Ministerin Yvonne Gebauer mit Bürgermeister Frank Stein

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer ist eigens angereist, um einen Förderbescheid über 4,9 Millionen Euro an Bürgermeister Frank Stein zu überreichen. Einen Teil davon hatte die Stadt bereits erhalten; sie hat die Fördermittel des Landes nun komplett ausgeschöpft. Für das DBG und die Berufsschulen werden andere Geldtöpfe anvisiert.

Knapp 4,9 Millionen Euro Fördermittel erhält die Stadt Bergisch Gladbach aufgrund der bisher positiv beschiedenen Förderanträge aus dem „Digitalpakt Schule“ für den Ausbau der digitalen Infrastruktur an den Bildungseinrichtungen der Stadt Bergisch Gladbach. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer ließ es sich nicht nehmen, den Förderbescheid persönlich nach Bergisch Gladbach zu tragen und Bürgermeister Frank Stein zu überreichen.

Bürgermeister Frank Stein dankte der Ministerin herzlich für die Zuwendung: „Die Gelder aus dem Digitalpakt Schule nehmen wir mit großer Freude und für einen existenziell wichtigen Zweck entgegen. Mit Hilfe dieser Förderung können wir digitale Infrastruktur für zeitgemäße Schulbildung schaffen, was den kommunalen Haushalt stark entlastet.“

Rund 1,4 Millionen Euro bereits erhalten

Mehrere Teilbeträge hat die Stadt schon erhalten. Drei „Fördersäulen“ werden grundsätzlich durch Landeszuschüsse gefördert:

  • die digitale Erschließung der Schulen durch passive und aktive Infrastruktur und Beschaffung von „digitalen Tafeln“ (Fördersäule 1),
  • die Ausstattung mit digitalen Endgeräten (Fördersäule 2)
  • sowie die Ausstattung mit mobilen schulgebundenen Endgeräten (Fördersäule 3).

Hinzu kamen in 2020/21 die Mittel aus dem Sonderprogramm für die „Sofortausstattung“ während der pandemiebedingten Schulschließungen, das für Lehrkräfte und bedürftige Kinder bestimmt war.

Der Anschluss der Schulgrundstücke mit Glasfaserkabel (FTTH) wird zurzeit im Rahmen eines separaten Förderprojektes in Kooperation von Kreisverwaltung und städtischer Wirtschaftsförderung vorangetrieben, ebenfalls unter Förderung durch Landeszuschüsse.

Im Rahmen der Sofortausstattung erhielt die Stadt Bergisch Gladbach im Jahr 2021 695.000 Euro für bedürftige Kinder sowie 570.000 Euro für Lehrkräfte. Auch die Zuwendung für die Beschaffung digitaler und schulgebundener Endgeräte für das kürzlich sanierte Schulzentrum Saaler Mühle wurde in Höhe von 147.000 Euro über den Digitalpakt abgewickelt. Die Förderquote beträgt 90 Prozent.

3,5 Millionen für aktive und passive Infrastruktur

Aktuell steht die aktive (Netzwerkkarten, Router, Switches, Firewalls, Hubs etc.) und passive Infrastruktur (z.B. Kabel, Schaltschränke, Datendosen) im Fokus der NRW-Förderung für Bergisch Gladbach. Dafür überbrachte die Ministerin die Förderzusage von 3,5 Mio. Euro, mit der acht weiterführende Schulen versorgt werden können.

Die Planungen zur Umsetzung sind bereits vorbereitet, so dass die Ausschreibungsverfahren für die baulichen Leistungen kurzfristig gestartet werden können.

Sponsoring-Projekt für das DGB    

Die übrigen vier weiterführenden Schulen werden oder wurden bereits im Rahmen von Generalsanierungen digital vollausgestattet (OHG, OHR, NCG), für das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium ist ein Sponsoring-Projekt geplant. Insofern sind hier keine Förderanträge gestellt worden.

Mit der nun bewilligten Förderung und zwei weiteren, noch im Verfahren befindlichen Anträgen für die IGP und das Schulzentrum Kleefeld (hier werden weitere 740.000 Euro Förderung erwartet) sind die Mittel, die im Rahmen des Digitalpakts Schule landesseitig zur Verfügung stehen, ohnehin bereits ausgeschöpft. Für die beiden Berufskollegs läuft ein gesondertes Antragsverfahren über den Berufsschulverband.

Bürgermeister Frank Stein unterstrich die enormen Anforderungen, die die Schulträger in Sachen Digitalisierung erfüllen müssen: „Insgesamt sehen wir sehr deutlich, wie gewaltig die Dimensionen sind, wenn wir allein für unsere weiterführenden Schulen 5,6 Millionen Euro Fördermittel verbrauchen.“

Eigene Mittel für die Grundschulen

Die Grundschulen werden im Rahmen des städtischen Medienentwicklungsplanes sukzessive aus eigenen Mitteln versorgt, ebenso läuft die Beschaffung der benötigten Computer und Monitore über den städtischen Haushalt.

Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer äußerte sich optimistisch über die Zweckerfüllung des Landesförderprogramms: „Die Landesregierung hat eine digitale Aufholjagd versprochen und mit einer umfassenden Digitalstrategie Schule NRW geliefert. Ich freue mich sehr, dass die digitalen Ausstattungsprogramme des Landes und des Bundes von den Kommunen in Nordrhein-Westfalen so gut angenommen werden und mittlerweile fast vollständig ausgeschöpft sind. Auch in Bergisch Gladbach wird die Digitalisierung der Schulen mit großen Schritten vorangetrieben. Landesweit ist das Lernen mit digitalen Medien ein zentraler Bestandteil des schulischen Bildungsauftrags und jetzt auch fest im Schulgesetz verankert. Für die Zukunft muss es jetzt darum gehen, die Mittel für die Digitalisierung mit einem Digitalpakt 2.0 dauerhaft zu verstetigen.“

Pressestelle Stadt BGL

Hier werden offizielle Pressemitteilungen der Stadtverwaltung veröffentlicht. Sie geben nicht die Meinung des unabhängigen Bürgerportals iGL wieder.

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