Eingang des Evangelischen Krankenhauses auf dem Quirlsberg. Foto: EVK

Der Feststellungsbescheid der NRW-Krankenhausreform bestätigt nach Einschätzung der Geschäftsführung des Evangelischen Krankenhauses den Kurs des Hauses. Lediglich die elektive Knie- und Hüftgelenks-Endoprothetik muss durch ein ambulantes Angebot ersetzt werden, für alle Ausbaupläne gebe es ausreichend Spielraum.

Wir veröffentlichen eine Stellungnahme des Evangelischen Krankenhauses

Das EVK Bergisch Gladbach wird auch mit der neuen NRW-Krankenhausplanung ein wichtiger Pfeiler der Gesundheitsversorgung im Bergischen Land bleiben – so lautet das Fazit von EVK-Geschäftsführer Sebastian Haeger zur Krankenhausreform.

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Unser aktuelles medizinisches Leistungsspektrum bleibt in großen Teilen erhalten oder wird sogar noch erweitert und spezialisierter. In der Gefäßchirurgie zählen wir zu den wenigen spezialisierten Krankenhäusern in NRW, die auch künftig Bauchaortenaneurysmen (BAA) behandeln dürfen.

Mit unserem zertifizierten Brustzentrum, einem der größten in NRW, und unserem zertifizierten Gynäkologischen Krebszentrum stehen wir auch in Zukunft bei der Behandlung von Mammakarzinomen (Brustkrebs) und Ovarialkarzinomen (Eierstockkrebs) verlässlich an der Seite unserer Patientinnen und Patienten.

Sebastian Haeger ist Geschäftsführer des EVK. Foto: Susanne Prothmann

Mit den Zuweisungen von Leistungsgruppen für die Klinik für Kardiologie und die Klinik für Elektrophysiologie sind wir in Kombination mit unseren anderen chirurgischen und internistischen Kliniken ebenfalls sehr gut aufgestellt.

Wir haben nun Planungssicherheit und können ruhigen Gewissens unsere Vorhaben (unter anderem einen OP-Neubau für 18,5 Millionen Euro) umsetzen. Die Zukunft des EVK und der hiesigen Arbeitsplätze ist gesichert.

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EVK kehrt wieder um: Seniorenheim statt Reha-Klinik am Quirlsberg

Zuletzt wollte das Evangelische Krankenhaus auf dem Gelände der Alten Feuerwache ein großes Reha-Zentrum bauen. Diese Pläne hat der neue Geschäftsführer einkassiert. Das neue Gebäude wird zwar errichtet, aber es soll nun doch eine Senioren-Einrichtung aufnehmen. Das käme dem Bedarf der Stadt entgegen – und könnte auch den Verkehr entlasten. Die Weyertal-Klinik in Köln hat das EVK inzwischen verkauft und investiert auf dem Quirlsberg.

Patientinnen und Patienten können sich darauf verlassen, dass das EVK Bergisch Gladbach auch künftig mit einem breiten und hochwertigen medizinischen Leistungsspektrum die Gesundheitsversorgung sicherstellt.

Einspruch gegen Einschnitt bei der Endoprothetik

Lediglich die elektive Knie- und Hüftgelenks-Endoprothetik dürfen wir der Bevölkerung laut Feststellungsbescheid nach Ablauf der Übergangsfrist ab 01. Januar 2026 nicht mehr anbieten. Hier planen wir als Alternative ein ambulantes Behandlungsangebot.

Wir finden es sehr bedauerlich, dass unsere Argumente für den Erhalt der Endoprothetik kein Gehör gefunden haben und hätten uns hier einen engeren Austausch mit dem Ministerium gewünscht. Die Einspruchsfrist von einem Monat werden wir selbstverständlich nutzen und den juristischen Weg prüfen. Dafür wünschen wir uns zunächst Einsicht in die Begründungen der Einzelfallentscheidungen.

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  1. Ich bin entsetzt, dass das EVK keine Knie- und Hüftprotetik mehr anbieten darf. Die Ergebnisse sind doch immer sehr gut, besonders auch noch mit dem Roboter …
    Welche Gründe sind denn für diese merkwürdige Entscheidung maßgeblich? Ich drücke die Daumen, dass der Einspruch gehört wird!