Start der AWB-Bürgerumfrage auf dem Konrad-Adenauer-Platz. Foto: Pressestelle Stadt GL

Der Abfallwirtschaftsbetrieb startet eine Bürgerumfrage zur Sauberkeit in der Stadt – mit Online-Angeboten und einigen Vor-Ort-Terminen. Diese Befragung ist Teil der Kampagne „Packt’s in die Tonne. Den Rest machen wir.“

Sauberkeit ist immer wieder ein großes Thema in Bergisch Gladbach. Daher stieß die Verkündung der neuen Sauberkeitskampagne der Stadt auf großes Interesse (und ebenso kritische wie wohlwollende Kommentare).

Mittlerweile sind die Plakate mit sechs verschiedenen Motiven überall in der Stadt zu sehen. Nun sucht die Stadt zusätzlich den Dialog mit den Bürger:innen: Wie zufrieden sind sie mit der Stadtsauberkeit? Was kann in Zukunft verbessert werden? Wer möchte sich persönlich für mehr Sauberkeit in unserer Heimatstadt einsetzen?

Rund 70 persönliche Gespräche haben Mitarbeiter:innen des Abfallwirtschaftsbetriebs Bergisch Gladbach (AWB) laut Pressemitteilung bereits beim Auftakt der Bürgerumfrage am Samstag auf dem Konrad-Adenauer-Platz geführt.

Dabei gab es sowohl Lob für die Arbeit der AWB als auch Kritik an den Zuständen in der Stadt. Timo, 30 Jahre, wird zitiert: „Wildmüll gibt es leider auch auf dem Spielplatz bei uns um die Ecke in Hand. Pommes-Tüten, Kippen, Trinkpäckchen, Essensreste. Das ist schon ekelhaft.“

Die Bürgerumfrage soll in den nächsten Wochen auf Märkten, in den Innenstädten und am Busbahnhof weitergehen. Außerdem kann man online unter www.sauberes-gl.de an der Umfrage teilnehmen.

Weitere geplante Bausteine der Kampagne sind die Unterstützung durch engagierte Bürger:innen sowie die Sensibilisierung von Kindergartenkindern und Grundschüler:innen. Das Konzept hierfür soll in der ersten Jahreshälfte 2022 vorgestellt werden. 

Laura Geyer

ist freie Reporterin des Bürgerportals. Geboren 1984, aufgewachsen in Odenthal und Schildgen. Studium in Tübingen, Volontariat in Heidelberg. Nach einem Jahr als freie Korrespondentin in Rio de Janeiro glücklich zurück in Schildgen.

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3 Kommentare

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  1. Es fehlt die Sensibilisierung von Erwachsenen, z.B. Rauchern:

    Es ist einfach nur ekelhaft und empörend, wenn Raucher ihre Zigarettenstummel einfach auf den Boden werfen, egal, wo sie gerade sind (nur natürlich nicht bei sich zu Hause: das wäre ja ekelhaft…). Die Böden von Fußgängerzonen, Bus- und Straßenbahnhaltestellen und Bürgersteigen, Liegewiesen von Freibädern und der Sand von Spielpätzen und Stränden sind keine Mülleimer. Komplett unverständlich ist mir, warum erwachsene Menschen, die an einer Haltestelle direkt neben einem Mülleimer rauchen, ihre Zigarettenkippe auf den Boden werfen, austreten und auf dem Boden liegenlassen: die öffentlichen Mülleimer haben sogar eine Extrafläche, auf der man die Zigarettenstummel ausdrücken kann, und kleine Löcher, in die man die Zigarettenkippen werfen kann.

  2. Hinsichtlich der weiteren Verbesserungen kann man wirklich nur bei den Bürgern anfangen. Denn da liegt offenbar noch einiges im Argen.

    Ich komme z.B. häufig an zwei verschiedenen Altkleider-Containern vorbei. Es kommt vor, dass die Container voll sind. Dann gibt es immer wieder Leute, die ihre Altkleidertüten einfach neben den Container werfen. Ein verständiger Mensch würde seine Sachen wieder mitnehmen und es einfach später noch einmal versuchen. Aber das scheinen diese charakterschwachen Zeitgenossen als Zumutung zu empfinden: Schnell den Müll auf die Straße oder den Gehweg schmeißen – irgendwer wird sich schon drum kümmern. Immer wieder werden auch alte Matratzen dort abgeladen, einfach ekelhaft.

    Das alles geschieht in durchaus wohlsituierten Gegenden. Dummheit, Faulheit und Egoismus scheinen keineswegs mit prekären Lebensverhältnissen zu korrelieren, sondern sind offenbar persönliche Eigenschaften, die sich durch alle Schichten ziehen.

  3. Die Abfallwirtschaft leistet bereits sehr gute Arbeit, und ich sehe nicht, wie diese – mit angemessenem Aufwand – noch verbessert werden könnte.
    Ein Ansatzpunkt könnte die Vermittlung derartiger Themen auch in den Berufskollegs und Integrationskursen sein, denn ich stelle gerade im Bereich um die Berufskollegs und Anbieter von Sprach-/ Integrationskursen (z.B. obere Hauptstraße) herum ein starkes Aufkommen von Wildmüll fest.
    Wenn dann noch Einwegbecher und Fastfood-Verpackungen verpflichtend biologisch abbaubar wären, wäre das Problem des Wildmülls geringer…