mit viel Kreativität und gemeinsam mit den Bürgern geschaffen werden. 

Die Bebauung auf der grünen Wiese in peripherer Lage sollte vermieden wäre. Bei Wegstrecken zum Einzelhandel von mehr als zwei Kilometern wie in Bärbroich oder Kalmünten ist der PKW-Verkehr vorprogrammiert.

Benno Nuding

Jahrgang 1962, in Schildgen aufgewachsen, verheiratet, Vater von 4 erwachsenen Töchtern und Großvater eines Enkelsohnes. Medizinstudium in Köln. Assistenzarzttätigkeit in den Bereichen Innere Medizin, Psychiatrie und Frauenheilkunde. Leitender Oberarzt an der Frauenklinik des EVK und betreut dort...

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8 Kommentare

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  1. Diese „Ortskerne mit heimatlichem Bezug“ sind genau das was sich die Menschen wünschen die zum Teil hierherziehen und was sich auch in Köln in vielen Vierteln entwickelt, bzw. zurück entdeckt wird. Und gerade in den letzten 1,5 Jahren wurde vielen die Bedeutung einer intakten Natur bewusst.
    Eine starke Versiegelung bedroht also nicht nur die Natur und führt zu vermehrten Überschwemmungen sondern, auch die menschliche Psyche leidet.
    Anstatt in großem Stil „irgendwo“ Grün zu schützen um auf dem Papier gut auszusehen und woanders nicht, sollte in kleineren Kreisen gedacht werden.

  2. Ein sehr interessanter und wichtiger Beitrag.
    Lebensqualität sollte immer zur Stadtenwicklung dazugehören, und zwar reale und nicht schön geredete, oder in Form von Angeboten.

  3. Herzlichen Dank lieber Benno Nuding für diesen Beitrag und das besondere Augenmerk auf den Zusammenhang zwischen Stadtplanung und psychischer Gesundheit. Dieser Hinweis kommt gerade rechtzeitig für die größte Aufgabe die die Stadtplanung in dieser Stadt je gehabt hat. Wenn wir zur Verstärkung für diese Aussagen noch einen Beweis gebraucht hätten, die Pandemie hat ihn geliefert, zufriedenstellende soziale Kontakte, Bewegung und Naturexposition, wenn auch nicht in Studienergebnissen belegt, aber vielfach als Defizit in den letzten Monaten erlebt.

    Ob wir wohl die Frage, wie wollen wir Leben und Arbeiten in unserer Stadt, ob wir die einmal gemeinsam beantworten können z.B. vor „wildem“ Baubeginn auf Zanders?

    Das innerstädtische Grün ist es, was den höchsten Stellenwert hat, weil einfach und leicht erreichbar und mit seiner Wirkung ständig im „Stadtklima“ präsent. Wir dürfen es uns eben aus vielerlei Gründen nicht erlauben „mal eben“ tausende von Quadratmetern Wald im innerstädtischen Bereich zu fällen, völlig abgesehen von Feuerwehr oder Krüger. Die besten Plätze in der Stadt seien ihnen gegönnt, Wald sollte keine Option sein.

  4. Die Forderungen Herrn Nudings im Hinblick auf die Entwicklung Bergisch Gladbachs sind im Großen und Ganzen richtig. Allerdings hindern auch ihn die Imponderabilien der verschiedenen Ansätze, wohin GL soll, und da gibt es seit dem 2. Weltkrieg, wo hätte begonnen werden sollen, ein inzwischen riesiges Defizit.

    Stadtentwicklung, was ist das, was soll das, das hindert nur, so scheint man in Politik und Verwaltung seit über 70 Jahren zu denken. Ich lebe seit 1982 in Bergisch Gladbach, seit 1987 in Bensberg und habe in dieser Zeit nur Streitigkeiten erlebt, wenn ein Macht-Werk gegen ein anderes stritt – und das auf dem Rücken der Bevölkerung – um eigene Wünsche durchzusetzen. Mancher Politiker kam da in den Ruf, da oder dort unterstützt zu haben, zum Nutzen eines Macht-Werks – oder auch zu seinem eigenen?

    Inzwischen haben die Bürger und Bürgerrinnen gelernt, was ein Rat sein soll – die Vertretung der Bevölkerung und nicht ihr Vormund – und was eine Verwaltung – die Erfüllungsgehilfen des Rates und nicht der Stätz, der mit dem Hund wedelt. Die jeweils Alternativ-Bezeichnungen, so scheint es, herrschen aber in GL vor. Die Verwaltung schlägt vor, wobei Vorschlag in vielen Fällen als abzusegnender Fakt verlangt wird. Der Rat, teils aus Unwissen, Zeitmangel und Desinteresse aber auch in Uneinigkeit, nimmt manches ohne Protest hin und kommt damit nicht seiner Bestimmung nach.

    In diesen Streitereien verliert sich die Aufgabe, GL zu entwickeln, was ja im Wort bedeutet, die Stadt aus der bisherigen Umklammerung zu wickeln, die aus vielen Einzelinteressen, politischem Kalkül, verträumten Umwelt-Wunschgedanken, wirtschaftlichen Zwängen u.v.m. besteht.

    Es ist unmöglich, everybodys darling zu sein, aber es sollte doch möglich sein, eine Prioritätenliste aufzustellen, an der man sich abarbeiten kann, über der ein Zukunfts-Bild GLs steht, der sich alle Fraktionen verpflichtet fühlen – und auch die Verwaltung.

    Rat und Verwaltung haben sehr viele Aufgaben vor der Brust, wovon das Zanders-Gelände die größte ist. Darüber darf aber der Rest der Stadt nicht vergessen werden, darüber darf vor allem der Verkehr nicht vergessen werden, insbesondere Rad- und ÖPNV. Dabei ist zu bedenken, dass diese völlig zersiedelte Stadt nicht von Heute auf Morgen den motorisierten Individualverkehr los und zur Musterstadt für den Fahrradverkehr werden kann. Nur wer den Gesamtverkehr im Auge hat, wobei der ÖPNV eine sehr große Rolle spielt, wird Lösungen für unsere Stadt finden.

    Köln soll seine Wohnungsprobleme selbst lösen, dafür gibt es genug Platz in dessen Westen. Dafür hat aber auch unsere Politik zu sorgen und nicht allen Wünschen der Großstadt Vorschub zu leisten. Ob aber GL in 50 Jahren noch eigenständig ist, wage ich zu bezweifeln.

    Die Wohnungsnot ist groß, aber reagieren Rat und Verwaltung auch in bezahlbarer Hinsicht darauf? Nein, man lässt immer noch und immer weiter dort bauen, wo hohe Preise zu erzielen sind und hängt scheinbar am Gängelband der Makler-Industrie.

    Herr Nuding schreibt vom Wirtschaftskorridor Rotterdam-Genua und von der Seidenstraße, die China bis zum Atlantischen Ozean treiben will. M.E. sind diese Jahrhundert-Projekte irrelevant – was er ja auch selbst so sieht – beziehen sie sich doch wohl frühestens auf die 2. Hälfte des 21. Jahrhunderts. Diese Projekte in die Diskussion einzubeziehen, bevor andere das tun, finde ich pfiffig.

    Dass sich ein ruhiges, grünes und strukturell gut besetztes Wohnumfeld positiv auf die Menschen einwirkt, muss mir kein Professor erklären. Inwieweit sich aber sich ändernde Lebensbedingungen diese mindestens jahrzehntelange Gewissheit auf das Wohlbefinden des Menschen auswirkt, erläutert keiner der klugen Leute. Homeoffice – nicht mehr wegzudenken; Einpersonenhaushalte – immer weiter verbreitet; Zubringerdienste – auch fürs tägliche Essen; Wäscheservice am Arbeitsplatz – Wachstum in der Zukunft; Urlaub im Wohnwagen – in der Pandemie ein großer Zuwachs. Dies alles und sicher noch viel mehr ist in seiner Konsequenz noch zu erforschen.

    Die Vergleiche mit Los Angeles und New York hinken doch arg. Die Mentalität der Amerikaner unterscheidet sich doch sehr von der unseren – mindestens von 50% der Menschen dort, was man an Wahlgängen ablesen kann. Außerdem kann man den Riesenstaat USA in keiner Weise mit dem um ein Vielfaches kleineren Deutschland vergleichen.

    Von den drei Merkmalen, die Menschen nach einer professionalen Meinung vor negativen psychischen Entwicklungen schützen sollen, fußen mindestens zwei auf der sehr persönlichen Ebene des Einzelnen. Für soziale Kontakte und Bewegung muss jeder selbst sorgen, das Grün in der Stadt ist die Aufgabe von Politik und Verwaltung.

    Wohnung und Arbeit nahe beieinander – sehr wünschenswert, zukünftig immens wichtig. z.Zt. schwer umzusetzen. Die innerstädtische Mobilität, die mit der Schaffung neuer Radstreifen und -Wege, wenn auch teilweise dilettantisch, begann, ist stark zu verbessern – umweltfreundlich mit hoch getakteten Wasserstoff-Bussen, Straßenbahnen zu kleinen Preisen und hoher Taktung und es sollte endlich über Seilbahnen oder Seil-„Busse“ nachgedacht werden, wie sie neulich in Aachen vorgestellt wurden. Für Bretter vor dem Kopf ist keine Zeit mehr.

    An das Zanders-Gelände wage ich mich nicht heran. Bis da tatsächlich auch nur geplant werden kann, wird noch viel Zeit vergehen und die heutigen Sachverhalte könnten sich bis dahin sehr verändert haben.

  5. Den Freien Wählern sei dank, solch wichtige Themen anzustoßen.
    Im immer dichter verbauten Refrath sinkt definitiv stetig die Lebensqualität und steigt bei einigen (inbesonderen Autofahrern) der Stress. Der Kippunkt ist erreicht. Die Ampelkoalition muss die von uns bezahlte Verwaltung zum Umsteuern zwingen. Deshalb ist sie gewählt worden.

  6. Die Sorge von Herrn Nuding über eine drohende Verstädterung von Bergisch Gladbach ist m.E. gut verständlich. Die zahlreichen kleineren und die z.T. sehr großen Bauprojekte sprechen eine deutliche Sprache über die stark zunehmende Verdichtung und die steigende Belastung der Infrastruktur.

    Dabei folgt diese Entwicklung im Grunde dem aktuell gültigen Integrierten Stadtentwicklungskonzept „ISEK 2030“ aus 2012. Die Schaffung zusätzlicher Wohnungen für zusätzliche Einwohner ist hier als eine der zwei höchsten Prioritäten der Stadt Bergisch Gladbach genannt (neben der Ansiedlung neuer Unternehmen).

    „Lebensqualität“ oder „Stadtgrün“ als Leitbegriffe sind nicht erwähnt. Quartiersentwicklung spielt eine untergeordnete Rolle.

    Insofern wäre es sinnvoll, das Konzept „ISEK 2030“ diesbezüglich zu ergänzen und zu aktualisieren.

    Eine Überarbeitung dieses Konzeptes ist darüber hinaus ohnehin empfehlenswert, da es in die Jahre gekommen ist: Seit seiner Erstellung in 2012 ist der Klimawandel erheblich fortgeschritten, die Not um die Bezahlbarkeit von Wohnraum sehr viel spürbarer geworden, der Straßenverkehr zunehmend belastend und der lokale Handel gegenüber dem Online-Geschäft arg in Bedrängnis geraten, um nur einige Veränderungen der letzten 10 Jahre zu nennen.

    Um Mangel an Zuzügen braucht man sich Bergisch Gladbach dabei keine Sorgen zu machen. Solange Köln seine restriktive Wohnungsbaupolitik beibehält, werden die BürgerInnen von Bergisch Gladbach die Folgen daraus deutlich spüren – und dafür auch bezahlen müssen, falls nicht gegengesteuert wird.

  7. Ach Benno, du hast ja so recht: jeden einzelnen Tag sprechen uns Leute vor unserer Haustüre an, immer mit dem gleichen Tenor: wie unglaublich wichtig ihnen der tägliche Gang ins Grüne, die Bewegung und der Kontakt ihrer Kinder zu Tieren ist. Auch unsere Mini-Oase zwischen Sand und Heidkamp ist in den FNP gerutscht… Ein Horrorszenario mit 120 Wohneinheiten für die Anwohner. Ja, Wohnungen braucht es, aber bitte nicht auf neue versiegelten Flächen. Intelligente Konzepte für Senioren wie Mehrgenerationenhäuser, Parkraumüberbauung und das Zandersgelände bieten mehr als genug Raum! Liebe Politiker: nehmt das Damoklesschwert weg !

  8. Ich bin ein bisschen müde daher habe Ich den Artikel nicht ganz gelesen.
    Weiß aber in etwa worum es geht und möchte meinen Senf ablassen. :)

    Man sollte Vorsichtig sein. Wir haben nur eine Natur. Und in meinen Augen sollte Bergisch Gladbach auch das Tor zum Bergischen Land bleiben.
    Und damit meine Ich Idyle, Wiesen, Wälder, Bächer und Seen.

    Wenn Gebaut wird dann kann man ja auch bereits bebauten Flächen bauen. Wie hier vorgeschlagen : Zanders. Es gibt aber noch mehr Flächen in Bergisch Gladbach die man zuerst nehmen sollte.
    Oder man baut in die Höhe.

    Ich hoffe immer noch, dass der Flächennutzungsplan geändert wird. Wir haben nur eine Erde. Und wenn der Boden einmal zu betoniert ist ist es erst mal lange so.

    Ich hoffe, dass die Menschen merken, dass Städteplanung endlich auch mal Soziale und Ökologische Aspekte mit einbezieht.