Kauler Hof, Foto Helga Niekammer

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2021 war ein hartes Jahr. Ein Jahr, in dem wir Sie schnell und zuverlässig informiert haben. Zu Corona, zur Lokalpolitik und zu anderen wichtigen Themen. 

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Pünktlich zum 2. Advent eröffnet Sebastian Fitzon als neuer Pächter das Brauhaus Kauler Hof in Bensberg. Drei Monate Renovierung haben das geschichtsträchtigen Fachwerkhaus optisch und technisch auf den neusten Stand gebracht und barrierefrei gemacht. Die Speisekarte bietet traditionelle deutsche Küche, bereichert mit Currywurst und Fritten.

Pünktlich zum 2. Adventssonntag (5. Dezember 2021, 16 Uh) öffnet sich das „Türchen“ des historischen Fachwerkhauses „Kauler Hof“ wieder. Lange Zeit war es hier dunkel im Eck. Diese Zeit ist vorbei, freut sich Sebastian Fitzon, der neue Pächter des Brauhauses.

In intensiver Arbeit (mehr als 3 Monate) haben er und sein Team und fleißige Handwerker es geschafft, dass hier alles im neuen Glanz erstrahlt. Selbstverständlich auch der stattliche Tannenbaum mit dicken roten Kugeln. Ergänzend leuchtet das Rot der vielen kleinen Weihnachtssterne, die die Tische schmücken. Rund 130 Gäste finden hier Platz an den rustikalen Tischen.

Sebastian Fitzon mit dem Buch Päffgen

Mit der Wieder-Eröffnung des Kauler Hofes erfüllt sich Pächter Fitzon einen lang gehegten Wunsch. Er wollte dem entgegenwirken, dass es immer weniger traditionell gewachsene deutsche Gastronomie gibt.

Gisela und Günter Päffgen hatten den Kauler Hof Anfang der 90er Jahre in einem bedauernswerten Zustand gekauft und zu dem gemacht, was er noch heute ist. 30 Jahren haben sie ihn selbst betrieben, bevor sie zunächst Corona zur vorübergehenden Schließung zwang und sie dann in den Ruhestand gingen.

Bei der Suche nach einem neuen Pächter stieß die Familie Päffgen auf Sebastian Fitzon (der auch in Refrath die Trattoria Pagano bewirtschftet), der sich unter Eingen Bewerber:innen durchsetzten und nach Abwicklung aller Auflagen die Renovierung in Angriff nahm.

Kauler Hof
Kaule 55, 51429 Bergisch Gladbach-Bensberg
Öffnungszeiten
Mi und Do 16.30 – 22.30 Uhr
Fr und Sa von 16.30 – 23 Uhr
So 16 – 22 Uhr.
Warme Küche immer von 16.30 – 21.30 Uhr.

Jetzt ist der Zugang in die Gaststätte barrierefrei. Im Inneren des Hauses ist alles hell und freundlich. Die Sanitäranlagen sind neu und modern.

Auch die Dekoration an den Wänden hat sich verändert. Bis auf ein „Kuhmotiv“ schmücken jetzt historische Fotos die Wände. Es sind Aufnahmen aus dem Fundus der Familie Päffgen. Sie zeigen Szenen und Momente aus dem Stammhaus der Päffgens in Köln, mit denen die Bensberger verwandt sind. Sie sind entnommen aus dem Buch „Päffgen“. Es zeigt Fotografien des Kneipenlebens mit Bildern von Siegfried Himmer mit Texten von Werner Krüger aus der Mitte der 80er Jahre.

Sebastian Fitzon hat eines der Motive zu seinem Lieblingsmotiv erkoren: Ein verliebtes Paar, dass im Eingang der Gaststätte Abschied nimmt, oder sich begrüßt – wer weiß das schon.

Über eine zeitgemäße neue Küche freut sich auch Koch Matthias. Er und drei weitere Mitarbeiter arbeiteten bereits einige Jahre bei der Familie Günter im Kauler Hof.

Die Speisekarte wurde 1 zu 1 übernommen, nur bereichert durch Currywurst mit Fritten. Ergänzend zum süffigen Päffgen-Bier gibt s eine kleine Wein-Auswahl aus deutschem Anbau.

Hintergrund: Der Kaule Hof ist das älteste erhaltene Fachwerkhaus im Stadtgebiet von Bergisch Gladbach. Das Gut Kaule wurde erstmals um 1650 erwähnt und hatte damals den Namen Maurergut. Es dürfte sich auch um eine der ältesten Gaststätten im Stadtgebiet handeln, denn sie war schon 1844 in Betrieb.

Als erster Eigentümer des Hofs ist 1650 ein Jean Curten mit der Bezeichnung „Maurer auf der Kaulen“ eingetragen. Seine Tochter Katharina heiratete 1665 den Wüllenweber (Wollweber) Matthias Marx und erhielt den Kauler Hof als Mitgift. Danach wurde der Hof von verschiedenen Eigentümern weiter bewirtschaftet. 1844 erwarb der Ackerer Willhelm Eschbach das Anwesen zum Preis von 300 Talern und eröffnete sogleich eine Gaststätte darin. Quelle: Wikipedia

Neu im Hause sind auch dekorative Bestecktöpfe. Sie schmückt ein Schriftzug, der von der historischen Leuchtreklame aus dem Jahre 1996 stammt.

Im weiteren Rahmen wird das Haus noch eine besondere Verschönerung erfahren. Erwartet wird ein Kronleuchter, der in einer Kunstschmiede in Schmallenberg gefertigt wird. Einen schönen Platz gibt es auch für das blitzende Messingschild, das die Eltern anlässlich der Eröffnung geschenkt haben.

Helga Niekammer

ist freiberufliche Journalistin (Text und Bild), weitere Berichte und Fotos finden Sie auf bensberg-im-blick.de.

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