In vielen Bereichen der Stadt hat sich Herbert Selbach ehrenamtlich engagiert. Er setzt sich ein für Geschichte, Denkmalpflege, Artenschutz und baut Modelle für das Bergische Museum. Für diese umfangreichen Arbeiten überreichte Bürgermeister Frank Stein ihm jetzt die Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach.

Herbert Selbach ist neuer Träger der städtischen Ehrennadel. Er erhielt im privaten Rahmen die Auszeichnung aus den Händen von Bürgermeister Frank Stein. Selbach engagiert sich seit 2013 in Bergisch Gladbach ehrenamtlich in mehreren Disziplinen: in der Bodendenkmalpflege, im Förderverein des Bergischen Museums für Bergbau, Handwerk und Gewerbe, aber auch als ehrenamtlicher Mitarbeiter des Kreisveterinäramtes. 

Selbachs Arbeit ist insbesondere für diejenigen sichtbar, die sich in den letzten Jahren mit bergischer Geschichte beschäftigt haben. So war er es, der die römischen Kalkbrennöfen im Lerbacher Wald entdeckte. Seitdem beschäftigt er sich vertieft mit der Thematik Bergbau in und um Bergisch Gladbach. Er forscht dabei aber nicht nur am Schreibtisch und schreibt Aufsätze für verschiedene Publikationen, sondern ist auch in den bergischen Wäldern immer wieder anzutreffen.

Dort kontrolliert er in seiner Freizeit historisch-archäologische Hinterlassenschaften, die oft durch eingestürzte Stollen erst entdeckt werden, und sorgt für die Sicherung dieser Orte. Dabei macht er immer wieder neue Entdeckungen, die in seine Forschungsarbeiten einfließen. 

Selbach arbeitet zudem ehrenamtlich in verschiedenen Geschichtsvereinen mit und bringt seine Expertise ein. Öffentlich sichtbar ist seine Arbeit überall dort, wo der studierte Maschinenbauer seine handwerklichen Fähigkeiten bei der Instandsetzung von Wegkreuzen und Bildstöcken unter Beweis gestellt hat.

Modellbau Bergisches Museum; Foto: Luhr

Die Kenntnisse, die er sich in der vorstudentischen Lehre als Werkzeugmacher aneignete, fließen darüber hinaus in den Bau seiner Modelle für das Bergische Museum für Bergbau, Handwerk und Gewerbe ein, die dort die Führungen erleichtern. 

Doch was nützt die Entdeckung von historischen Dingen, wenn dabei die Umwelt, in der wir uns alle bewegen, nicht bewahrt wird? Deshalb arbeitet Herbert Selbach auch als ehrenamtlicher Mitarbeiter für das Veterinäramt des Rheinisch-Bergischen Kreises im Bereich Artenschutz für Hautflüger-Hornissen, Wespen, Hummeln und Wildbienen. Er hat allein im Jahr 2020 rund 40 Umsiedlungen durchgeführt, damit Menschen geschützt werden, aber auch die Insekten weiter in Sicherheit leben können. 

Für diese vielfältige ehrenamtliche Arbeit in den Bereichen Geschichte und Artenschutz sowie für seinen Einsatz für die Allgemeinheit wurde ihm nun die Ehrennadel überreicht.

Pressestelle Stadt BGL

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