Die Altenberger-Dom-Straße in Schildgen. Foto: Thomas Merkenich

Der Bürgerverein für Schildgen und Katterbach e.V. sich intensiv mit den Planungen zur Umgestaltung der Altenberger-Dom-Straße befasst. Als erste Konsequenz fordert er nun eine Tempo-30-Zone – für alle drei Hauptverkehrsstraßen im schwer belasteten Ortsteil.

Seine Forderung erläutert der Verein in einem Schreiben an den Bürgermeister der Stadt Bergisch Gladbach sowie die Fraktionen im Stadtrat. Hier finden Sie den Brief im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Stein, sehr geehrte Damen und Herren,

als Bürgerverein beschäftigen wir uns bekanntlich intensiv mit den Planungen zur Umgestaltung der Altenberger-Dom-Straße und ihren Auswirkungen auf unseren Ort.

Im Rahmen vieler Gespräche mit interessierten Bürgern kristallisierte sich immer wieder die Forderung nach Einführung von Tempo 30 auf den im Betreff genannten Straßen heraus. Auch in den in unserem Verein eingerichteten Arbeitskreisen ist dies Konsens.

Dem Lärmaktionsplan der Stadt Bergisch Gladbach ist zu entnehmen, dass die entlang dieser Straßen gemessenen Schallpegel die gesetzlich verankerten Grenzwerte, welche gesundheitliche Beeinträchtigungen befürchten lassen, sowohl tagsüber als auch nachts bei weitem überschreiten.

Der Bürgerverein fordert Verwaltung und Politik auf, eine Beschränkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h entlang der gesamten Altenberger-Dom-Straße sowie der Leverkusener Straße und der Kempener Straße im Ortsgebiet einzuführen.

Diese schnell und kostengünstig zu realisierende Maßnahme führt zu einem Mehr an Verkehrssicherheit und einem Weniger an Lärmbelastung sowohl für die Anwohner als auch für alle Bürger, die sich auf diesen Straßen aufhalten. 

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Bürgerverein Schildgen Katterbach

Der Bürgerverein wurde im September 2021 mit dem Ziel gegründet, die Interessen der Einwohner Schildgens und Katterbachs gegenüber den zuständigen Behörden, Institutionen, Interessenverbänden und Medien zu fördern. Kontakt: info@bv-schildgen-katterbach.de

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5 Kommentare

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  1. Es gibt immer noch Leute die glauben, das ein Tempolimit, Wegfall der Parkplätze, mehr öffentlicher Nahverkehr oder bunte Bemalung der Straßen die Verkehrssituation in Schildgen nachhaltig verändern könnte. Bullshit. Das alles zahlt nur darauf ein, das der Verkehr noch schlechter fließt. Wenn jemand das bestreben hat von A nach B mit seinem Auto zu fahren, dann wird er das in Zukunft auch weiter tun. Man muß sich damit abfinden, dass Schildgen eine Ortsdurchfahrt hat. Die Versäumnisse liegen mEn bei der Stadt, die es geschafft hat Industrie im Ortszentrum anzusiedeln ohne eine Anbindung an die BAB herzustellen. Aber das Thema ist ja alt….

  2. Warum Tempo 30 sinnvoll (er als 50) ist wird aus den verschiedensten Perspektiven durchweg positiv bewerten. Mehr Sicherheit, weniger Lärm, weniger Stau durch Verstetigung des Verkehrsflusses und u.U. weniger Abgas- und Feinstaubbelastung. https://tempo30.vcd.org/sicherer.html

    Zwar kommt man am Knotenpunkt zwischen ADS Kempener und Leverkusener in der Regel nur unter 30 km/h voran. Aber…

    Es gibt auch Zeiträume außerhalb „der Regel“ in denen definitiv schneller gefahren werden kann. Starkes Beschleunigen und Abbremsen aber, welches maßgebliche Ursache für Lärm und Feinstaub ist, kann auch in diesen hauptsächlichen Belastungszeiten mit Tempo 30 – zusammen mit einer darauf abstimmten Ampel Schaltung – abgemildert werden.

    Es wäre ein erster, sehr wichtiger Schritt in der Summe der notwendigen Maßnahmen an der Altenberger-Dom-Str. in Schildgen. Und ganz bestimmt auch sinnvoll zur Umsetzung in vielen weiteren Stadtteilen.

    Wann beteiligt sich Bergisch Gladbach wie bereits über 100 andere Städte und Gemeinden endlich an der Initiative http://www.lebenswerte-staedte.de , um zukünftig vielleicht selbst über Tempo 30, wo es notwendig erscheint, entscheiden zu können?

  3. …..fänd ich super. Nicht nur in Schildgen. Am besten im kompletten GL Gebiet.

  4. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Er ist nicht mit hohen Kosten verbunden, würde aber direkt ein positives Ergebnis bringen. Die Lärmbelästigung würde sich tagsüber, und vor allem auch Nachts, deutlich reduzieren.

  5. ach, was wäre das schön, wenn die Stadt den Menschen gehören würde und nicht den Autos mitsamt Krach, Abgasen und hohen Kosten, die wir alle tragen müssen
    praktikable Lösungsvorschläge liegen seit langem auf den Tischen