Die Notaufnahme m Marien-Krankenhaus ist jetzt direkt mit der Notdienstpraxis der niedergelassenen Ärzte verbunden. Foto: Thomas Merkenich

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein zieht den ärztlichen Notdienst in Bergisch Gladbach an sich und bündelt die Kräfte mit dem Marien-Krankenhaus der GFO. Damit sollen Erkrankte schneller versorgt und die knappen medizinischen Ressourcen effizienter eingesetzt werden.

Bislang hatten die Kassenärzte eine ambulante Notdienstpraxis in einem Nebengebäude des Marien-Krankenhauses betrieben, direkt neben der Notaufnahme der Klinik. Ab dem 1. April werden beide Einrichtungen im MKH an der Robert-Koch-Straße zusammengelegt, teilte die KVNO am Mittwoch mit. Damit entstehe wie bereits in anderen Orten im Rheinland auch im Rheinisch-Bergischen Kreis eine moderne Portalpraxis.

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Der Vorteil für die Patienten: Sie haben nur noch eine einzige Anlaufstelle, die personell besser besetzt ist und wo schnell entschieden werden kann, wo und wie der/die Patient:in am besten versorgt werden kann.

Schon bei der Anmeldung werde durch eine strukturierte Ersteinschätzung an einem gemeinsam mit Klinik- und KV-Personal besetzten Tresen entschieden, ob die Patient:innen und Patienten aufgrund Ihres Gesundheitszustandes ambulant oder stationär versorgt werden müssen, erläutert die KVNO. Weil Ambulant und Stationär miteinander verbunden sind seien die Wege zu den jeweiligen Ärzten kurz.

Die Öffnungszeiten sind unverändert:

  • Montag, Dienstag, Donnerstag: 19 bis 22 Uhr
  • Mittwoch, Freitag: 16 bis 20 Uhr
  • Samstag, Sonntag, Feiertage: 9 bis 13 und 16 bis 20 Uhr

„Mit dem Umzug in die Zentrale Notaufnahme des Marien-Krankenhauses etablieren wir jetzt auch in Bergisch Gladbach fortschrittliche und sektorenübergreifende Strukturen mit dem Ziel, die Akutversorgung der Patienten zu verbessern“, sagte Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KVNO. Durch die enge Verzahnung der ambulanten und stationären Versorgung könne man „Synergieeffekte im Sinne aller Beteiligten nutzen“.

Viel Platz für Behandlung

In den Räumen der Notaufnahme stehen zwei „Behandlungsräume für die ambulante Akutversorgung plus Warteraum zur Verfügung. Insgesamt sollen in der Portalpraxis Bergisch Gladbach rund 350 Ärzt:innen aus der Region wechselweise ihre vertragsärztlichen Notdienste versehen.

„Zusammen mit dem ärztlichen Hausbesuchsdienst bieten wir damit auch außerhalb der Sprechstundenzeiten eine leistungsfähige ambulante Versorgung“, ergänzt Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVNO.

Hausbesuche weiterhin über Hotline 116 117

Unabhängig davon verfügt auch das Evangelische Krankenhaus (EVK) an der Ferrenbergstraße über eine Notaufnahme.

Unverändert bleibt die Organisation medizinisch notwendiger ärztlicher Hausbesuche – etwa für Bettlägerige oder nicht mobile Patient:innen. Sie können wie bisher über die kostenlose Rufnummer 116 117 der Arztrufzentrale NRW angefragt werden.

KV-Tochter neuer Betreiber

Parallel zur Einrichtung der Portalpraxis hat die KVNO auch die untere Betriebsstruktur verändert. Die bislang von einem privaten Ärzteverein betriebene Praxis wird künftig durch die Gesundheitsmanagementgesellschaft mbH (GMG mbH), einer Tochtergesellschaft der KV Nordrhein, verantwortet.

 

Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Es gibt also auch noch gute Nachrichten in diesen schlimmen Zeiten (Corona, Krieg in Europa usw)
    Den engagierten Ärzten und allem medizinischem Personal gebührt ANHALTEND GRÖSSTER DANK (und vor allem letzteren eine angemessene , also bessere Bezahlung)