Martin Lucke (CDU) in der WahlArena des Bürgerportals. Foto: Thomas Merkenich

Wir haben den acht lokalen Direktandidat:innen zur Landtagswahl acht Fragen zum Kern ihrer politischen Anliegen vorgelegt. Die Antworten von Martin Lucke, dem Bewerer der CDU, finden Sie hier.

Herr Lucke, was sind Ihre drei wichtigsten Ziele?
Martin Lucke: Unsere Heimat nachhaltiger und krisenfester machen. Die Stärkung der Familien (alle Generationen!) und der Bildung. Dass möglichst viele Fördergelder, insbesondere in den Bereichen Bildung, Infrastruktur, Sport und Ehrenamt, nach Bergisch Gladbach und Rösrath fließen.

Welche Schlüsse ziehen Sie aus dem Ukraine-Krieg?
Wir dürfen uns nie wieder von einzelnen Staaten so abhängig machen wie derzeit von Russland. Wir müssen wieder stärker auf regional produzierte Güter setzen, eine Know-how Abwanderung verhindern und Lieferketten stabiler machen.

Die Energieerzeugung muss nachhaltiger werden, ohne, dass dabei die Versorgungsicherheit und die Bezahlbarkeit aus dem Blick geraten. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien werden wir jedenfalls mittelfristig nicht auf den Import von Energie verzichten können.

Mehr zur Person Martin Lucke erfahren Sie in diesem Beitrag. Das ganze Programm der CDU zur Landtagswahl NRW. Alle Kandidaten im Wahlkreis Rheinisch-Bergischer Kreis 1 (Bergisch Gladbach und Rösrath) stellen wir hier vor.

(Wie) muss sich das Land nach der Corona-Pandemie neu aufstellen?
Wir müssen in allen Bereichen krisenfester werden. Neben der Vorhaltung wichtiger (medizinscher) Güter müssen wir die Digitalisierung in allen Bereichen ausbauen und sicherer machen.

Wo nötig sollten wir bestehende Wirtschaftshilfen überprüfen und ggf. anpassen, damit sich die Wirtschaft wieder erholen kann. Gleiches gilt für die Unterstützung von Kultur, Sport und Ehrenamt, damit gesellschaftliche Miteinander wieder gestärkt wird.

Die programm im vergleich

Landtagswahl: Die lokalen Kandidat:innen im direkten Vergleich

Der digitale Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung gehört zur gründlichen Vorbereitung einer Wahlentscheidung, er geht aber nicht auf die lokale Ebene runter. Daher hat das Bürgerportal zur Landtagswahl in NRW wieder einen analogen Wahl-O-Mat gebaut. Der macht es Ihnen einfach, die inhaltlichen Schwerpunkte aller acht Direktkanidat:innen zu vergleichen.

Wie wollen Sie die Bildungsgerechtigkeit verbessern?
Mehr Lehrkräfte sind die Voraussetzung für ein gutes Lernumfeld und dafür, dass die Kinder nach ihren Talenten gefördert werden können. Dabei gilt der Grundsatz, es sind nicht alle gleich, sondern gleich viel wert.

Die deutsche Sprache ist und bleibt der Schlüssel für eine erfolgreiche Schulkarriere. Schließlich muss auch die Ausstattung der Schulen weiter verbessert werden, um die Chancengleichheit auszubauen. So ist etwa jedem Kind ein digitales Endgerät zur Verfügung zu stellen.

Wie wollen Sie die Klima- und Verkehrswende in NRW voran bringen?
Vor allem durch technologieoffene innovative Lösungen. Neben der Stärkung des ÖPNV und der Optimierung des Radwegenetzes, ist für mich vor allem die Förderung und der Ausbau der Wasserstofftechnologie von zentraler Bedeutung.

Ich setze mich vor allem für konkrete Maßnahmen vor Ort ein. Neben dem Ausbau von Wasserstofftankstellen in Bergisch Gladbach und Rösrath könnte die RB 25 künftig mit Wasserstoff statt Diesel fahren.

alle kandidaten in der wahlarena

WahlArena: Viele 1000 Worte, 50 Bilder und 3 Videos

Kommuniziert wurde bei der WahlArena zur Landtagswahl NRW in alle Richtungen: auf der Bühne, zwischen Jugendlichen und Kandidaten, mit dem Publikum, beim Speed-Dating und am Infostand. Wir dokumentieren das Geschehen im Bergischen Löwen in Videos und einer Fotoreportage.


Kennen Sie ein Rezept gegen den Wohnungsmangel?
Mehr bauen. Voraussetzung dafür ist, dass genügend Bauland zur Verfügung steht. Die Unterstützung der Kommunen bei der Bereitstellung von Bauland ist weiter zu verbessern, z.B. bei der Reaktivierung und Umwandlung von Brachflächen.

Der Erlass des neuen Landesentwicklungsplans war ein wichtiger Schritt, um die Regional- und Bauleitplanung flexibler zu machen. Des Weiteren ist öffentlich geförderter Wohnraum zu sichern und auszubauen.

Was würden Sie gegen die Verödung der Innenstädte unternehmen?
Ich bin überzeugt, dass nach der Corona-Pandemie viele Menschen froh sind, wieder Geschäfte, Restaurants und Cafés besuchen zu können. Eine angemessene Zahl an verkaufsoffenen Sonntagen unterstützt die Innenstädte.

Dauerhaft können Innenstädte meines Erachtens nur attraktiv bleiben, wenn sie die Aufenthaltsqualität und den Erlebnischarakter des Einkaufens in den Mittelpunkt stellen. Die Städtebauförderung muss diese Kriterien entsprechend berücksichtigen. 

Welches Thema wurde nicht angesprochen, ist Ihnen aber wichtig?
Sicherheit ist mir zudem ein wichtiges Anliegen. Das Juli-Hochwasser im vergangenen Jahr hat uns gezeigt, dass wir hier noch deutlich nachbessern müssen. Das Warnsystem muss verbessert, die kritische Infrastruktur gestärkt und genügend Material und Ausrüstung für den Katastrophenschutz bereitgehalten werden. Aber auch Klimaanpassungsmaßnahmen, wie die Schaffung von Überschwemmungsflächen, sind auf den Weg zu bringen.


Redaktion

des Bürgerportals. Kontakt: info@in-gl.de

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1 Kommentar

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  1. Danke Herr Lucke, Sie sind ein freundlicher und mutiger junger Mann. Jedoch eine offene Meinung zu vertreten – der sich übrigens jeder klar denkende Mensch ohne Vorbehalte anschließen kann – ist das eine. Wir befinden uns in stürmische Zeiten und noch nie gab es so harte Nüsse zu knacken, wie heute. Auch ist es sicherlich für jeden Nachwuchsunionspolitiker insbesondere hier im Rheinland nie einfach gewesen, in Adenauers Fußstapfen zu treten. Aber mal ehrlich, fühlen Sie sich den Herausforderungen wirklich gewachsen?