Foto: Thomas Merkenich

Die Nachfrage nach den sogenannten Booster-Impfungen steigt deutlich an, Termine in den Hausarztpraxen sind zum Teil erst im Januar zu bekommen. Dennoch sieht der Hausärzteverband Nordrhein die Arztpraxen gut gerüstet. „Es gibt keinen Flaschenhals“, erklärte eine Sprecherin des Verbandes auf Anfrage des Bürgerportals.

Die Vergabe von – aus Sicht der Impflinge – späten Impfterminen oft erst für das kommende Jahr führt die Sprecherin nicht auf Engpässe in der Versorgung zurück. Vielmehr würden die Anfragen in der Reihenfolge der Impfberechtigung abgewogen. Dazu würde neben dem Zeitpunkt der Erstimmunisierung auch die individuelle Situation der Patienten gehören.

„Die Vergabe der Impftermine für das Boostern findet immer in Abwägung der jeweiligen Lage der Impfinge statt“, betont die Sprecherin. Grundsätzlich wird eine 3. Impfung erst sechs Monate nach der zweiten Impfung empfohlen. Diese Regel gilt auch bei den mobilen Angeboten der Feuerwehr.

Dagegen sieht die Kreisverwaltung durchaus Engpässe in der Regelversorgung von Impfungen bei den niedergelassenen Ärzten. Das sei ein Grund für das hohe Impfaufkommen an den mobilen Impfstationen.

Am Mittwoch hatten sich am mobilen Impfzentrum des Kreises lange Warteschlangen gebildet, die Wartezeit betrug zum Teil bis zu 2,5 Stunden. Grund waren aber auch organisatorische Fehler beim Kreis.

Zusätzliche Impfkapazitäten durch Eigeninitiativen der Ärzteschaft ist derzeit in Rhein-Berg nicht in Sicht. So könnten die Ärzte:innen gemeinsam Impfstationen organisieren, ein solches „kooperatives Impfzentrum der Ärzte“ gebe es im Kreis nicht, berichtet die Verbandssprecherin.

Hinweis der Redaktion: Die KVNO hält eine Liste von Arztpraxen bereit, die auch fremde Patienten:innen impfen. Auf der Seite Doctolib stellen Ärzte (auch aus Bergisch Gladbach) freie Impftermine ein, auch die Terminbörse impfpool.de kann hilfreich sein.

Allerdings werde sich sich die Impforganisation nach Angaben der Sprecherin des Hausärzteverbands weiter verbessern. So sei die Bestellfrist für Hausärzte beim Impfstoff von 14 auf 7 Tage verkürzt worden. Dies optimiere die Planung, die hohe Nachfrage könne so besser abgearbeitet werden.

Holger Crump

ist Reporter und Kulturkorrespondent des Bürgerportals.

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1 Kommentar

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  1. Bär ist Super, leider sind die Rinder keine Wisente, sondern schottische Hochlandrinder. Ansonsten wäre der Zaun keine Sicherheit für die Besucher. Danke Kuddel