Das Gymnasium Herkenrath hat das NRW-Förderprogramm „Extra-Zeit zum Lernen“ in Angriff genommen, mit dem coronabedingte Lücken geschlossen und der Wiedereinstieg erleichtert werden soll. In allen Hauptfächern ab der 5. Klasse werden Förderkurse angeboten.

Schon in den Sommerferien wurde am Gymnasium Herkenrath gelernt. Im Rahmen des NRW-weiten Förderprogramms „Extra-Zeit zum Lernen in NRW“ wurden und werden aktuell Förderkurse in allen Hauptfächern von Klasse 5 bis zur Abiturphase am Gymnasium Herkenrath angeboten.

Ziel ist es, den coronabedingten Lernlücken durch angepasste Maßnahmen entgegenzuwirken und eine individuelle fachliche Förderung sowie Potenzialentwicklung zu schaffen.

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Damit das Programm wirklich da anpackt, wo es am dringendsten gebraucht wird, wurden am Gymnasium Herkenrath in enger Zusammenarbeit mit den Pflegschaften Bedarfsabfragen im Frühjahr durchgeführt, in die ebenfalls die Schülervertretung eingebunden wurde.

Förderunterricht schon in den Ferien

Auf Basis der genannten Bedarfe wurden von der Schulleitung die gewünschten, an die Schule angepassten Kurse beantragt, so dass schon in den Ferien die ersten Förderstunden erteilt werden konnten.

Der Konsens aus der Abfrage in der Schulgemeinde war deutlich: Insbesondere fachliche Förderung wurde angefragt, hier vor allem die Hauptfächer – mit Schwerpunkt auf Fremdsprachen, Rechtschreibung und Mathematik.

Das Förderprogramm „Extra-Zeit zum Lernen in NRW“ ist eine Maßnahme des Schulministeriums. Für den Zeitraum bis Sommer 2022 hat die Landesregierung 36 Millionen Euro an Fördermitteln für das Programm zur Verfügung gestellt. Bei dem Programm Extra-Zeit handelt es sich um freiwillige außerschulische, kostenlose Angebote, die in Kleingruppen durchgeführt werden. Mehr Infos

„Einen geeigneten Träger zu finden, das war wirklich eine Herausforderung. Die Mühe hat sich aber definitiv gelohnt“, betont Romina Matthes, stellvertretende Schulleiterin am Gymnasium Herkenrath. Schließlich sollten konkrete Fachinhalte wiederholt und Wissenslücken geschlossen, dabei trotzdem der Lernspaß angespornt und das soziale Miteinander vertieft werden.

Durchgeführt werden die Kurse von Fachlehrkräften und Referendaren der Schule, was besonders erfreulich ist. „Sie kennen oft die Schülerinnen und Schüler und können pädagogisch an die Arbeit aus dem Unterricht und an die individuellen Wissensstände direkt anknüpfen können“, erklärt Schulleiter Dieter Müller.

Starke Nachfrage

Das Angebot wurde bisher sehr gut angenommen, insbesondere in der Sekundarstufe I. Für einige Kurse sind so viele Anmeldungen eingegangen, dass die angesetzte Maximalanzahl pro Kurs überschritten wurde.

„Da wir keinen unserer Schüler von einem Förderkurs ausschließen wollten, haben wir Termine angepasst und Kurse doppelt durchgeführt“, erläutert Matthes. Auch Aufbaukurse und weitere Crashkurse sollen beantragt und im kommenden Schuljahr weiterhin an ausgewählten Nachmittagen und den Wochenenden durchgeführt werden – vorausgesetzt die Gelder werden weiterhin bewilligt.

Förderkurse über das NRW-Programm hinaus

„Wir haben neben dem NRW-Förderprogramm zusätzlich schulintern mehrere Förderkurse in den Hauptfächern eingerichtet, die allein unser Kollegium stemmt. Wir wollen auf der Bildungsebene Corona den Kampf ansagen und Lücken schließen“, erklärt Müller.

Selbstverständlich gelten für die Kurse des Förderprogramms die gleichen Hygiene- und Coronavorschriften wie für den normalen Unterricht. So findet ein Selbsttest zu Beginn einer jeden Kurseinheit statt.

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