Die Teilnehmer*innen nach der Unterzeichnung der Absichtserklärung.

Viele Bürger:innen und Akteur:innen waren zur Auftaktveranstaltung gekommen, am Ende wurde eine gemeinsame Absichtserklärung unterschrieben: Bis Ende April 2022 soll der Ernährungsrat Bergisches Land gegründet sein.

Die Kick-Off-Veranstaltung zur Gründung eines Ernährungsrates für das Bergische Land war ein voller Erfolg. Viele interessierte Bürger*innen, Produzenten*innen, Vertreter*innen aus dem Handel, der Abfallwirtschaft und der Politik sowie Institutionen aus dem Umwelt- und Klimaschutz des Bergischen Landes folgten der Einladung des Bündnisses zur Gründung eines Ernährungsrates in den Kulturbahnhof Overath.

Am Ende der Tagung wurde eine gemeinsame Absichtserklärung unterschrieben mit dem Ziel: Ende April 2022 soll der Ernährungsrat Bergisches Land gegründet sein.

„Das Thema Ernährung ist komplex. Daher bedarf es vieler verschiedener Blickwinkel und Positionen, um gemeinsam eine regionale, gesunde, tierwohl- und klimaorientierte sowie fair produzierte und gehandelte Ernährung für ALLE ermöglichen und gestalten zu können“, eröffnete Dr. Barbara Steinrück, Mitinitiatorin des Ernährungsrates, die Veranstaltung.

„Aus der Region, für die Region“

„Aus der Region, für die Region“, so lautet der Leitgedanke des Bündnisses, das Arten- und Naturschutz mit einer ökologischen Landwirtschaft voranbringen möchte. Valentin Thurn, Mitbegründer des Kölner Ernährungsrates und Filmemacher (Taste the Waste), führte mit einem Impulsvortrag ins Thema ein.

Durch den – wie die Teilnehmer*innen lobten – perfekt organisierten Tag wurden diese sicher von der Facilitator*in Mechthild Nagel-Dürscheid (IWE) und Dr. Henrich Dürscheid gelotst.  Gemeinsam erarbeiteten die Teilnehmer*innen in lebhaften, konstruktiven und kreativen Diskussionen, was sie sich von einem Ernährungsrat im Bergischen Land wünschen, was er bewegen und verstärken soll.

Unter ihnen waren u.a. Vertreter des Abfallwirtschaftsverbands, die Bergischen Lebensmittelretter, die Dehoga Nordrhein und die Regionalwert AG. Außerdem folgten die Slow Food Bewegung, ein Unverpacktladen, das LVR Freilichtmuseum Lindlar, eine SoLaWi, Umweltschutzverbände (BUND, RBN), die Klimafreunde RheinBerg sowie etliche interessierte Bürger*innen der Einladung.

„Wir brauchen eine Art Herden-Engagement“

Das Kernteam des Bündnisses ist zu 100 Prozent ehrenamtlich tätig. „Wir brauchen eine Art Herden-Engagement, um die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 langfristig zu erreichen, gerade im Bereich Ernährung“, motivierte auch der Gründungspate des Ernährungsrates Dr. Jürgen Rembold von der gleichnamigen Stiftung zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements.

Er wies explizit auf die Lebensmittelverschwendung hin und freute sich gemeinsam mit allen Akteuren über die kulinarische Tagungsverpflegung mit geretteten Lebensmitteln.

Gemeinsam mit Nicolas Ting (vongrundaufgut) schnippelten die Teilnehmer*innen gerettetes Obst und Gemüse und kreierten bunte, schmackhafte „Herbststullen“. Dabei kamen alle vom Denken ins Handeln und wurden nebenbei noch für das Thema „Vermeidung von Lebensmittelverschwendung“ sensibilisiert.

Zum Abschluss bekundete die Mehrheit der Teilnehmer ihre aktive Unterstützung bei und nach der Gründung eines Ernährungsrates Bergisches Land, die für Ende April 2022 geplant ist – getreu dem Motto: „Seien Sie ein Teil der Veränderung, die Sie sich für diese Welt wünschen“, oder wie es Stifter Dr. Jürgen Rembold formulierte: „Wer etwas nicht will, sucht Gründe, wer etwas will, sucht Wege“!

Wollen Sie mitmachen?

Um diesen Weg gemeinsam erfolgreich einzuschlagen, ist ein breitgefächertes Netzwerk aus verschiedenen regionalen Akteuren aus allen Bereichen des Lebensmittelkreislaufes nötig.
Wenn Sie sich auch einbringen und am Gründungsprozess teilhaben möchten, schreiben Sie an Ernaehrungsrat@fonab.org.

Weitere Informationen zum Bündnis Ernährungsrat Bergisches Land finden Sie hier.

Reden Sie mit, geben Sie einen Kommentar ab

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.